Montag, 25.10.2010 Überfahrt
3.00 Uhr, der Wind mit angenehmen 15-20 kn, gibt uns einen Speed von um die 6 kn, so kann es von uns aus weiter gehen. Wir haben bereits 60 sm geschafft. Kein kreuzen, relative gleichmäßiger Wind von schräg hinten, ein ganz neues Gefühl. Im Bereich um Gibraltar missen wir stark aufpassen, hier sind doch einige größere Pötte unterwegs und die sind sehr schnell da. Die ganze Nacht ist nicht an Schlafen zu denken. Wir ruhen abwechselnd.
Sonntag, 24.10.2010 Cadiz – Überfahrt nach Lanzarote (600 sm)
Wir duschen noch mal, holen Brot, Frühstücken, Skypen ein letztes mal vor dem Start mit Gertrud und nachdem die Räder verstaut und der Schlüssel abgegeben ist, geht´s los.
12.10 Uhr, wir legen ab und Motoren bis kurz vor die Bucht.
13.00 Uhr, alle Segel sind oben, wir machen gute Fahrt mit 6 kn.
17.10 Uhr, das Groß wird geborgen, wir wollen und in der Nach keinen Stress machen, denn es ist etwas stärkerer Wind angesagt. Gerd ist immer noch ein wenig in sih gekehrt und übernimmt gerne das Abendessen, Es gibt Kotelett mit Bratkartoffeln, eine echte Aufgabe bei den heftigen Schiffsbewegungen.
Die letzten Tage vor unserer Abfahrt war starkwind in dieser Gegend und der hat einiges an Wellen für uns zurückgelassen, 3 bis 4 m und sehr kabbelig.
Samstag, 23.10.2010 Cadiz
Der Abschied von Becci und Thomas steht an, Gerd hat wieder einen dicken Klos im Hals und spricht wenig. Wir fahren die beiden zum Flughafen und verabschieden beide herzlich, kurz und knapp. Gerd kann sich nicht länger aufhalten, zu viel Herzeleid. Wir fahren zurück nach Cadiz, besuchen schweigend einen Flohmarkt und kaufen für die nächsten Tage ein, wir wollen, wenn das Wetter passt, so schnell wie möglich nach Lanzarote aufbrechen, wir werden dann ca. 5 bis 6 Tage unterwegs sein. Abends schauen wir uns noch den Wetterbericht an und entscheiden, am Sonntag abzulegen und den Bug Richtung Südwest auszurichten.
Freitag, 22.10.2010 Cadiz
Wir haben heute und morgen noch unseren Mietwagen und möchten gerne eine Sherry und Brandy Bodega in Jerez besuchen um mal zu sehen, wie der Sherry, der meistens von Engländern konsumiert wird und Brandy, der meistens von Gerd konsumiert wird, hergestellt wird und warum das eine so und das andere so gut auf dem Gaumen schmeckt. Es war sehr interessant, gelernt haben wir, dass ein wichtiges bei der Geschmacksfindung die Eichenfässer sind und das Sherry vom Wortstamm Cerez abstammt. Abends gehen wir dem Wunsch von Thomas nach und machen uns auf den Weg in die Altstadt von Cadiz, leider haben wir uns das falsche Lokal ausgesucht, die Paella war sehr geschmacksneutral, Bofrost Paellas sind um Klassen besser. Auf dem Nachhauseweg sind wir dann noch in ein Flamenco-Lokal geraten, lauter Einheimische die kräftig mitgemacht haben und immer mal mit einem lauten Ole die vorgetragenen Texte kommentiert haben. Das Lokal hatte etwas von der guten alten Kaschemme zu Erhards Zeiten.
Donnerstag, 21.10.2010 Cadiz
Nach einem frühen Frühstück, heißt ja so, weil es früh eingenommen wird, um 9 Uhr fahren wir Richtung Gibraltar (wir brauchen wieder Asbach und den gibt es dort recht günstig), muss man mal gesehen haben, die 180 km sind schnell gefahren und wir können Thomas und Becci sogar Englisches Wetter zeigen, direkt über Gibraltar (England) hängt eine Riesige Wolke, die sich auch nicht verzieht und wirft ständig Schatten und trübes Wetter in den wusseligen Touristenort, der Schatten endet unmittelbar an der Grenze zu Spanien und hier scheint die Sonne wie man es gerne hat. Wie soll es anders sein, die Damen durchstöbern jedes Geschäft und die Herren stehen vor den Geschäften schmiere. Nach dem wir die einen oder anderen nützlichen (Asbach und Zigaretten) oder auch unnützen Dinge (fällt mir jetzt nicht ein) gekauft haben, marschieren wir wieder zurück zum Auto und fahren nach Ronda in die Berge. Wir fahren durch wunderschöne Passstraßen mit ausblicken, die begeister und finden am Ende das Städtchen Ronda mit seiner Schlucht, die die Alt- und Neustadt trennt und die nur durch eine Brücke verbunden ist. Die Aussicht ist wirklich toll und auch die Straßen und Gässchen sind ein Augenschmaus, wir hätten uns gerne noch die erste Stierkampfarena Spaniens, im Zentrum der Neuen Stadt von innen angesehen, aber der Preis für die Besichtigung war einfach unverschämt. Nach dem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt fahren wir wieder zurück nach Cadiz und kommen erschlagen und müde an, der Abend wird heute nicht so lange, die letzten fallen um 23 Uhr in die Koje.
Mittwoch, 20.10.2010 Rota – Cadiz (6,5 sm)
12.00 Uhr, wir segeln zurück nach Cadiz, Thomas versucht sich heute wieder mal beim Angeln, er hat sich eine todsichere Methode ausgedacht, bei der die Fische einfach anbeißen müssen, nach langen 4 h müssen wir aber leider in die Marina um noch einen Platz zu bekommen und seine Methode wirkt erst nachdem die Fische 4 ½ h überzeugt wurden anzubeisen, schade wurde halt heute wieder nichts.
15.00 Uhr, wir legen im Club Nautico an. Gerd fährt mit dem Fahrrad in die Stadt um das per Internett bestellte Auto anzuholen ( bei Bestellung über Internett kostet das Auto nicht mal die Häfte von dem, was man zahlt, wenn man direkt im Büro bucht, außerdem bekommt man ein größeres Auto, wenn die bestellt Größe nicht da ist). Wir wollen morgen mit dem Wagen einen Ausflug nach Gibraltar und Ronda machen.
Abends kocht uns Sabine ein leckeres Essen auf der Sturmvogel.
Anschließend Yum Yum und Diskussionsabend bis in den frühen Morgen, die Flasche Brandy ist leer.
Dienstag, 19.10.2010 Rota
Die beiden Gäste ziehen heute alleine los und machen mit dem Rad eine Erkundungstour durch die Stadt und die Umgebung. Sabine ist wieder an den Gardinen (eine never ending story), aber das wird schon, wozu haben wir auch sonst die Nähmaschine mitgenommen.
Gerd ist heute für das Abendessen zuständig, es werden Röstkartoffel und Schnitzel Wiener Art gereicht, dazu gibt es ein leckeres Lidl Bier aus der Dose mit festlichem Dekor und als Nachtisch wird Twix gereicht, die Mannschaft ist begeistert. Als Gesellschaftsspiel wurde heute mal Yum Yum vorgeschlagen, wollen halt alle mal mit einem der noch amtierenden Meister spielen und sich beweisen, junge Leute, kann man verstehen.
Montag, 18.10.2010 Rota
Heute ist Ruhetag mit gemütlichem Frühstücken, Duschen, Chillen, Strand. Gerd verlegt das neue Antennenkabel für das Kurzwellengerät und erzeugt einen kurzen Stromausfall. Das Massekabel zum Hauptmasseanschluss war nicht richtig festgezogen und hatte keinen guten Kontakt, aber nach einer Stunde ist alles wieder o.k. Am Abend gehen wir in das Städtchen essen, wir finden in einer Seitenstraße eine kleine Restaurant und Essen sehr gut und recht preiswert. Anschließend ist Diskussionsabend mit verschiedenen Themen, das Bier fließt in Strömen.
Sonntag, 17.10.2010 Cadiz – Rota (6,5 sm)
Schon früh, 9 Uhr sind Becci und Thomas mit den beiden Fahrrädern unterwegs in die Stadt um Brot zu holen. Gerd macht Rührei und wir haben ein gemütliches Frühstück..
14.00 Uhr, wir legen ab und machen einen verlängerten Törn mit aufkreuzen zurück nach Rota. Hier hat es uns gut gefallen und die beiden Gäste wollen gerne mal an den Strand zum Baden und da sind wir in Rota genau richtig.
16.00 Uhr, wir legen in Rota in unserer schon bekannten Box an und die beiden Gäste gehen erst mal zum Strand. Das Badevergnügen ist allerdings kurz, denn die Temperaturen sind nicht mehr so wie im August.
Abends sind wir dann in der kleinen Stadt unterwegs und machen vor dem Essen auf der Sturmvogel einen kleinen Stadtbummel.
Samstag, 16.10.2010 Cadiz
12.00 Uhr, die Verabschiedung von Knut und Sandra geht uns richtig an die Nieren, bei Sabine und Sandra ist große Trauer, Sandra hat sich die 3 ½ Wochen auf der Sturmvogel gut eingelebt und wäre wohl gerne noch länger an Bord geblieben
Zurück zum Alltag, Gerd geht mit den beiden neuen Gästen einen Stadtbummel machen, nach einigen Geschäften bleiben Beccis Gedanken offenbar an einem Trenchcoat hängen, der dann nach einigem überlegen einfach mitgenommen werden muss. Steht Ihr sehr gut. Becci meint anschließend, dass die Männer nur am Lästern sind und Ihr die Kaufentscheidung nicht gerade erleichtert haben.
20.00 Uhr, zum Sun Downer kommen die Deutschen Alex und Melanie vom Nachbarboot zu Besuch, es wird eine lange Nacht.
Freitag, 15.10.2010 Rota – Cadiz (6,5 sm)
13.00 Uhr, Gerd geht zum Busbahnhof um Becci und Thomas, die mit dem Bus von Jeres gekommen sind abzuholen. Sandra und Sabine machen noch einen letzten Einkaufsbummel in der schönen kleinen Stadt.
13.45 Uhr, nach einem kleinen Imbiss für die Neuankömmlinge Thomas und Becci legen wir ab und segeln Richtung Cadiz. Thomas und Becci sind noch etwas unsicher, ob sie das Segeln überhaupt vertragen, aber alles ging gut.
15.45 Uhr, wir legen im Club America in Cadiz an und geben den beiden neuen erst mal Zeit sich in der Sturmvogel häuslich einzurichten.
17.00 Uhr, Knut und Gerd fahren in die Stadt und holen den Mietwagen für Knut und Sandra, anschließend wird bei Lidl eingekauft, was bei den eingekauften Mengen mit dm Auto erheblich einfacher ist.
20.00 Uhr, wir gehen zum Essen in die Stadt, aber leider noch zu früh. Die meisten und besten Lokale öffnen erst um 21.00 Uhr. Der gemeine Spanier geht spät Essen. Nach langem Suchen finden wir in einer Seitenstraße ein kleines Restaurant. Wir sprechen kein spanisch und die beiden alten Knaben, die das Lokal bewirtschaften, sprechen keiner englisch, französisch oder gar deutsch. Wir versuchen den Schilderungen des einen Spaniers, der sehr bildlich und gestenreich spricht und einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, zu folgen und bestellen dann das geschilderte. Leider ist für Becci und Sandra nicht das Richtige dabei. Also bestellen wir noch Polo (Hähnchen) für Sandra, allerdings wird das hier leicht medium serviert, kurz um das Hähnchen ist nicht durch, also Reklamation auf spanisch. Sandra bekommt nach einiger Zeit ihren Teller wieder, leider ist ihr der Appetit vergangen. Den anderen hat die gebrachte Platte, bestehend aus Fisch, Gulasch usw. recht lecker geschmeckt, die Geschmäcker sind halt verschieden. Nach dem Essen sind wir dann auf dem längsten möglichen Weg zurück zum Sturmvogel, denn hier musste ja noch der Absacker genommen werden.
Donnerstag, 14.10.2010 Rota
Heute war langes ausschlafen angesagt und jeder hat sich daran gehalten. Ansonsten haben wir uns mit Lesen – Bilder übertragen – Logbuch schreibendie Zeit vertrieben. Sandra ist ungehalten, der spanisch Kurs auf CD ist doch recht schwierig in MP3 umzuwandeln, bzw. das umwandeln war o.k. aber die Reihenfolge war nicht hinzubekommen. Abends steht natürlich wieder Yum Yum an, langsam wird Knut zum Meister.
Mittwoch, 13.10.2010 Nachfahrt nach Rota
0.00 Uhr, Knut, der die zweite Wache hatte geht schlafen.
2.00 Uhr Gerd geht schlafen Sandra und Sabine machen die blödeste Wache, die sogenannte „Hundewache“, die beiden konnten vor Aufregung vorher nicht schlafen und sind jetzt auf sich alleine gestellt. Um 6.00 Uhr erscheint Knut zu seinem Dienst und Gerd klettert um 7.00 Uhr aus seiner Kojen. Ab jetzt schlafen Sandra und Sabine bis 10.00 Uhr. Es war eine sehr anstrengende Nacht, da viele Boote und Bohrinseln auf der Kurslinie lagen und sehr aufgepasst werden musste, aber alles bestens, das Anstrengendste war das aufhalten der immer schwerer werdenden Augenlieder.
11.00 Uhr, wir treffen in Rota ein und bekommen einen Steg, den aber anscheinend die vielen Möwen für sich beanspruchten, außer ein paar Krächtslaute und ein paar Flecken „Möwenschiss“ ließen sie uns aber gewähren und verzogen sich so langsam.
13.00 Uhr, Gerd muß wieder mal tauchen, anscheinen haben wir uns beim einlaufen in die Marina unter Motor eine dünne Angelschnur um die Welle gewickelt, die aber so fest saß, das ein einfaches loswickeln nicht möglich war, er musste mit dem Messer ran, hat aber alles wieder gerichtet.
15.30 Uhr, noch müde von der Nacht machen wir einen Einkaufsbummel im „Seltersweg“ von Rota, wir finden ein kleines Kaffe und sind erstaunt über den niedrigen Preis, für ein paar leckere Kuchenstücke und jeweils einen Kaffee zahlten wir keine 5 EUR. Langsam wurde es kalt und wir mussten mit unseren kurzen Hosen zurück zum Schiff, um uns wärmer anzuziehen.
Dienstag, 12.10.2010 Mazagon – Rota (50 sm) – Nachtfahrt
Heute ist eine Nachfahrt angesagt, die Damen wehren sich zwar ein wenig, aber was sein muss, muss sein.
15.00 Uhr, wir legen ab, es ist – sonnig und ein angenehmer etwas schwacher Wind drückt uns Richtung Rota, wir haben ja Zeit.
20.00 Uhr, die Dunkelheit bricht so langsam herein und es werden die Schwimmwesten angelegt (nachts immer).
Das Essen ist im Ofen und wir haben eine angenehme Fahrt, der Wachwechsel klappt hervorragend und alles ist bestens.
Montag, 11.10.2010 Chipiona – Mazagon (27 sm)
Das Gepäck, das nach Chipiona gebracht werden sollte ist immer noch nicht angekommen und beim Telefoniert sagt man Knut, dass es zuerst zurück nach Madrid gebracht werden soll, da für Chipiona eine anderes Auslieferungs-Büro zuständig ist, Knut ist sauer und faltet die Dame am Telefon ordentlich zusammen. Wir gehen dann erst mal Duschen um uns abzukühlen, funktioniert sehr gut, denn die Duschen sind kalt und geben nur einen rationierten Strahl frei.
11.30 Uhr, wir legen ab und machen uns auf den Weg nach Mazagon. Die See ist recht flach und wir machen bei nur 12 kn Wind 6 kn Speed, Knut hat den Sturmvogel voll im Griff. 10 sm vor Mazagon kommen wir in ein Feld mit lauter Bojen, von denen wir zuerst annehmen dass es sich um Markierungsbojen der Fischer handelt, bis wir herausfinden, dass wir in ein militärisches Übungsgebiet geraten sind und die Bojen das weite „Zielgebiet“ in einzelne Planquadrate aufteilt, um die Treffer feststellen zu können. Zum Glück ist heute das Übungsschießen ausgefallen.
19.00 Uhr, wir legen an und machen in der sehr ansprechenden Fußgängerzone einen Stadtbummel, natürlich versäumen wir nicht das obligatorische Tap-Essen, sehr lecker. So klein wie die Stadt ist, Vodafon Läden sind verbreiteter als Mc Donald und wir werden morgen versuchen den alten Chip zu verlängern.
Sonntag, 10.10.2010 Cadiz – Chipiona (22 sm)
Heute Nacht ist bei dem starken Wind, eins der beiden Dingi-Ruder über Bord gegangen und ist zumindest in der Marina nicht mehr zu finden, so müssen wir eben den Atlantik absuchen oder ein neues kaufen, ich denke wir kaufen eher ein neues, das Suchen würde wahrscheinlich zu langwierig.
11.00 Uhr, wir legen bei 15 kn Wind ab, kreuzen aus der Bucht und machen uns auf den Weg nach Chipiona. Eigentlich ein ganz schöner Törn, der Himmel ist etwas bewölkt, aber wir wollen Knut zumindest ein bisschen Segelerlebnis bieten.
18.30 Uhr, wir legen an und bauen gleich unser Cockpitzelt auf, zum Glück, denn kaum ist es aufgebaut ergießt sich ein Wolkenbruchartiger Regen über uns. In unserer trockenen Plicht sitzen wir bei unserem Anleger mit ein paar Oliven, Käse und Paprikawurst und haben es gemütlich.
Beim Versuch mit zuhause zu skypen steigt unser Vodafon Stik aus, Leer, wir haben wahrscheinlich zu oft den „Windguru“ bemüht und nach dem Wetter gesehen.
Samstag, 09.10.2010 Cadiz
Der Starkwind lässt den Sturmvogel die ganze Nacht in der Box tanzen der zusätzliche Regen gibt uns jedoch ein Gefühl der Geborgenheit in unserer Old Lady und sorgt zusätzlich dafür, dass das verschmutzte Deck mal wieder sauber wird. Am Morgen wäre an ein Ablegen nicht zu denken und langsam schleicht sich wieder etwas bessere Stimmung ein. Knuts Gepäck ist noch nicht geliefert und er versucht telefonisch nachzuhören wo es ist und wann es voraussichtlich geliefert wird, das Gepäck ist gefunden und liegt im Moment in Sevilla, wann es zur Marina gebracht wird kann allerdings nicht genau angegeben werden, denn es ist Samstag und das Wochenende steht bevor -?, in Spanien läuft das eben etwas anders. Gerd und Knut fahren mit dem Rad in die Stadt und besorgen einige notwendige Klamotten, anschließend wird eine Ablagefläche für leicht verderbliches Gemüse und Obst konstruiert und aus Netzen wie eine Hängematte gebaut und getestet, die Mädels nörgeln daran herum und sind überzeugt, dass aus dieser Konstruktion bei kleinstem Seegang alles wieder rauspurzelt, nun wir werden sehen.
Freitag, 08.10.2010 Cadiz
Eigentlich wollten wir heute los, doch beim durchsehen des Wetters, schiebt sich am Mittwoch oberhalb von Lanzarote ein kreisrunder Wirbel mit sehr hohen Luftgeschwindigkeiten und einem Loch in der Mitte in dem keine Luftgeschwindigkeiten zu sehen sind, was bedeutet das? Das ist doch alles nicht wahr!!! Wir verschieben den Start des Törns auf den nächsten Morgen und schuen noch mal die Wettervorhersage, die mitlererweile bis Donnerstag geht und die Befürchtungen bestätigt. Da kommt ein Hurrikan aus dem Atlantik, zieht oberhalb von Lanzarote her und wandert dann die Afrikanische Küste bis Gibraltar, wo er sich verläuft. Wenn wir also starten würden, würden wir auf jeden Fall den Weg des Hurkan ein malkreuzen.
Der geplante Törn nach Lanzarote fällt aus. Wir sind alle sehr enttäuscht. Gerd ist für einen halben Tag nicht mehr ansprechbar. Knut muss seinen Rückflug ändern und Thomas und Becci die nach Lanzarote kommen wollten, müssen, wenn sie uns besuchen wollen ebenfalls umbuchen. So ein Mist!!!
Wir geben Knuts Auto ab, machen Frühstück mit Rührei, anschließend Stadtbummel und spielen Yum Yum.
Donnerstag, 07.10.2010 Cadiz/Sevilla
Wir stehen um 7.30 Uhr auf um mit dem Bus um 8.45 nach Sevilla zu fahren denn heute ist Donnerstag und es soll dort einen schönen Flohmarkt geben, der sehr empfohlen wird. Gerd läuft vor um schon das Ticket zu kaufen, wird aber abgewiesen da der Bus schon voll ist. Wir gehen zum benachbarten Bahnhof und bekommen gerade noch den Zug um 8.55. Die Fahrt ist schön und entspannt und wir Erreichen gegen 9.30 Sevilla. Mit dem Bus kommen wir in die Westlichen Teil der Stadt und finden auch schnell den Flohmarkt, der wirklich alles bietet, allderdings sollte man in den Gedränge auf seine Taschen achten. Ter Tag ist dann gefüllt mit dem Besuch der Kathedrale, Lachs und Kaviar Tapas essen (versehentlich) und natürlich unzähligen Besuchen von Schuh und Stoffgeschäften. Gegen Abend fahren wir mit dem Bus zum Flughafen und warten auf Knut. Knut kommt pünktlich, allerdings ohne Gepäck (wird eine längere Geschichte). Knut holt seinen Wagen ab und wir werden von Ihm sehr bequem nach Cadiz zur Sturmvogel gebracht. Nach einem kleinen Snack und dem typischen Absacker fallen wir alle müde in die Kojen.
Mittwoch, 06.10.2010 Cadiz
Tanken. Waschen und Duschen. Motor- und Generatorkontrolle. Sandra hat uns zum Essen eingeladen.
Dienstag, 05.10.2010 Cadiz
Rettungsinsel wieder abgeholt – Einkaufsbummel – Strafzettel für Mietwagen bekommen – Vodafonstick aufgeladen
Montag, 04.10.2010 Cadiz
Frühstücken – Rent a car – Rettungsinsel zum Warten gebracht – Einkaufen Lidl – Sybille und Christian haben uns Sun Downer eingeladen, um uns noch ein paar Ratschläge zu geben
Sonntag, 03.10.2010 Cadiz
Gerd sucht die Station bei der wir die Rettungsinsel warten lassen können – Wachplan für die Überfahrt nach Lanzarote vorbereitet – Bilder sortiert – Besuch von Sybille und Christian (SY Sudeki), die beiden kommen nach 11 Jahren zurück von ihrer Weltreise und wollen in Faro ihr Boot überwintern lassen.
Samstag, 02.10.2010 Sancti Petri – Cadiz (17 sm)
Die Liegeplätze kosten ab 1. Oktober nur noch die Hälfte.
10.30 Uhr abgelegt kein Wind sonnig
12.45 Uhr Gerd hat heute mit seiner Angel den ersten großen Fang gemacht. Aber leider war in der von ihm gefangenen Plastiktüte kein Fisch drin.
13.00 Uhr segeln 5 kn Wind
14.30 Uhr Einfahrt Cadiz Hafen Amerika
Landgang – Quatschen bis morgens
Freitag, 01.10.2010 Sancti Petri
Schöner Liegeplatz – Gerd geht auf den Mast und befestigt die Umlenkrollen für die Lasy Jacks höher. Die hatten die Umlenkrollen so tief gesetzt, dass das Groß nicht richtig aufgefangen wurde und sich das Segel immer wieder in den Leinen verfangen hat. Ansonsten ist – Lesen – Backen – Kochen – Putzen – Spielen - Essen
Donnerstag, 30.09.2010 Barbate – Sancti Petri (25 sm)
Eigentlich wollten heute bis Cadiz, aber bei der Routenplanung wird uns klar, dass die Strecke 42 sm mit Strömung gegen uns und wenig Wind nicht in einem Tag zu schaffen ist. Wir planen um nach Sancti Petri.
11.15 Uhr abgelegt – kaum Wind – motoren
14.30 Uhr Fock und Besan und Motor 6kn Wind noch 12 sm
15.30 Uhr Motor aus – alle Segel oben 4 kn Speed. Sandra wollte Hörbuch hören, aber da es jetzt so schön ruhig ist verzichtet sie darauf.
16.40 Uhr Motor an, um in den Hafen zu fahren. Erstmal an einem Steg festgemacht. Von dort wurden wir zu einer Boje geschickt. Sabine musste mit dem Mariniero an Land fahren um die Formalitäten zu erledigen. Kosten für Boje 13.30 €
Mittwoch, 29.09.2010 Alcaidesa – Barbate (33 sm)
8.00 Uhr, 3 h vor Hochwasser, wir legen ab – leider steht noch Westwind, sollte eigentlich heute Morgen um 5.00 Uhr auf E drehen und mit 15 kn blasen. Wir biegen in die Straße von Gibraltar ein, sollen auf Anraten einiger Segler, dicht unter Land segeln, was ist dicht unter Land? Obwohl wir mit dem ablaufenden Wasser (Ebbe und Flut) um diese Uhrzeit eigentlich Richtung Westen Strömung haben sollten, steht uns Strom von 1,5 kn gegen an. Ich gehe mehr Richtung Land. Etwa ½ - 1 sm parallel zur Küste ist ein Streifen kabbeliges Wasser, ca 10 m breit, sehr auffälligwir segeln durch und haben dahinter Strömung mit uns, toll, jetzt weis ich was er mit dicht unter Land gemeint hat.
12.00 Uhr wir passieren den südlichsten Festlandpunkt Europas – Tarifia.
13.45 Uhr Kaffeezeit, die Fock ist ausgebaumt Wind 5 kn Speed 2 kn noch 8 sm bis Barbate
17.00 Uhr Ankunft. Neben uns legt eine Holzketch an. Einige sehr wortkarge Spanier, man ist auch sehr reserviert als ich beim Anlegen helfe, nimmt aber die Hilfe an. Kurz nach der Ankunft werden dann einige Seesäcke von Bord gebracht und am Abend ist die Polizei an Bord. Wo die wohl herkommen? Was wohl in den Seesäcken war? Marokko ist nicht weit, wir haben gehört, dass hier viel Geschäft mit Rauschgift ist.
19.00 Uhr Wir gehen in die Stadt, eine Geisterstadt – an der Promenade sind die Cafes und Restaurant geschlossen. Hier scheint nur im Juli und August etwas los zu sein, wenn hier überhaupt was los ist. Das Einzige, was schön anzusehen ist, sind die Einheimischen, sie bevölkern die Straßen mit Kind und Kegel. Ansonsten bietet der Ort nichts. Komische Gegend, ganz anders als alles was wir bisher in Spanien gesehen haben.
Dienstag, 28.09.2010 Alcaidesa
Wir müssen unseren Proviant auffüllen, haben nur 2 Fahrräder, wollen aber alle 3 sehen welche Leckeren Sachen wir unbedingt an Bord haben sollten und so machen wir eine Fahrrad Staffel, einer ist immer am Laufen, die beiden anderen fahren jeweils einige 100 m, einer lässt dann sein Rad stehen und läuft selber weiter, der letzte laufende nimmt das stehende Rad holt den voraus Laufenden und den ersten ein und lässt dann nach wieder einigen 100 m das Rad wieder stehen und so weiter. Die spanischen 3 km bis zum Supermarkt Lidl sind allerdings etwas weiter wie unsere Deutschen 3 km, kurz um, der Weg ist brecht weit. Der Einkauf ist immer eine tolle Sache, Preise vergleichen, man hätte gerne, verzichtet aber, zu teuer usw. am Ende ist der Wagen aber immer voll und immer mit mindestens 50 % Sonderangeboten, hab ich früher nie gemacht, hab immer gekauft was ich brauchte bzw. haben wollte, hab nie auf den Preis, natürlich mit Einschränkung, gesehen. Neue Erfahrung, Gute Erfahrung? Wie auch immer, auch hier ist der Wagen voll und ich belade das Fahrrad. Sandra und Sabine wollen mit dem Bus fahren, sie klappen das eine Rad zusammen und die paaaaar Einkaufe, die ich nicht auf mein Rad packen konnte. Das ist mir zu blöd, ich fahre los, hab anscheinend fasst alle Einkäufe auf meinem Rad, auch ne ganz schön lange Strecke, bin aber bald wieder zuhause auf der Sturmvogel, Sabine und Sandra kommen nach 20 Minuten mit dem kleinen Rest. Alles wird fachmännisch, seemännisch verstaut. Die Schweizer Philipp und Sandra von der Segelyacht Ulani, die wir in Fuengirola kennen gelernt haben besuchen uns und wir haben einen sehr typischen Sun Downer auf der Sturmvogel. Die beiden werden wir sicherlich noch öfters treffen, die beiden wollen auch in die Karibik.
Montag, 27.09.2010 Alcaidesa
Gibraltar und Affenfelsen muss natürlich besichtigt werden. Wir lassen uns mit der Seilbahn (Schweizer Fabrikat) auf den Affenfelsen bringen, sehen uns die Affen an, bzw. lassen uns von den Affen ansehen und machen dann zu Fuß den Abstieg, vorbei an dem Sockel des Herkules, ein wunderschöner Weg, wenn man von den 4 h Abstieg absieht. Wir können Marokko sehen und die Straße von Gibraltar mit den unzähligen Handelsschiffen, die Bucht mit ihren vielen ankernden und wartenden Schiffen liegt direkt vor uns im blauen Meer. Zurück in der Stadt Gibraltar gehen die Damen der Schöpfung in jedes Geschäft, das mit Schuhen und Stoffen auch nur entfernt was zu tun hat und es gibt fast nur solche Geschäfte, gekauft wird nichts, lediglich eine Flasche Asbach, die hat aber nicht mit Schuhen und Stoffen zu tun, die hat mit meiner Sehnsucht an Zuhause zu tun, der schwarze vom E fehlt mir immer mehr.
Sonntag, 26.09.2010 La Duquesa – Alcaidesa (La Linea bei Gibraltar)
In der Nacht ist der kleine Radarreflektor aufs Deck gefallen, wurde von den Kroaten nur mit Klebeband befestigt. Ist nicht so tragisch, da wir sowieso in Kilada eine bessere große (wird meistens nur von Engländern gefahren) haben anbringen lassen. Vor Gibralta haben wir 30 kn Wind und sehr böig bis 40 kn. Wir kämpfen uns bis zum Cap de Gata vor und Motoren dann in die geschützte Bucht von Gibraltar. Wir legen in der vollkommen neuen Marina direkt hinter der Flugzeug Start und Landebahn von Gibraltar an und sind froh um das Cap rum u sein. Die Marina ist auf Spanischen Boden und so sind die Formalitäten mit Ein- und Ausklarieren nicht erforderlich Abends machen wir einen kleinen Stadtbummel und sehen uns in einer typischen Tapas Bar Stierkampf im Fernsehen an. Später auf der Sturmvogel, Night Cup und anschließend in die Kojen
Samstag, 25.09.2010 Marina Marbella – La Duquesa (25 sm)
Kreuzen bei 15 -25 kn Wind – Sandra hat sich daran gewöhnt. Ihre Angst ist verflogen.
Freitag, 24.09.2010 Fuengirola – Marina Puerto Deportivo Maritimo Marbella (20 sm)
Wir legen um 11 Uhr ab, es ist sonnig – leichter Wind und Sandra ist begeistert von der Technik des Segelns bis zu dem Moment, in dem der Wind innrehalb von 2 Minuten von 5 auf 20 kn ansteigt. Die Schwimmwesten werden ausgepackt und es ist ziemlich Schräglage. Gerd hat gestern gesagt, segeln ist easy, Gedanken muss man sich erst machen, wenn tagsüber gesagt wird, dass die Schwimmwesten angelegt werden sollen. Nach einer halben Stunde heftigen Windes, schläft er wieder ein, wie er gekommen ist, nur noch 10 kn Wind und nach einer weiter Stunde nur noch leichtes wehen. Motoren wir halt zur Marina Puerto Deportivo Maritimo Marbella. Diese Marina ist wesentlich günstiger und bietet alles was benötigt wird. Abends Stadtbummel und Tapas-essen Sandra wird verdonnert Fisch zu essen.
Donnerstag, 23.09.2010 Fuengirola
Eine Besichtigung Malagas wollten wir nicht versäumen. Wir fahren mit dem Zug nach Malaga und besichtigen bei strömendem Regen die Markthalle. Der Regen lässt nach und wir besichtigen die Kathedrale und führen Sandra in das Tapas essen ein. Abends wird der Spargel, den wir in der Markthalle günstig (wesentlich billiger wie zuhause) erstanden haben mit einer leckeren Sous Hollandeis, die Sandra zubereitet, gegessen.
Mittwoch, 22.09.2010 Fuengirola
Leider ist heute schon der Abreisetag unserer Freunde aus Wißmar und Ankunftstag für Sandra. Morgens machen die Mädels noch einen ausgedehnten Stadtbummel, anschließend fahren Volker, Werni und Sabine mit dem Zug zum Flughafen um den bestellten Mietwagen abzuholen, nach 1 ½ Std. wird Europcar endlich gefunden und dank eines Temperamentausbruch von Volker werden auch die Formalitäten direkt am Schalter abgewickelt und der bestellte Wagen zu Verfügung gestellt. Volker und Werni fahren zurück nach Fuengirola und Sabine wartet noch 2 Std bis Sandra endlich durch den Ausgang kommt, um dann gerade noch rechtzeitig den Zug zurück nach Fuengirola zu bekommen. Bettina, Sabine Werni und Volker bringen inzwischen Ihre Sachen zu Ihrem Hotel, in dem sie noch eine Woche Landurlaub machen und kommen abends noch mal zurück um mit uns gemeinsam im Restaurant „Kudamm“ deutsch zu essen. Solche großen Schnitzel habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Wie immer ist dann der Abschied schwer, die 4 fahren in ihr Hotel und Sandra, Sabine und ich gehen Nachhause auf die Sturmvogel. War eine schöne und lustige Woche für uns.
Dienstag, 21.09.2010 Jose Banus – Fuengirola (25 sm)
Das Abgeben der Schlüssel tat sich schwer an (wie erwartet), der Schlüssel musste nicht an der Tankstelle abgegeben werden, in der wir ihn erhalten hatten, sondern im Marina-Büro und dazu war ein Marsch von ca. 2 km notwendig. Heute kommt der Wind??? natürlich von vorne und die Bootsmannschaft kam nicht zur Ruhe, es wurde gekreuzt, was die Winschen und Muskeln hergaben, es wurde ein langer Törn. Abends um 18.00 Uhr legen wir an und gönnen uns ein gutes Essen bei einem kleinen Italiener, danach kleiner Absacker auf dem Boot und alle fallen in die Kojen.
Montag,20.09.2010 Marina Marbella – Jose Banus (Marbella) (7 sm)
Noch vor dem Aufstehen der Gäste und Sabine zog Gerd mit dem Klapprad los um eine neue Gasflasche zu besorgen. Der freundliche Mariniero hat ihm auf spanisch erklärt wo man eventuell Gas bekommen kann und was soll ich sagen, nach 1 ½ h kam er mit einer neuen Flasche einschließlich neuem Gasregler zurück. An bestimmten Plätzen in der Stadt stehen LKW mit Gasflaschen und tauschen alt gegen neu, allerdings half alles reden in Deutsch, Italienisch, Griechisch und Suaheli nichts (Gerd war in diesem speziellen Fall der Spanischen Sprache nicht mächtig) und er musste die Flasche ebenfalls kaufen, auch mit dem mit gebrachten Gasregler konnte der Gasverkäufer nichts anfangen und verwies an ein Geschäft direkt um die Ecke, ca, 4 km entfernt, und hier verkaufte mir der nette Verkäufer, der ebenfalls fließend Spanisch sprach gerne einen dieser neuen speziellen Regler. Na, ja hauptsächlich wieder Gas zum kochen und Kuchenbacken. Die EU ist im Bereich Gasflaschen eben noch nicht so gut organisiert. Vor dem Ablegen installiert unser Bootselektriker Werni den neuen 220 V Schalter für den Wasser Boiler und wir sind glücklich, Gerd kommt halt aus der mechanischen Ecke und hat es nicht so mit der Elektrik. Bei 12 kn Wind legen wir dann endlich ab und haben einen schönen Segeltag. Abends laufen wir dann in die Nobelmarina von Marbella ein und uns verschlägt es fast die Sprache als wir den Preis von 109,00 € für eine Nacht hören, nach einer kurzen Beratung entscheiden wir, dass wir trotzdem für diese Nacht bleiben, denn wer hat denn schon mal an einer Pier gelegen, an dem direkt nebenan eine Motoryacht für ca. 20. Millionen und davor ein roter Ferrari, leider ohne Schlüssel, steht. Der alte Macho von Mariniero (Bootsboy) hat unsere Damen sehr verärgert, denn zum zuwerfen der Festmacherleine hat er ausdrücklich einen Herrn verlangt, na ja die Damen hatten ja auch genug mit der Muringleine (vordere Festmacherleine die mitten im Hafenbecken verankert ist) zu tun, alle drei waren mit vollem Körpereinsatz dabei und die Anweisung „nicht loslassen“ wurde wörtlich genommen, Bettina folgte den Anweisungen und ließ nicht los, zum Schluss hing sie mit den Händen die Leine haltend während Sabine und Sabine Ihre Beine nicht losließen in der Luft und konnte erst wieder durch den Einsatz des männlichen Geschlechtes geborgen werden, tolle Szene, ging aber sonst alles perfekt. Die Key-Card die wir beim Einchecken bekamen, gab uns nicht die Möglichkeit die ca. 1 km entfernte Dusche zu benutzen, aber den Schlagbaum durch den wir den Ferrari gerne mal gefahren hätten, war damit leicht zu bedienen. Nach ca. 1 Std suchen haben wir dann von dem sehr, sehr, sehr netten Mariniero, für einen Pfand von 75 EUR doch noch den Duschschlüssel bekommen, ließen wegen der großen Entfernung aber das Duschen ausfallen und haben lieber weiter gestunken, man ist ja unter sich. Die Restaurant waren super teuer und hatten auch kein Rippchen mit Kraut oder Schnitzel, sondern meisten nur Schalentiere und so haben unsere Bootsfrauen, nach eingehender Beratung, Pellkartoffeln und Quark zubereitet, mit allen nur erdenklichen Gewürzen, was das Boot eben so hergibt, hat sehr lecker geschmeckt. Unsere Smutje-Damen Team, hat sich nicht an das alte Sprichwort, viele Köche verderben den Brei, gehalten, wahrscheinlich sind mit Köche auch nur Männer gemeint. Lediglich dürfte das Nachkochen etwas schwierig werden, denn keiner weiß. Unbestritten bleibt, dass Gericht war genial und reichlich. Die Marina war die bisher teuerste und schlechteste in der wir übernachtet haben. (Ausnahme Olympic Marina bei Athen / Griechenland).
Beim anschließenden Yum Yum Turnier ging die gute Stimmung in der schlechten Marina weiter und kam zum Höhepunkt als Volki auf Kiemenatmung umstellen musste um die miserablen Vorlage seines Teamkollegen Werni auszugleichen.
von awinter
um
15:46
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