Logbuch
Mittwoch, 28. September 2011

Dienstag, 28.09.2011

 

Z. Z. sind wir noch in Deutschlang. Wir planen am 14.11.2011 nach Trinidad zu fliegen und unser Boot wieder flott zu machen. Wir freuen uns auf die vor uns liegende Zeit. Hier zu Hause ist noch einiges zu tun z. B. Hecke scheiden, Flug buchen, Koffer packen (nicht mehr als 20 kg), das wird schwierig.

 
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Donnerstag, 26. Mai 2011

Wir haben z. Z. Probleme mit unserem Computer, er faehrt nicht mehr hoch. Aber wir wollen Euch wenigstens informieren, dass wir im Juni nach Hause kommen und dann versuchen die Webseite wieder auf den neuesten Stand zu bringen.

 
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Dienstag, 5. April 2011

Donnerstag, 31.03.2011 Fort de France

Wir machen einen kleinen Stadtbummel durch den sehenswerten Ort, andere Segler sagen allerdings hier wäre total tote Hose.

Mittwoch, 30.03.2011 Martinique G. Anse d´Arlet – Martininique Fort de France

Gerd zieht das defekte Kabel aus dem Kabelkanal und gleich ein neues 2 Adriges mit ein, damit er eventuell später einen Beleuchtung für das Heck setzen kann. Beim durchprüfen hat er ein zweites Kabel gefunden, dass vorher zur Heizung gehörte und auch bereits an 12 V angeschlossen ist, dieses Kabel nutzt er dann für den Pinnenpilot. Nachdem alles verklemmt und die Kabelreste und Werkzeuge wieder weggeräumt sind, segeln wir um 12 Uhr Anker auf , nach Fort de France.

Um 15.00 Uhr fällt der Anker und wir machen uns direkt auf den Weg in die Stadt, um ein Internetcafe zu finden in dem Sandra ihre Hausarbeit nach Gießen schicken kann. Was es heute alles gibt!!!!

Anschließend werden die ersten Lebensmittel für die nächsten Wochen gebunkert.

Abends zaubert Sabine einen leckeren Auflauf.

Dienstag, 29.03.2011 Martinique S. Anne – Martinique G. Anse dÁrlet 15 sm

10.30 Uhr Gerd möchte unbedingt weiter (hat sich bei Sandras Besuch um eine Woche vertan), aber schon beim Anker auf, gießt es wieder wie im Tropenwald.

Beim Test des Pinnenpilot stellen wir fest, dass kein Strom ankommt, obwohl mit dem Multimeter 12 V gemessen wurde, irgendwo scheint eine Bruchstelle oder ein unsicherer Kontakt zu sein, der nicht genügend Power durchlässt. Muss später untersucht werden und wird unter Kleinigkeiten abgelegt.

13.45 Uhr wir sehen einige Delphine, die aber anscheinend nicht an Sandra interessiert sind und uns nur 2 – 3 Minuten begleiten. Leider nur ein kurzer Besuch

15.00 Uhr, der Anker fällt in einer schönen Bucht vor Fort de France. Das Wasser ist Kristall klar und das Suchen nach dem Anker ist für den Skipper nicht sehr schwierig, er liegt auf 8 m, hat sich satt im Sand eingegraben und ist leicht schon aus 20 m zu sehen.

Montag, 28.03.2011 S. Anne

Geburtstag von Sabine.

Frank hat heute die Fliege gemacht und ist nach St. Lucia, mit den besten Grüßen für unsre Freunde Pauli, Erika und Heinz, gesegelt. Er hat sich keinen guten Tag ausgesucht, denn es regnet den ganzen Tag wie aus Eimern.

Nachmittags bekommen wir Besuch von Sophie und Feit, die mit dem Gasherd (die beiden haben unseren Gasherd auf Cran Canaria bekommen)

Sabine hat Geburtstag und wird von Gerd und Sandra mal so richtig in das Pailla Coco ausgeführt. Unser Resümee zu dem Essen drückt allerdings aus, dass Sabine besser kocht und es auf der Sturmvogel einfach besser schmeckt, trotzdem war der Abend sehr nett.

Sonntag, 27.03.2011 S. Anne

Erika und Reini von der Nora hatten uns von einem wunderschönen Wanderweg entlang der Küste gemailt, der in Salines, der  angeblich schönsten Bucht von Martinique endet und so machen wir uns heute auf den Weg, um auf Ihren Spuren zu wandeln.  Frank hat auch Wanderbedarf und schließt sich uns an. Wir starten um 11 Uhr, das Wetter ist sehr heiß, ohne Hut, T-Shirt  und Sonnenbrille tut man sich hier nichts Gutes. Der schmale Weg führt uns über einigen Stränden, durch Mangroven und verwilderte Waldstücke, in denen der komplette Waldboden zu leben scheint. Überall wohin man schaut, sind dunkle, Handflächengroße Krabben mit leuchtend rotem Punkt auf dem Rücken. Wenn die Krabben uns bemerken, bauen sie sich drohend mit gespreizten Scheren auf, um im nächsten Moment wie wild die Flucht zu ergreifen. Sandra ist begeistert!!!!!

Gegen 14 Uhr kommen wir fast verdorrt, endlich an einem kleinen Strandlokal (eher einer Strandhütte) vorbei  und genehmigen uns einen erfrischenden Drink. Der Besitzer spricht deutsch, er war als Tänzer mit einer Gruppe in Deutschland unterwegs. Nachdem wir uns ausgeruht haben geht es weiter und wir erreichen nach einer weiteren Stunde endlich den Strand von Salines. Sieht wirklich aus wie im Bilderbuch.

Einige Einheimische bieten Fisch, Hühnchen, Spar Rips und jedem Menge kalter Getränke an. Wir haben Hunger und Durst nach der Wanderung suchen uns die einfachste Hütte aus, die sich als die richtige Wahl herausstellt. Gerd und Frank essen Fisch satt und die beiden Frauen teilen sich ein Spar Rip, schmeckt lecker. Nachdem wir unser Bier ausgetrunken haben machen wir uns auf den Heimweg über die Landstraße und nachdem wir den Finger gehoben haben werden wir auch gerne mitgenommen. Wir sind nun in einer ¼ Stunde zuhause und lassen den Abend in der Plicht der Sturmvogel ausklingen. Wunderbarer Tag, allerdings sehr anstrengend bei der Hitze.

Samstag, 26.03.2011 Le Marin – S. Anne

9.30 Uhr Anker auf. Bei strömendem Regen verlegen wir das Boot wieder nach S. Anne. Frank fährt uns hinterher und wir finden einen schönen Ankerplatz direkt vor dem Dorf nicht weit vom Dingisteg. Zusammen mit Frank machen wir einen Landgang und besuchen den kleinen Markt, der zwar nicht al zu viel hergibt, der aber sehr hübsch anzusehen ist. Mit ein paar Tomaten und einer Gurke unter dem Arm machen wir uns wieder auf den Rückweg. Zwischen Strand und Bäckerei ist das Lokal „Pailla Coco“, Sandra möchte in das Internet und Pailla Coco hat ein WiFi-Netz und so nehmen wir noch einen Trink und Sandra kann Ihre Mails bearbeiten. Ich komme nicht in das Netz, was wird da nun schon wieder los sein.

Mit Frank verabreden wir uns Abends zum Domino Spiel und haben abends viel Spaß.

Freitag, 25.03.2011 Martinique S. Anne – Le Marin 2 sm

10.30 Uhr, wir motoren nach Le Marin, um einzuklarieren und einzukaufen und kommen an der Ketch von Feit und Sophie vorbei, die wir im November letzten Jahres, in Las Palmas das letzte mal getroffen haben und die nun mit unserem alten Gas Herd kochen und nun hier vor S. Anna liegen. Die beiden müssen wir nach dem Einkaufen unbedingt besuchen

 Als wir den Anker vor Le Marin fallen lassen, liegt die Tralafiti von Frank und Christel direkt neben uns. Die beiden haben wir zuletzt in Sal und davor in Puerto Mogan getroffen. Leider ist niemand an Board.

Nachdem wir einkaufen waren und unser Vorräte verstaut haben, kommt Frank um 17.00 Uhr mit seinem Dingi längsseits und endlich können wir nun ein Bier Trinken, denn Besuch ist an Bord. Frank hat seine Frau Christel zum Flughafen gebracht – schade und muss sich nun alleine durchschlagen, es gibt viel zu erzählen und wir sitzen bis spät in die Nacht. Frank wollte eigentlich morgen Richtung St. Lucia, bleibt aber nun noch ein, zwei Tage bei uns und wird morgen mit in die Bucht s. Anna fahren.

Donnerstag, 24.03.2011 St. Lucia – Martinique (S.Anne) 23 sm

10.00 Uhr gehen wir Anker auf und nehmen Kurs auf Le Marin in Martiniquw, der Wind bläst mit 15 bis 24 kn leider aus etwas zu nördlich Richtung und so müssen wir hat am Wind Segeln und die letzten 5 sm aufkreuzen um an einen schönen Ankerplatz vor S. Anne um 17 Uhr den Anker fallen zu lassen.

War heute ein schöner Segeltag, wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgend was nicht halten könnte, nur an Gerhard, unserem Windpilot, hat sich anscheinend bei einer der Wenden die Verzahnung des Pendelruders verstellt und der Feststeller gelöst.

Wir beschließen den Abend mit Nudel und Tomatensause.

Mittwoch,23.03.2011

Sabine klariert im Customer Büro aus und wir machen einen kurzen Probeschlag aus der Bucht. Bisher funktioniert alles. Wir versuchen dann in der Bucht zu ankern, nachdem der Abker aber nicht so richtig halten will, entscheiden wir um und gehen  in der vor Anker. Nachmittags bekommen wir Besuch von SY Aspasia 2, Susi und Ingolf. Die beiden kommen auch aus Griechenland und wollen in 2012 durch den Panamakanal.

Abends nehmen wir dann von unseren deutschen und schweizer Freunden Abschied im „Ratzmadaz“ beim Happy Hour, um anschließend bei Erika und Pauli noch zu versumpfen.

Dienstag, 22.03.2011

Die Jungs von DSL-Yachting sind heute hoffentlich das letztes Mal an Bord. Das Rig wird fertig gestellt, gespannt und die Dreifarbenlaterne am Masttop befestigt. Wenn wir in 3 Wochen vom geplanten Törn nach Domenica zurück sind, soll alles noch mal nachgesehen und gegebenenfalls nachgestellt werden.

Die Mädels gehen duschen, wer weiß, wann das das wieder möglich ist.

Montag, 21.03.2011

Das Dingi, dass wir die letzten Wochen nicht aus dem Wasser ziehen konnten, wird auf dem Steg gereinigt. Unglaublich was sich da so alles am Bootsboden ansammelt, Muscheln, Algen und undefinierbarer Schleim. Das alles in einen Topf, kurz aufgekocht, dürfte eine hervorragende Fisch und Muschelsuppe. Das Epoxi ist inzwischen auch steinhart geworden und die Restspalte können  nun mit Silikon und den Abdeckplatten abgedichtet werden. Da gerade mit Silikon gearbeitet wird ist auch die Abdichtung des Deckshausdaches angesagt, Gerd hat heute also wieder genügend zu tun.

Sonntag, 20.03.2011

Sabine hängt mit ihrem Schnupfen voll in den Seilen und kann heute nicht allzu viel bewirken.

Der Epoxi-Mann Elvis kommt kurz zu Kontrolle der noch offenen Pütting-Löcher und meint, dass alles nun trocken genug ist um die Löcher zu verschließen. Er dampft wieder ab und kommt nach 10 Minuten mit entsprechendem Material zurück, nach 20 Minuten ist er fertig. Nun müssen wir nur noch bis morgen warten bis das alles hart ist, anschließend kann ich mit Silikon die restlichen Spalten abdichten. Ansonsten ist heute Faulenzen angesagt.

Samstag, 19.03.2011

Morgens ist für die Damen Duschen angesagt. Vor allem Sandra benötigt nach dem gestrigen langen Tag eine Erfrischung um wieder unter den lebenden zu sein.

 Sabine hat sich irgend wo einen Schnupfen eingefangen und kann kaum aus den Augen gucken, aber sie ist tapfer und mit Einkaufen, Sundowner  und Grillen vergeht der Tag.

Freitag, 18.03.2011 St. Lucia Rodney Bay

Der Chef von DSL Yachting, Ulrich Meixner,  persönlich montiert den Baumniederholer, musste aber vorher den Schlitten im Baum ändern lassen, damit kein Spiel in der Aufnahme ist. Gerd zieht die, im Vorliek geänderte Fock, in die neue Rollanlage und testet den Aufroller, klappt prima. Es kann ja nicht sein das wir nur mit Katastrophen gesegnet sind.

Die Inspektionsöffnungen um die Püttings müssen mit Epoxid verschlossen werden, damit der Decksboden seine Steifigkeit behält, aber wie soll es sein, eine Stunde bevor der Epoxi-Mann kommt, regnet sich der Himmel mal so richtig kräftig aus und die Löcher sind zu feucht um sich mit dem Epoxid Material verbinden zu können, die Aktion muss halt verschoben werden.

Sabine hat Waschtag damit Sandra nicht in unserem Dunst erstickt und gleich etwas frischen Duft und Meerespriese in der Nase hat.

Sandra ist um 19:10 Uhr am Flughafen gekommen und steht bereits um 21 Uhr auf dem Marina-Gelände. Eine nette Gruppe Segler aus dem Stuttgarter Raum hat sich sehr nett um Sandra gekümmert und Ihr den letzten Platz im Großraumtaxi angeboten.

Nachdem Sandra sich ein wenig erholt hat, geht es mit dem Localbus direkt ab zum Yump up nach Gros Islet. Ein netter Rasta gesteht Sandra noch im Bus seine Liebe, verabschiedet sich aber nach der Ankunft dann doch recht schnell. Nach 2 – 4 Bier und jeweils einem Hühnerschenkel machen wir uns dann aber wieder auf den Weg zur Sturmvogel. Sandra ist müde und muss in die Koje.

Donnerstag, 17.03.2011

Zur Kontrolle hat Uli nochmals die Segellänge gemessen und uns zugesagt, dass ein Mitarbeiter der Werft die aufgestemmten Püttings mit Epoxi wieder verschließt und der Gutachter um 10.00 Uhr kommen würde um uns sein offizielles Ergebnis zu präsentieren. Der gute Mann kommt aber nicht.

Mittwoch, 16.03.2011

Gerd stemmt als erstes die Püttings frei und meint, dass alles in Ordnung ist und uns die Baustelle im Salon erspart bleibt. Der Sachverständige kommt später mit einem riesigen Vergrößerungsglas dazu, untersucht jedes einzelne Eisen und bestätigt, dass alles in Ordnung ist, wir atmen tief durch.

Bei der Untersuchung des Achterstag selber, stellt man noch fest, dass die Isolatoren des Achterstag nur Handfest angezogen waren und sich sicherlich im nächsten halber Jahr verabschiedet hätten. Der Achterstag selber wird komplett durchgeprüft, ist aber soweit o.k. In der vorderen unteren Halterung des Vorstag werden kleine Risse festgestellt, die aber nachgeschweißt werden können.

Die Nut zum einführen der Genua in die Rollanlage ist minimalst zu klein und nun muss auch noch die Fock geändert werden. Die Reparatur zieht sich durch die kleinen Hindernisse in die Länge.

Dienstag, 15.3.2011

Endlich soll es mit den Reparaturen los gehen. Für 13 Uhr sind wir an Steg J bestellt.

13.30 Uhr der Monteur geht auf dem Mast, kommt aber schnell wieder runter, denn nun hat er festgestellt, dass auch der Toggle vom Achterstag eingerissen ist und nur noch an 3 mm hängt, er gratuliert uns zu unserem Glück, denn wenn dieser Toggle ebenfalls gerissen wären und wir waren nicht weit davon entfernt, wäre uns der Baum nach vorne umgefallen. Es werden nun Leinen so gespannt, dass der Mast auch nach vorne hin abgesichert ist. Der Toggle des Achterstag ist genau der gleiche wie der vom Vorstag (der laut Gutachter eine Fehlkonstruktion ist) und Ijen von Water World hat zum Glück noch einen in seiner großen Schublade..

So groß das Glück ist das wir hatten, so groß ist natürlich auch der Unmut, den wir auf die Fachleute in Kroatien und Griechenland haben, es scheint kein Ende zu nehmen.

Die Arbeiten werden vorerst eingestellt und Uli Meixner kommt um 15 Uhr und sieht sich die Sache selber an. Nach all den Unzulänglichkeiten die von den Kroaten ignoriert wurden und uns bisher überrascht haben, wollen wir nun sicher sein, das alle denkbaren Bruchstellen kontrolliert werden und so sollen nun auch die Püttin Eisen freigelegt  und kontrolliert werden, sollten hier Schäden festgestellt werden, .  müssen sämtliche Schränke im Salon ausgebaut werden um an die Verankerung der Püttings zu kommen, das würde uns weitere 1 – 2 Monate an St. Lucia binden.

Was sind das nur alles für „Fachleute und Spezialisten“, die ohne das kleinste Verantwortungsbewustsein Rechnungen über Arbeiten stellen, die nie gemacht wurden und damit leichtfertig mit dem Leben ihrer gutgläubigen Kunden spielen, die glauben sich in guten Händen zu befinden und auch noch gerne für die fachlich hochwertige Spezialarbeit zahlen und mit gutem Gewissen in den nächsten Sturm segeln.

Wir haben die Schnauze mal wieder gestrichen voll, Sabine ist mit den Nerven vollkommen fertig und wir gehen erst mal zum Sundowner und lassen uns  von den Freunden überreden mit zum „Pizza Pizza“ zu gehen um uns dort bei einer leckeren Salami-Schinken wieder moralisch aufzubauen.

 

Mittwoch, 9.3.2011 St. Lucia bis auf weiteres

Der Alltag hat uns wieder eingeholt, wir gehen Einkaufen, machen Holzarbeiten, Essen, Trinken, Schlafen und treffen Leute.

Dienstag, 8.3.2011 Trinidad – St. Lucia

Unser heutige Termin ist bereits um 6.00 Uhr morgens. Wir werden mit dem Bus von Jacki James  abgeholt und in die Stadt zu einer Tribüne gebracht.

Einige Nachtschwärmer sind noch und die meisten sind schon unterwegs. Viele haben in der Nacht an einem Spektakel teilgenommen, bei dem man sich mit Schlamm und Farbe bewirft und seine Freude daran hat, wir sehen viele, die total verschmiert und verspritzt sind und sich wie schon gestern im Takt der lauten Musik, die einen bereits einhüllt, die Straße entlang schieben.

Gegen 10 Uhr geht es dann los. Vor unserer Tribüne sind einige Honoren, die anscheinend den jeweiligen Auftritt der Gruppen bewerten. In gewissen Abständen werden die einzelnen Gruppen zur Tribüne vorgelassen um dort dem Publikum Ihre Pracht und ihre Ausgelassenheit zu zeigen, jede der Gruppen hat einen eigenen LKW auf dem die riesigen Boxenberge stehen um anscheinend ganz Trinidad zu beschallen. Ich habe mir Ohrenstopfen in meine Lauscher gearbeitet, die aber keinen Effekt zu haben scheinen, die Musik spürt man einfach am ganzen Körper. Ob das gut oder schlecht ist sollen andere beurteilen, wir denken, man sollte es mal erlebt haben um zu urteilen.

So ziehen die Gruppen ohne Ende an uns vorbei, manche Gruppen scheinen aus bis zu 1000 Leuten zu bestehen, Farben wohin man sieht.  Philippe und ich mischen uns unter das Volk um zu Fotografieren, bei den vielen schönen Körpern, ist es sinnvoll eine starke Sonnenbrille aufzuziehen, um sich die Augen nicht von der vielen nackten Haut zu verblitzen. Es ist anders als unsere Fastnacht, aber es ist ein tolles Erlebnis.

Um 16.00 Uhr holt uns das Taxi von Jacki James  ab und bringt uns zum Flughafen. Es ist aber doch etwas teuer, man sollte halt immer vorher den Preis ausmachen.

Gegen 21:30 kommen wir wieder in St. Lucia an und sind um 22 Uhr wieder auf der Sturmvogel, wir sind total kaputt, es waren anstrengende aber wunderschöne Tage.

Montag, 7.3.2011 Trinidad

Gegen 11 Uhr fahren wir mit dem Lokalbus in die Stadt, für den Bus ist kaum ein Durchkommen, hier ist schon der Teufel los, überall an den Straßen sind kleine Tribünen, Essens-und Getränkestände aufgebaut. Riesige LKW-Auflieger mit Beschallungsanlagen, die sich die Rolling Stones in Ihren besten Zeiten gewünscht hätten, hämmern den immer gleichen Rhythmus herunter, der einem die kompletten Innereien, das Zwerchfell und die Bauchdecke und eigentlich den ganzen Körper in Vibration versetzt. Auch Taube dürften an dieser Musik Ihren Spaß haben und dann sehen wir die ersten Gruppen in leuchtenden Farben stehen Menschen, die Menschen bewegen sich, wie ferngesteuert im Takt der Musik. Die Gruppen, manchmal über 200 Leute stark wechseln sich mit den unterschiedlichsten Farben ab, wenn wir fotografieren wollen machen sie gerne Pose und winken uns freundlich, begeistert zu. Wir ziehen den Zug entgegen, durch die Straßen und werden erschlagen von Musik und den begeisterten Menschen.

Nachmittag gegen 15 Uhr gehen wir in eines der vielen kleinen Kneipen und essen was leckeres, wir sind einfach nur platt, die Hitze und die Rhythmen setzen uns doch stark zu und so machen wir uns anschließend auf den Rückweg, denn Morgen haben wir noch mal einen, von Sandra und Philippe gebuchten Termin auf einer der vielen Tribünen.

Auf der Ulani lassen wir den Abend ausklingen und sind einfach nur geschafft.

Sonntag, 6.3.2011 Trinidad

Wir frühstücken sehr lecker und spät und fahren dann um 16.00 Uhr in die Arena nach Port of Spain. Bei dieser Veranstaltung die im Prinzip wie unsere Fremdensitzungen abläuft, allerdings auf einer überdimensionalen Bühne, werden die einzelnen Nummern wieder im Calypso vorgetragen, stellt für uns wieder ein Sprachproblem dar und so gehen wir vor die Arena und sehen uns die wartenden Gruppen an (im Prinzip wie bei uns in den unteren Räumen der Mehrzweckhalle). Hier sind die schönsten und größten Kostüme aufgebaut, die in Vorentscheidungen, wie bei einem Wettkampf, ausgewählt wurden. Wir können die Kostüme Fotografieren und mit den Leuten sprechen, die uns alle sehr freundlich entgegenkommen. Gegen 23 Uhr gehen wir zurück in die Arena und können die Kostüme unter Scheinwerferspielereien und mit heißen Samba Rhythmen bewundern. Ist schon sehr toll, aber auch etwas zu sehr kommerziell für meinen Geschmack.

Samstag, 5.3.2011 Trinidad

Für heute haben Philippe und Sandra nichts geplant, wir erkunden das Marinagelände und treffen im Supermarkt Gerhard, den wir schon St. Lucia kennen gelernt haben, wir trinken einen Kaffee zusammen und Gerhard erzählt uns von seinen zwischenzeitlichen Erlebnissen. Der Pool wird in Beschlag genommen und wir verbummeln den Tag.

 Abends wird vom Marina Hotel eine Happy Hour angeboten. Wir treffen uns mit den 4 Australiern dort und hören einem junger Bursche zu, der auf einem Öl-Fass Steel Band Musik macht, das Gefühl der Karibik kommt langsam über uns und wird durch die leckeren Drinks leicht verstärkt.

Freitag, 4.3.2011 St. Lucia – Trinidad

Eigentlich sollte alles bis Ende Februar fertig sein, so dass wir nach Trinidad zum Karneval segeln könnten, aber hier gehen die Uhren eben anders und die Teile haben sich erst für den 08.03. angesagt. Philippe und Sandra haben uns über das Karneval Wochenende eingeladen und wir nehmen gerne an, wenn es auch unsere Finanzen nicht so ganz zulassen. Wir fliegen heute mit LIAT vom Flughafen in Castries (5 km von uns entfernt) nach Trinidad. Vom Flughafen in Trinidad sind es 45 min bis zu unserem Treffpunkt im Hotel Normandie mitten in Port Spain. Der Taxifahrer ist genial, er lässt sich nicht von der Security abwimmeln und bringt uns direkt in das Hotellgelände bis 5 m vor die große Kalypso Veranstaltung, so haben wir 30 Trinidad Dollar gespart und treffen  Philippe, Sandra und mit 4 australischen Freunden in der Pause an der riesigen Theke und kommen sogar noch in den Genuss, in der ersten Reihe (normalerweise sitzt hier der Bürgermeister) neben unseren beiden Gastgebern sitzen zu können. Für den Kalypso sind unsere englisch Kenntnisse allerdings etwas schwach, wir haben zwar die Super Stars des Kalypso vor uns können aber keinem der politisch, sozialkritisch und auch teils lustigen Texte folgen. Die Veranstaltung war trotzdem ein Erlebnis. Die Veranstaltung ist gegen 23 Uhr zu Ende und wir fahren mit dem total überladenen Sammeltaxi zur Ulani in die Marina. Es gibt viel zu erzählen und so sitzen wir bis 3 Uhr in der Plicht und tauschen uns aus.

Mittwoch 9.2.2011 bis Donnerstag 03.03.2011 St. Lucia

Die Tage vergehen mit zähem warten und hoffen, dass endlich die neue Rollanlage kommt und das Rigg repariert werden kann. Wir verbringen die Tage mit Besuchen bei anderen oder als Gastgeber, wenn andere zu uns kommen. Gerd hat ein neues Arbeitsfeld gefunden, er schleift alle Holzteile in Per Plicht und streicht mit Klar-Lack, alles muss mindestens 5 mal gestrichen werden. Über das Ergebnis ist Gerd zumindest sehr zufrieden.

Dienstag, 8.2.2011 St. Lucia

Ständig treffen wir neue Segler, die uns zu Abschied immer eine Visitenkarte in die Hand drücken. Gerd macht sich endlich auch mal dran und hat dann auch ein sehr schönes Ergebnis, allerdings fehlt uns noch ein schönes Bild vom Sturmvogel, mit kompletter Besegelung, um die Visitenkarten perfekt zu haben, bis dahin ziert ein Delphin die Karte. Brigitte und Kurt vom Katamaran Casa Blanca haben uns heute zum Essen eingeladen, wir freuen uns wieder ein paar neue Segler kennenzulernen und haben dann auch einen schönen Abend.

Montag, 7.2.2011 St. Lucia

Heute bläst der Wind aus allen Rohren, aber unser Sturmvogel  liegt sicher am Anker. In einer kurzen Windpause fahren wir mit dem Dingi zum Supermarkt um unsere Vorräte aufzubessern.

Sonntag, 6.2.2011 St. Lucia

Der heutige Sonntag ist ein richtiger Sonntag, wir gehen in uns, denken nach und Faulenzen. Am Abend kommt Günter zum YUM spielen.

Samstag, 5.2.2011 St. Lucia

Das große Warten auf Nachrichten von Ulrich Meixner beginnt, damit wir endlich mit der Versicherung alles abklären können.

Na ja, heute ist halt Samstag, müssen wir uns eben bis Montag gedulden.

Freitag, 4.2.2011 St. Lucia

Das Impulsgestänge von Gerhard muss geschweißt werden und einige andere Stahlteile müssten gefertigt werden. Nach einigen Rückfragen wird Gerd zum „China-Man“ geschickt, der seine Freiluftwerkstatt auf dem Werftgelände hat und eigentlich alles, was mit Stahl, Edelstahl und sonstigem Metall zu tun hat, verarbeiten kann.

Nachmittags soll Gerd Karibik Dollar von der Bank holen, nachdem er brav  ½ Stunde  gewartet hat bis er am Schalter steht, wird er gleich wieder freundlich abgewiesen, da er seinen Personalausweis nicht vorlegen kann, also zurück zum Boot Personalausweis holen und erneut anstellen. Allerdings ist heute Freitag, nach 15 Uhr und alle Arbeiter holen in der Bank Ihren Monatslohn ab, die Schlange reicht bis vor das Bankgebäude und die Zeit bis Gerd in den Händen hält ist über 1 Stunde.

Esthi und Martin, Brigitte und Kurt (alles Schweizer) kommen zum Kaffee und wir haben viel Spaß und Ideen zum verbessern der Menschheit.

Abends sind wir mit Günter zum Jump Up im Kanal bei den Fischern verabredet, wir essen Einheimisches nicht sehr gut, aber dafür teuer und wenig, wir haben irgend wie den Eindruck, dass wir als Touris mehr bezahlen als die Einheimischen.

Donnerstag, 3.2.2011 St. Lucia

Heute ist die Reparatur der Reling auf dem Plan, ist zwar langwierig aber ansonsten kein großes Ding.

Mittwoch, 2.2.2011 St. Lucia

Die SY Nora hat sich heute nach Martinique verabschiedet.

Wir gehen zum Einkaufen und geben unsere Bestellung für die anstehenden Rigg-Arbeiten bei Ulrich Meixner ab.

Dienstag, 1.2.2011 St. Lucia

Heute steht sehr viel Schwell in die Bucht und es ist schon etwas ungemütlich.

Die restlichen Montagearbeiten an Gerhard werden ausgeführt und nun steht das Hilfsruder wie es sein soll, genau in der Flucht zum Kiel. Sabine gibt im UKW Funkgerät die SY Nora in die sogenannte Buddylist ein, so dass wir Nora direkt anfunken können.

Die Schweizer-Deutsche Karibikgemeinschaft geht heute zum „Holzbein“, ein kleines nettes Lokal im Naturpark, wir schließen uns an und lernen wieder einige nette neue Leute kennen die schon viele Jahre in der Karibik verbringen. Z.B. Charly, der schon 48 Mal den Atlantik überquert hat. Es wird sehr lustig, allerdings finden wir den Sturmvogel nicht auf Anhieb und müssen ein paar Ehrenrunden zwischen den vielen ankernden Segelyachten  drehen.

Montag, 31.1.2011 St. Lucia

8.00 Uhr Gerd bohrt ein Loch für Lüftungsschlauch und reist Sabine aus ihren Träumen, sie ist „sauer“.

Auf dem Plan steht heute die Korrektur der Fehlstellung von Gerhard, der Windsteueranlage. Damit die einzelnen abzubauenden Teile sich nicht nach unten ins Meer verabschieden können, werden Sie jeweils mit einen Leine gesichert, abgeschraubt und in das Cockpit gelegt. Bei der Demontage des Pendelruders verbiegt sich zum zweiten mal das Impulsgestänge und muss in den nächsten Tagen nachgeschweißt werden. Der Rest der De- und Montagearbeiten geht einfacher wie gedacht. Die Anweisungen von Herrn Förtmann (dem Hersteller der Steueranlage) sind sehr präzise und können leicht nachvollzogen werden.

Phillipe von der Ulani kommt noch kurz zum Abschied vorbei und wir hoffen, dass wir uns mal wieder in der Karibik oder sonst wo auf den Weltmeeren treffen.

Sonntag, 30.1.2011 St. Lucia

Heute ist Bootstag und wir rühren uns nicht vom Sturmvogel weg. Gerd sitzt am Computer, Sabine backt Kuchen und am Nachmittag kommen Reini und Erika zum Kaffee.

Zur Abwechslung spielen wir am Abend mal wieder Yum, Gerd ist platt und geht um 21.00 Uhr schlafen.

Samstag, 29.1.2011 St. Lucia

Um mal etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, fahren heute mit einem der vielen kleinen Sammelbuschen nach Castries auf den Mark. Der Markt ist sehenswert, es wird alles angeboten was man zum überleben benötigt, frisches Obst, Gemüse, Kokosnüsse, Gewürze, Kartoffel, Jam, Fisch, Fleisch und natürlich Hühner, lebendig oder bereits geschlachtet. Preiswert einkaufen geht allerdings anders, da müssten wir zurück nach Spanien.

Das Wasser soll im Nordteil der Bucht klarer sein und der Schwell ist dort nicht so stark, also verlegen wir uns und lernen die Schweizer Martin und Esther kennen. Schweizer sind in diesem Gebiet der Karibik stark vertreten.

Die SY Ulani liegt ebenfalls in diesem Bereich der Bucht, Sandras Bruder mit Freundin sind hier zu Besuch und wir werden spontan zum Essen eingeladen, was wir gerne annehmen. Wir sitzen abends noch lange bei den Ulani´s und verbessern die Welt..

Freitag, 28.1.2011 St. Lucia

Das Angebot für unsere Reparaturarbeiten ist nun endlich da, uns hat es fast von den Socken gehauen über 13.600,- US$, wir sind gespannt, was die Versicherung sagen wird. Wie jeden Freitag gehen wir zum Jump up nach Gros Islet, Gerhard aus Östereich, Erika und Reini schließen sich an. Die Sorge um die anstehenden Reparaturarbeiten werden mit Piton Bier ertränkt.

 
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Dienstag, 5. April 2011

Donnerstag, 31.03.2011 Fort de France

Wir machen einen kleinen Stadtbummel durch den unsere meinung nach sehenswerten Ort, aber man kann natürlich auch anderer Meinung sein.

Mittwoch, 30.03.2011 Martinique G. Anse d´Arlet – Martininique Fort de France

Gerd zieht das defekte Kabel durch den Kabelkanal und gleich ein weiteres neues Kabel mit ein, man weiß ja nie, für was man das mal benötigt, Ein 2. Kabel hat 12 V und kann für den Pinnenpilot genutzt werden. Nachdem alles verklemmt und wieder aufgeräumt ist, segeln wir um 12 Uhr NKER AUF NACH Fort de France.

Um 15.00 Uhr fällt der Anker und wir machen uns direkt auf den Weg in die Stadt um ein Internetcafe zu finden in dem Sandra ihre Hausarbeit nach Gießen schicken kann. Was es heute alles gibt!!!!

Anschließend werden die ersten Lebensmittel für die nächsten Wochen gebunkert.

Abends zaubert Sabine einen leckeren Auflauf.

Dienstag, 29.03.2011 Martinique S. Anne – Martinique G. Anse dÁrlet 15 sm

10.30 Uhr Gerd möchte unbedingt weiter (hat sich bei Sandras Besuch um eine Woche vertan), aber schon beim Anker auf, gießt es wieder wie im Tropenwald.

Beim Test des Pinnenpilot stellen wir fest, dass kein Strom ankommt, obwohl mit dem Multimeter 12 V gemessen werden, irgendwo scheint eine Bruchstelle oder en unsicherer Kontakt zu sein der nicht genügend Power durchlässt. Muss später untersucht werden und wird unter Kleinigkeiten abgelegt.

13.45 Uhr wir sehen einige Delphine, die aber anscheinend nicht an Sandra interessiert sind und uns nur 2 – 3 Minuten begleiten. Leider nur ein kurzer Besuch

15.00 Uhr, der Anker fällt in einer schönen Bucht vor Fort de France. Das Wasser ist Kristall klar und das Suchen nach dem Anker ist für den Skipper nicht sehr schwierig, er liegt auf 8 m, hat sich satt im Sand eingegraben und ist leicht schon aus 20 m zu sehen.

Montag, 28.03.2011 S. Anne

Geburtstag von Sabine.

Frank hat heute die Fliege gemacht und ist nach St. Lucia, mit den besten Grüßen für unsre Freunde Pauli, Erika und Heinz, gesegelt. Er hat sich keinen guten Tag ausgesucht, denn es regnet den ganzen Tag wie aus Eimern.

Nachmittags bekommen wir Besuch von Sophie und Feit, die mit dem Gasherd.

Sabine hat Geburtstag und wird von Gerd und Sandra mal so richtig in das Pailla Coco ausgeführt. Unser Resümee zu dem Essen drückt allerdings aus, dass Sabine besser kocht und es auf der Sturmvogel einfach besser schmeckt, trotzdem war der Abend sehr nett.

Sonntag, 27.03.2011 S. Anne

Erika und Reini von der Nora hatten uns von einem wunderschönen Wanderweg entlang der Küste gemailt, der in Salines , der  angeblich schönsten Bucht von Martinique, endet und so machen wir uns heute auf den Weg um auf Ihren Spuren zu wandeln.  Frank hat auch Wanderbedarf und schließt sich uns an. Wir starten um 11 Uhr, das Wetter ist sehr heiß, ohne Hut, T-Shirt  und Sonnenbrille tut man sich hier nichts Gutes. Der schmale Weg führt uns über einigen Stränden, durch Mangroven und verwilderte Waldstücke, in denen der komplette Waldboden zu leben scheint. Überall wohin man schaut, sind dunkle, Handflächengroße Krabben mit leuchtend rotem Punkt auf dem Rücken. Wenn die Krabben uns bemerken, bauen sie sich drohend mit gespreizten Scheren auf, um im nächsten Moment wie wild die Flucht zu ergreifen. Sandra ist begeistert!!!!!

Gegen 14 Uhr kommen wir fast verdorrt, endlich an einem kleinen Strandlokal (eher einer Strandhütte) vorbei  und genehmigen uns einen erfrischenden Drink. Der Besitzer spricht deutsch, er war als Tänzer mit einer Gruppe in Deutschland unterwegs. Nachdem wir uns ausgeruht haben geht es weiter und wir erreichen nach einer weiteren Stunde endlich den Strand von Salines. Sieht wirklich aus wie im Bilderbuch.

Einige Einheimische bieten Fisch, Hühnchen, Spar Rips und jedem Menge kalter Getränke an. Wir haben Hunger und Durst nach der Wanderung suchen uns die einfachste Hütte aus, die sich als die richtige Wahl herausstellt. Gerd und Frank essen Fisch satt und die beiden Frauen teilen sich ein Spar Rip, schmeckt lecker. Nachdem wir unser Bier ausgetrunken haben machen wir uns auf den Heimweg über die Landstraße und nachdem wir den Finger gehoben haben werden wir auch gerne mitgenommen. Wir sind nun in einer ¼ Stunde zuhause und lassen den Abend in der Plicht der Sturmvogel ausklingen. Wunderbarer Tag, allerdings sehr anstrengend bei der Hitze.

Samstag, 26.03.2011 Le Marin – S. Anne

9.30 Uhr Anker auf. Bei strömendem Regen verlegen wir das Boot wieder nach S. Anne. Frank fährt uns hinterher und wir finden einen schönen Ankerplatz direkt vor dem Dorf nicht weit vom Dingisteg. Zusammen mit Frank machen wir einen Landgang und besuchen den kleinen Markt, der zwar nicht al zu viel hergibt, der aber sehr hübsch anzusehen ist. Mit ein paar Tomaten und einer Gurke unter dem Arm machen wir uns wieder auf den Rückweg. Zwischen Strand und Bäckerei ist das Lokal „Pailla Coco“, Sandra möchte in das Internet und Pailla Coco hat ein WiFi-Netz und so nehmen wir noch einen Trink und Sandra kann Ihre Mails bearbeiten. Ich komme nicht in das Netz, was wird da nun schon wieder los sein.

Mit Frank verabreden wir uns Abends zum Domino Spiel und haben abends viel Spaß.

Freitag, 25.03.2011 Martinique S. Anne – Le Marin 2 sm

10.30 Uhr, wir motoren nach Le Marin, um einzuklarieren und einzukaufen und kommen an der Ketch von Feit und Sophie vorbei, die wir im November letzten Jahres, in Las Palmas das letzte mal getroffen haben und die nun mit unserem alten Gas Herd kochen und nun hier vor S. Anna liegen. Die beiden müssen wir nach dem Einkaufen unbedingt besuchen

 Als wir den Anker vor Le Marin fallen lassen, liegt die Tralafiti von Frank und Christel direkt neben uns. Die beiden haben wir zuletzt in Sal und davor in Puerto Mogan getroffen. Leider ist niemand an Board.

Nachdem wir einkaufen waren und unser Vorräte verstaut haben, kommt Frank um 17.00 Uhr mit seinem Dingi längsseits und endlich können wir nun ein Bier Trinken, denn Besuch ist an Bord. Frank hat seine Frau Christel zum Flughafen gebracht – schade und muss sich nun alleine durchschlagen, es gibt viel zu erzählen und wir sitzen bis spät in die Nacht. Frank wollte eigentlich morgen Richtung St. Lucia, bleibt aber nun noch ein, zwei Tage bei uns und wird morgen mit in die Bucht s. Anna fahren.

Donnerstag, 24.03.2011 St. Lucia – Martinique (S.Anne) 23 sm

10.00 Uhr gehen wir Anker auf und nehmen Kurs auf Le Marin in Martiniquw, der Wind bläst mit 15 bis 24 kn leider aus etwas zu nördlich Richtung und so müssen wir hat am Wind Segeln und die letzten 5 sm aufkreuzen um an einen schönen Ankerplatz vor S. Anne um 17 Uhr den Anker fallen zu lassen.

War heute ein schöner Segeltag, wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, dass irgend was nicht halten könnte, nur an Gerhard, unserem Windpilot, hat sich anscheinend bei einer der Wenden die Verzahnung des Pendelruders verstellt und der Feststeller gelöst.

Wir beschließen den Abend mit Nudel und Tomatensause.

Mittwoch,23.03.2011

Sabine klariert im Customer Büro aus und wir machen einen kurzen Probeschlag aus der Bucht. Bisher funktioniert alles. Wir versuchen dann in der Bucht zu ankern, nachdem der Abker aber nicht so richtig halten will, entscheiden wir um und gehen  in der vor Anker. Nachmittags bekommen wir Besuch von SY Aspasia 2, Susi und Ingolf. Die beiden kommen auch aus Griechenland und wollen in 2012 durch den Panamakanal.

Abends nehmen wir dann von unseren deutschen und schweizer Freunden Abschied im „Ratzmadaz“ beim Happy Hour, um anschließend bei Erika und Pauli noch zu versumpfen.

Dienstag, 22.03.2011

Die Jungs von DSL-Yachting sind heute hoffentlich das letztes Mal an Bord. Das Rig wird fertig gestellt, gespannt und die Dreifarbenlaterne am Masttop befestigt. Wenn wir in 3 Wochen vom geplanten Törn nach Domenica zurück sind, soll alles noch mal nachgesehen und gegebenenfalls nachgestellt werden.

Die Mädels gehen duschen, wer weiß, wann das das wieder möglich ist.

Montag, 21.03.2011

Das Dingi, dass wir die letzten Wochen nicht aus dem Wasser ziehen konnten, wird auf dem Steg gereinigt. Unglaublich was sich da so alles am Bootsboden ansammelt, Muscheln, Algen und undefinierbarer Schleim. Das alles in einen Topf, kurz aufgekocht, dürfte eine hervorragende Fisch und Muschelsuppe. Das Epoxi ist inzwischen auch steinhart geworden und die Restspalte können  nun mit Silikon und den Abdeckplatten abgedichtet werden. Da gerade mit Silikon gearbeitet wird ist auch die Abdichtung des Deckshausdaches angesagt, Gerd hat heute also wieder genügend zu tun.

Sonntag, 20.03.2011

Sabine hängt mit ihrem Schnupfen voll in den Seilen und kann heute nicht allzu viel bewirken.

Der Epoxi-Mann Elvis kommt kurz zu Kontrolle der noch offenen Pütting-Löcher und meint, dass alles nun trocken genug ist um die Löcher zu verschließen. Er dampft wieder ab und kommt nach 10 Minuten mit entsprechendem Material zurück, nach 20 Minuten ist er fertig. Nun müssen wir nur noch bis morgen warten bis das alles hart ist, anschließend kann ich mit Silikon die restlichen Spalten abdichten. Ansonsten ist heute Faulenzen angesagt.

Samstag, 19.03.2011

Morgens ist für die Damen Duschen angesagt. Vor allem Sandra benötigt nach dem gestrigen langen Tag eine Erfrischung um wieder unter den lebenden zu sein.

 Sabine hat sich irgend wo einen Schnupfen eingefangen und kann kaum aus den Augen gucken, aber sie ist tapfer und mit Einkaufen, Sundowner  und Grillen vergeht der Tag.

Freitag, 18.03.2011 St. Lucia Rodney Bay

Der Chef von DSL Yachting, Ulrich Meixner,  persönlich montiert den Baumniederholer, musste aber vorher den Schlitten im Baum ändern lassen, damit kein Spiel in der Aufnahme ist. Gerd zieht die, im Vorliek geänderte Fock, in die neue Rollanlage und testet den Aufroller, klappt prima. Es kann ja nicht sein das wir nur mit Katastrophen gesegnet sind.

Die Inspektionsöffnungen um die Püttings müssen mit Epoxid verschlossen werden, damit der Decksboden seine Steifigkeit behält, aber wie soll es sein, eine Stunde bevor der Epoxi-Mann kommt, regnet sich der Himmel mal so richtig kräftig aus und die Löcher sind zu feucht um sich mit dem Epoxid Material verbinden zu können, die Aktion muss halt verschoben werden.

Sabine hat Waschtag damit Sandra nicht in unserem Dunst erstickt und gleich etwas frischen Duft und Meerespriese in der Nase hat.

Sandra ist um 19:10 Uhr am Flughafen gekommen und steht bereits um 21 Uhr auf dem Marina-Gelände. Eine nette Gruppe Segler aus dem Stuttgarter Raum hat sich sehr nett um Sandra gekümmert und Ihr den letzten Platz im Großraumtaxi angeboten.

Nachdem Sandra sich ein wenig erholt hat, geht es mit dem Localbus direkt ab zum Yump up nach Gros Islet. Ein netter Rasta gesteht Sandra noch im Bus seine Liebe, verabschiedet sich aber nach der Ankunft dann doch recht schnell. Nach 2 – 4 Bier und jeweils einem Hühnerschenkel machen wir uns dann aber wieder auf den Weg zur Sturmvogel. Sandra ist müde und muss in die Koje.

Donnerstag, 17.03.2011

Zur Kontrolle hat Uli nochmals die Segellänge gemessen und uns zugesagt, dass ein Mitarbeiter der Werft die aufgestemmten Püttings mit Epoxi wieder verschließt und der Gutachter um 10.00 Uhr kommen würde um uns sein offizielles Ergebnis zu präsentieren. Der gute Mann kommt aber nicht.

Mittwoch, 16.03.2011

Gerd stemmt als erstes die Püttings frei und meint, dass alles in Ordnung ist und uns die Baustelle im Salon erspart bleibt. Der Sachverständige kommt später mit einem riesigen Vergrößerungsglas dazu, untersucht jedes einzelne Eisen und bestätigt, dass alles in Ordnung ist, wir atmen tief durch.

Bei der Untersuchung des Achterstag selber, stellt man noch fest, dass die Isolatoren des Achterstag nur Handfest angezogen waren und sich sicherlich im nächsten halber Jahr verabschiedet hätten. Der Achterstag selber wird komplett durchgeprüft, ist aber soweit o.k. In der vorderen unteren Halterung des Vorstag werden kleine Risse festgestellt, die aber nachgeschweißt werden können.

Die Nut zum einführen der Genua in die Rollanlage ist minimalst zu klein und nun muss auch noch die Fock geändert werden. Die Reparatur zieht sich durch die kleinen Hindernisse in die Länge.

Dienstag, 15.3.2011

Endlich soll es mit den Reparaturen los gehen. Für 13 Uhr sind wir an Steg J bestellt.

13.30 Uhr der Monteur geht auf dem Mast, kommt aber schnell wieder runter, denn nun hat er festgestellt, dass auch der Toggle vom Achterstag eingerissen ist und nur noch an 3 mm hängt, er gratuliert uns zu unserem Glück, denn wenn dieser Toggle ebenfalls gerissen wären und wir waren nicht weit davon entfernt, wäre uns der Baum nach vorne umgefallen. Es werden nun Leinen so gespannt, dass der Mast auch nach vorne hin abgesichert ist. Der Toggle des Achterstag ist genau der gleiche wie der vom Vorstag (der laut Gutachter eine Fehlkonstruktion ist) und Ijen von Water World hat zum Glück noch einen in seiner großen Schublade..

So groß das Glück ist das wir hatten, so groß ist natürlich auch der Unmut, den wir auf die Fachleute in Kroatien und Griechenland haben, es scheint kein Ende zu nehmen.

Die Arbeiten werden vorerst eingestellt und Uli Meixner kommt um 15 Uhr und sieht sich die Sache selber an. Nach all den Unzulänglichkeiten die von den Kroaten ignoriert wurden und uns bisher überrascht haben, wollen wir nun sicher sein, das alle denkbaren Bruchstellen kontrolliert werden und so sollen nun auch die Püttin Eisen freigelegt  und kontrolliert werden, sollten hier Schäden festgestellt werden, .  müssen sämtliche Schränke im Salon ausgebaut werden um an die Verankerung der Püttings zu kommen, das würde uns weitere 1 – 2 Monate an St. Lucia binden.

Was sind das nur alles für „Fachleute und Spezialisten“, die ohne das kleinste Verantwortungsbewustsein Rechnungen über Arbeiten stellen, die nie gemacht wurden und damit leichtfertig mit dem Leben ihrer gutgläubigen Kunden spielen, die glauben sich in guten Händen zu befinden und auch noch gerne für die fachlich hochwertige Spezialarbeit zahlen und mit gutem Gewissen in den nächsten Sturm segeln.

Wir haben die Schnauze mal wieder gestrichen voll, Sabine ist mit den Nerven vollkommen fertig und wir gehen erst mal zum Sundowner und lassen uns  von den Freunden überreden mit zum „Pizza Pizza“ zu gehen um uns dort bei einer leckeren Salami-Schinken wieder moralisch aufzubauen.

 

Mittwoch, 9.3.2011 St. Lucia bis auf weiteres

Der Alltag hat uns wieder eingeholt, wir gehen Einkaufen, machen Holzarbeiten, Essen, Trinken, Schlafen und treffen Leute.

Dienstag, 8.3.2011 Trinidad – St. Lucia

Unser heutige Termin ist bereits um 6.00 Uhr morgens. Wir werden mit dem Bus von Jacki James  abgeholt und in die Stadt zu einer Tribüne gebracht.

Einige Nachtschwärmer sind noch und die meisten sind schon unterwegs. Viele haben in der Nacht an einem Spektakel teilgenommen, bei dem man sich mit Schlamm und Farbe bewirft und seine Freude daran hat, wir sehen viele, die total verschmiert und verspritzt sind und sich wie schon gestern im Takt der lauten Musik, die einen bereits einhüllt, die Straße entlang schieben.

Gegen 10 Uhr geht es dann los. Vor unserer Tribüne sind einige Honoren, die anscheinend den jeweiligen Auftritt der Gruppen bewerten. In gewissen Abständen werden die einzelnen Gruppen zur Tribüne vorgelassen um dort dem Publikum Ihre Pracht und ihre Ausgelassenheit zu zeigen, jede der Gruppen hat einen eigenen LKW auf dem die riesigen Boxenberge stehen um anscheinend ganz Trinidad zu beschallen. Ich habe mir Ohrenstopfen in meine Lauscher gearbeitet, die aber keinen Effekt zu haben scheinen, die Musik spürt man einfach am ganzen Körper. Ob das gut oder schlecht ist sollen andere beurteilen, wir denken, man sollte es mal erlebt haben um zu urteilen.

So ziehen die Gruppen ohne Ende an uns vorbei, manche Gruppen scheinen aus bis zu 1000 Leuten zu bestehen, Farben wohin man sieht.  Philippe und ich mischen uns unter das Volk um zu Fotografieren, bei den vielen schönen Körpern, ist es sinnvoll eine starke Sonnenbrille aufzuziehen, um sich die Augen nicht von der vielen nackten Haut zu verblitzen. Es ist anders als unsere Fastnacht, aber es ist ein tolles Erlebnis.

Um 16.00 Uhr holt uns das Taxi von Jacki James  ab und bringt uns zum Flughafen. Es ist aber doch etwas teuer, man sollte halt immer vorher den Preis ausmachen.

Gegen 21:30 kommen wir wieder in St. Lucia an und sind um 22 Uhr wieder auf der Sturmvogel, wir sind total kaputt, es waren anstrengende aber wunderschöne Tage.

Montag, 7.3.2011 Trinidad

Gegen 11 Uhr fahren wir mit dem Lokalbus in die Stadt, für den Bus ist kaum ein Durchkommen, hier ist schon der Teufel los, überall an den Straßen sind kleine Tribünen, Essens-und Getränkestände aufgebaut. Riesige LKW-Auflieger mit Beschallungsanlagen, die sich die Rolling Stones in Ihren besten Zeiten gewünscht hätten, hämmern den immer gleichen Rhythmus herunter, der einem die kompletten Innereien, das Zwerchfell und die Bauchdecke und eigentlich den ganzen Körper in Vibration versetzt. Auch Taube dürften an dieser Musik Ihren Spaß haben und dann sehen wir die ersten Gruppen in leuchtenden Farben stehen Menschen, die Menschen bewegen sich, wie ferngesteuert im Takt der Musik. Die Gruppen, manchmal über 200 Leute stark wechseln sich mit den unterschiedlichsten Farben ab, wenn wir fotografieren wollen machen sie gerne Pose und winken uns freundlich, begeistert zu. Wir ziehen den Zug entgegen, durch die Straßen und werden erschlagen von Musik und den begeisterten Menschen.

Nachmittag gegen 15 Uhr gehen wir in eines der vielen kleinen Kneipen und essen was leckeres, wir sind einfach nur platt, die Hitze und die Rhythmen setzen uns doch stark zu und so machen wir uns anschließend auf den Rückweg, denn Morgen haben wir noch mal einen, von Sandra und Philippe gebuchten Termin auf einer der vielen Tribünen.

Auf der Ulani lassen wir den Abend ausklingen und sind einfach nur geschafft.

Sonntag, 6.3.2011 Trinidad

Wir frühstücken sehr lecker und spät und fahren dann um 16.00 Uhr in die Arena nach Port of Spain. Bei dieser Veranstaltung die im Prinzip wie unsere Fremdensitzungen abläuft, allerdings auf einer überdimensionalen Bühne, werden die einzelnen Nummern wieder im Calypso vorgetragen, stellt für uns wieder ein Sprachproblem dar und so gehen wir vor die Arena und sehen uns die wartenden Gruppen an (im Prinzip wie bei uns in den unteren Räumen der Mehrzweckhalle). Hier sind die schönsten und größten Kostüme aufgebaut, die in Vorentscheidungen, wie bei einem Wettkampf, ausgewählt wurden. Wir können die Kostüme Fotografieren und mit den Leuten sprechen, die uns alle sehr freundlich entgegenkommen. Gegen 23 Uhr gehen wir zurück in die Arena und können die Kostüme unter Scheinwerferspielereien und mit heißen Samba Rhythmen bewundern. Ist schon sehr toll, aber auch etwas zu sehr kommerziell für meinen Geschmack.

Samstag, 5.3.2011 Trinidad

Für heute haben Philippe und Sandra nichts geplant, wir erkunden das Marinagelände und treffen im Supermarkt Gerhard, den wir schon St. Lucia kennen gelernt haben, wir trinken einen Kaffee zusammen und Gerhard erzählt uns von seinen zwischenzeitlichen Erlebnissen. Der Pool wird in Beschlag genommen und wir verbummeln den Tag.

 Abends wird vom Marina Hotel eine Happy Hour angeboten. Wir treffen uns mit den 4 Australiern dort und hören einem junger Bursche zu, der auf einem Öl-Fass Steel Band Musik macht, das Gefühl der Karibik kommt langsam über uns und wird durch die leckeren Drinks leicht verstärkt.

Freitag, 4.3.2011 St. Lucia – Trinidad

Eigentlich sollte alles bis Ende Februar fertig sein, so dass wir nach Trinidad zum Karneval segeln könnten, aber hier gehen die Uhren eben anders und die Teile haben sich erst für den 08.03. angesagt. Philippe und Sandra haben uns über das Karneval Wochenende eingeladen und wir nehmen gerne an, wenn es auch unsere Finanzen nicht so ganz zulassen. Wir fliegen heute mit LIAT vom Flughafen in Castries (5 km von uns entfernt) nach Trinidad. Vom Flughafen in Trinidad sind es 45 min bis zu unserem Treffpunkt im Hotel Normandie mitten in Port Spain. Der Taxifahrer ist genial, er lässt sich nicht von der Security abwimmeln und bringt uns direkt in das Hotellgelände bis 5 m vor die große Kalypso Veranstaltung, so haben wir 30 Trinidad Dollar gespart und treffen  Philippe, Sandra und mit 4 australischen Freunden in der Pause an der riesigen Theke und kommen sogar noch in den Genuss, in der ersten Reihe (normalerweise sitzt hier der Bürgermeister) neben unseren beiden Gastgebern sitzen zu können. Für den Kalypso sind unsere englisch Kenntnisse allerdings etwas schwach, wir haben zwar die Super Stars des Kalypso vor uns können aber keinem der politisch, sozialkritisch und auch teils lustigen Texte folgen. Die Veranstaltung war trotzdem ein Erlebnis. Die Veranstaltung ist gegen 23 Uhr zu Ende und wir fahren mit dem total überladenen Sammeltaxi zur Ulani in die Marina. Es gibt viel zu erzählen und so sitzen wir bis 3 Uhr in der Plicht und tauschen uns aus.

Mittwoch 9.2.2011 bis Donnerstag 03.03.2011 St. Lucia

Die Tage vergehen mit zähem warten und hoffen, dass endlich die neue Rollanlage kommt und das Rigg repariert werden kann. Wir verbringen die Tage mit Besuchen bei anderen oder als Gastgeber, wenn andere zu uns kommen. Gerd hat ein neues Arbeitsfeld gefunden, er schleift alle Holzteile in Per Plicht und streicht mit Klar-Lack, alles muss mindestens 5 mal gestrichen werden. Über das Ergebnis ist Gerd zumindest sehr zufrieden.

Dienstag, 8.2.2011 St. Lucia

Ständig treffen wir neue Segler, die uns zu Abschied immer eine Visitenkarte in die Hand drücken. Gerd macht sich endlich auch mal dran und hat dann auch ein sehr schönes Ergebnis, allerdings fehlt uns noch ein schönes Bild vom Sturmvogel, mit kompletter Besegelung, um die Visitenkarten perfekt zu haben, bis dahin ziert ein Delphin die Karte. Brigitte und Kurt vom Katamaran Casa Blanca haben uns heute zum Essen eingeladen, wir freuen uns wieder ein paar neue Segler kennenzulernen und haben dann auch einen schönen Abend.

Montag, 7.2.2011 St. Lucia

Heute bläst der Wind aus allen Rohren, aber unser Sturmvogel  liegt sicher am Anker. In einer kurzen Windpause fahren wir mit dem Dingi zum Supermarkt um unsere Vorräte aufzubessern.

Sonntag, 6.2.2011 St. Lucia

Der heutige Sonntag ist ein richtiger Sonntag, wir gehen in uns, denken nach und Faulenzen. Am Abend kommt Günter zum YUM spielen.

Samstag, 5.2.2011 St. Lucia

Das große Warten auf Nachrichten von Ulrich Meixner beginnt, damit wir endlich mit der Versicherung alles abklären können.

Na ja, heute ist halt Samstag, müssen wir uns eben bis Montag gedulden.

Freitag, 4.2.2011 St. Lucia

Das Impulsgestänge von Gerhard muss geschweißt werden und einige andere Stahlteile müssten gefertigt werden. Nach einigen Rückfragen wird Gerd zum „China-Man“ geschickt, der seine Freiluftwerkstatt auf dem Werftgelände hat und eigentlich alles, was mit Stahl, Edelstahl und sonstigem Metall zu tun hat, verarbeiten kann.

Nachmittags soll Gerd Karibik Dollar von der Bank holen, nachdem er brav  ½ Stunde  gewartet hat bis er am Schalter steht, wird er gleich wieder freundlich abgewiesen, da er seinen Personalausweis nicht vorlegen kann, also zurück zum Boot Personalausweis holen und erneut anstellen. Allerdings ist heute Freitag, nach 15 Uhr und alle Arbeiter holen in der Bank Ihren Monatslohn ab, die Schlange reicht bis vor das Bankgebäude und die Zeit bis Gerd in den Händen hält ist über 1 Stunde.

Esthi und Martin, Brigitte und Kurt (alles Schweizer) kommen zum Kaffee und wir haben viel Spaß und Ideen zum verbessern der Menschheit.

Abends sind wir mit Günter zum Jump Up im Kanal bei den Fischern verabredet, wir essen Einheimisches nicht sehr gut, aber dafür teuer und wenig, wir haben irgend wie den Eindruck, dass wir als Touris mehr bezahlen als die Einheimischen.

Donnerstag, 3.2.2011 St. Lucia

Heute ist die Reparatur der Reling auf dem Plan, ist zwar langwierig aber ansonsten kein großes Ding.

Mittwoch, 2.2.2011 St. Lucia

Die SY Nora hat sich heute nach Martinique verabschiedet.

Wir gehen zum Einkaufen und geben unsere Bestellung für die anstehenden Rigg-Arbeiten bei Ulrich Meixner ab.

Dienstag, 1.2.2011 St. Lucia

Heute steht sehr viel Schwell in die Bucht und es ist schon etwas ungemütlich.

Die restlichen Montagearbeiten an Gerhard werden ausgeführt und nun steht das Hilfsruder wie es sein soll, genau in der Flucht zum Kiel. Sabine gibt im UKW Funkgerät die SY Nora in die sogenannte Buddylist ein, so dass wir Nora direkt anfunken können.

Die Schweizer-Deutsche Karibikgemeinschaft geht heute zum „Holzbein“, ein kleines nettes Lokal im Naturpark, wir schließen uns an und lernen wieder einige nette neue Leute kennen die schon viele Jahre in der Karibik verbringen. Z.B. Charly, der schon 48 Mal den Atlantik überquert hat. Es wird sehr lustig, allerdings finden wir den Sturmvogel nicht auf Anhieb und müssen ein paar Ehrenrunden zwischen den vielen ankernden Segelyachten  drehen.

Montag, 31.1.2011 St. Lucia

8.00 Uhr Gerd bohrt ein Loch für Lüftungsschlauch und reist Sabine aus ihren Träumen, sie ist „sauer“.

Auf dem Plan steht heute die Korrektur der Fehlstellung von Gerhard, der Windsteueranlage. Damit die einzelnen abzubauenden Teile sich nicht nach unten ins Meer verabschieden können, werden Sie jeweils mit einen Leine gesichert, abgeschraubt und in das Cockpit gelegt. Bei der Demontage des Pendelruders verbiegt sich zum zweiten mal das Impulsgestänge und muss in den nächsten Tagen nachgeschweißt werden. Der Rest der De- und Montagearbeiten geht einfacher wie gedacht. Die Anweisungen von Herrn Förtmann (dem Hersteller der Steueranlage) sind sehr präzise und können leicht nachvollzogen werden.

Phillipe von der Ulani kommt noch kurz zum Abschied vorbei und wir hoffen, dass wir uns mal wieder in der Karibik oder sonst wo auf den Weltmeeren treffen.

Sonntag, 30.1.2011 St. Lucia

Heute ist Bootstag und wir rühren uns nicht vom Sturmvogel weg. Gerd sitzt am Computer, Sabine backt Kuchen und am Nachmittag kommen Reini und Erika zum Kaffee.

Zur Abwechslung spielen wir am Abend mal wieder Yum, Gerd ist platt und geht um 21.00 Uhr schlafen.

Samstag, 29.1.2011 St. Lucia

Um mal etwas Abwechslung in die Sache zu bringen, fahren heute mit einem der vielen kleinen Sammelbuschen nach Castries auf den Mark. Der Markt ist sehenswert, es wird alles angeboten was man zum überleben benötigt, frisches Obst, Gemüse, Kokosnüsse, Gewürze, Kartoffel, Jam, Fisch, Fleisch und natürlich Hühner, lebendig oder bereits geschlachtet. Preiswert einkaufen geht allerdings anders, da müssten wir zurück nach Spanien.

Das Wasser soll im Nordteil der Bucht klarer sein und der Schwell ist dort nicht so stark, also verlegen wir uns und lernen die Schweizer Martin und Esther kennen. Schweizer sind in diesem Gebiet der Karibik stark vertreten.

Die SY Ulani liegt ebenfalls in diesem Bereich der Bucht, Sandras Bruder mit Freundin sind hier zu Besuch und wir werden spontan zum Essen eingeladen, was wir gerne annehmen. Wir sitzen abends noch lange bei den Ulani´s und verbessern die Welt..

Freitag, 28.1.2011 St. Lucia

Das Angebot für unsere Reparaturarbeiten ist nun endlich da, uns hat es fast von den Socken gehauen über 13.600,- US$, wir sind gespannt, was die Versicherung sagen wird. Wie jeden Freitag gehen wir zum Jump up nach Gros Islet, Gerhard aus Östereich, Erika und Reini schließen sich an. Die Sorge um die anstehenden Reparaturarbeiten werden mit Piton Bier ertränkt.

 
Karibik
Montag, 7. Februar 2011

Test

 
Logbuch
Montag, 31. Januar 2011

Donnerstag, 27.1.2011 St. Lucia

Reini und Erika haben sich für heute einen Mietwagen reserviert und fragen, ob wir mit fahren wollen. Wir müssen nicht lange überlegen, selbstverständlich. Wir machen eine Spritztour in die Marigot Bay, nach Soufrier und zu dem Vulkan mit den Schwefelquellen, im Naturschutzgebiet. Hier waren wir schon mal vor 10 Jahren, es hat sich nicht viel verändert.  Die Straßen scheinen hier nur aus Serpentinen zu bestehen, es geht steil bergauf und auch wieder steil bergab und das alles mit Linksverkehr. Der Ausblick ist gigantisch, grün in allen Schattierungen, wie in einer anderen Welt. Der Hurrikan und der dazugehörige starke Regen vom November haben einige Straßen einfach weggerissen und wir fahren über Behelfsbrücken, hält aber alles.

In Soufrier nehmen wir ein kleines Mittagessen in einem Hinterhof lokal, in dem die Einheimischen anscheinend Mittag machen. Das Essen ist gut und preiswert und wir brechen gestärkt wieder auf.

Um nicht in der Dunkelheit nach Hause fahren zu müssen, machen wir uns so gegen 16 Uhr wieder auf den Rückweg und nehmen in der Marina noch einen Sundowner.

Mittwoch, 26.1.2011 St. Lucia

Gerd bastelt wiedermal an der Bug Toilette

Am Abend verabreden wir uns mit der SY Nora (Reini und Erika) und Mingula (Günter und Anne) und fahren zum Spar Ripp essen in dem kleinen Ort, in dem das Straßenfest freitags stattfindet. Wir essen in einem der vielen kleinen bunten Häuser, leider hatten die nur noch 2 Portionen Ripp´s und so gab es halt noch Lamm, Fisch und Schweinefleich vom Grill, wir haben viel Spass und essen sehr lecker und preiswert.

Dienstag, 25.1.2011 St. Lucia

9.00 Uhr, wir haben mit Ulrich einen Termin in der Marina um den Umfang der notwendigen Reparaturarbeiten abschätzen zu können. Nachdem die Monteure die Fock auf den Steg geholt haben, sehen wir die ganze Bescherung, das Aluminium-Profil der Rollfockanlage ist an mehereren Stellen total verbogen und verformt und wie Uli sagt, kann das auch nicht mehr gerichtet werden. Die Unterwanten müssen alle 4 ausgetauscht werden und nach seiner Abschätzung dauert die komplette Reparatur, bis alle Teile da sind und montiert wurden mindestens 6 Wochen. Wir sagen Ulrich, das wir ein Angebot über die Reparaturarbeiten für unsere Versicherung benötigen und auch hier müssen wir uns sicherlich ein paar Tage gedulden, da er in Arbeit versinkt. Er will aber heute noch das gerissene Genuafall ersetzen und die neue Dreifarbenlaterne bringen.

Wir hoffen immer noch, dass wir zum 7./8. März in Trinidad sein können um hier den Karneval mal zu checken, denn ein Flug Nachhause, dann wieder zurück in die Karibik und zur Hurrikan Saison wieder Nachhause ist einfach zu teuer.

Wir liegen nun schön am Steg und nutzen die Zeit zum Wasserbunkern und zum ausgiebigen Duschen, denn die letzten beiden Monate haben wir keine richtige Dusche mehr gesehen, ausserden gönnen wir uns heute mal Marinaflair, jeder ein Eis und einen Drink an der Bar on the waterside.

Montag, 24.1.2011 St. Lucia

Endlich ist Ulrich Meixer aus Österreich wieder zurück, er ist der Geschäftsführer von DSL Yachting in Santa Lucia und er kann unsere Reparaturarbeite durchführen. Er spricht deutsch und das ist für uns doch ein ganzes Stück einfacher. So gibt es hoffentlich keine Missverständnisse. Er gibt uns einen Termin für morgen früh um den Schaden anzusehen und eventuell die Rollfock wieder anzuschlagen, damit wir zu mindestens bei normalem Wind segeln können.

Sonntag, 23.1.2011 St. Lucia

Bei Anne und Günter wird Kniffel gespielt und wir versuchen Ihnen das Yum Yum näher zu bringen, Gerd nickt aber schon nach 2 Stunden und ist müde, und so machen wir uns vom Acker.

Samstag, 22.1.2011 St. Lucia

Anne und Günter kommen uns besuchen und wir reden bis in die Nacht.

Freitag, 21.1.2011 St. Lucia

Freitags findet im Zentrum des kleinen benachbarten Fischerdorfs ein Straßenfest statt. Früher haben hier die Einheimischen das Wochenende mit Steel-Bands eingeläutet, heute ist es mehr ein Fest für Touristen. Die Steel Bands wurden durch DJ´s mit riesigen Lautsprecherboxen abgelöst und die DJ´s stehen an jeder Ecke und jeder legt was anderes auf, nicht unbedingt schön, aber laut und selten, aber man muss es mal gesehen und gehört haben. Überall sind Grillstände aufgebaut und jedes der kleinen, bunten Häuschen ist praktisch zu einer Bar umfunktioniert. Das Bunte Treiben und die Art und Weise wie die Menschen sich bewegen und tanzen und wie sich die Touristen durch die Menge zwängen hat uns gut gefallen und wir fahren erst um 24 Uhr mit einem der vielen kleinen Busse, die einen für 1,5 EC-Dollar (0,5 EUR) quer durch die Stadt fahren, wieder zurück zu unserem Dingi und dann in die Bucht.

 
Logbuch
Montag, 31. Januar 2011

Donnerstag, 20.1.2011 St. Lucia

Beim Einkaufen im Supermarkt lernen wir Anne und Günter von SY Mingula kennen.Wir nehmen einen Sundouwner bei den beiden und fahren dann mit dem Dingi zu unserem Ankerplatz. Mitten im Hafenbecken grüßen wir SY Indra, auch ein Schiff mit deutscher Flagge. Der Skipper winkt uns wie wild zu sich, ruft englisch wir sollten ihn mit unserem Dingi aus dem Hafen schieben, er hätte einen Schaden am Antrieb. Ein 20 t Schiff mit einem 4 PS Außenborder zu schieben ist aber nicht, wenn nicht gar unmöglich, aber wir versuchen es und können Ihn gerade noch so vor der Kollision mit ein paar Powerbooten auf der rechten Seite der Ausfahrt retten, aber nun treibt das Schiff führerlos nach links Richtung Steganlage, der Skipper ist unter Deck verschwunden und niemand steht am Ruder. Ich rufe ein paar Leute, die an der Steganlage stehen und bitte sie das Boot mit abzufangen und dort festzumachen, was auch klappt, als hätte er dort anlegen wollen. Endlich erscheint der Skipper wieder an Deck und es kommen 2 stärkere Boote, die versuchen Ihn wieder freizuziehen. Alles geht quer, einer Ruft nach einer Leine, ein anderer zerrt an dem Schiff wie wild nach außen, fängt mit seiner Schraube eine Leine und ist auch außer Gefecht. Schließlich kommt dann doch etwas Ruhe auf, das Schiff ist an dem Steg fest und sitzt anscheinend leicht auf Grund auf und bewegt sich erst mal nicht weiter. Der Skipper spricht nun mit einem des Marinepersonals und die Sache ist für uns zu Ende und wir schauen das wir zum Sturmvogel kommen.

Später sehen wir, wie das Schiff von 2 größeren Schlauchbooten in Bucht an einen Ankerplatz ganz in unserer Nähe gebracht wird.

Wir denken, das der Skipper nach dieser Aktion mit seinen Nerven ziemlich am Ende ist. Ich fahre mit dem Dingi zu ihm rüber und laden Ihn zum Abendessen ein. Dieter der Skipper ist 70, kommt aus Butzbach (10 km von unserem Heimatort entfernt) war früher Flieger von größeren Maschinen und ist nun Fluglehrer auf der Wasserkuppe. Er freut sich riesig über die Einladung und wir sitzen noch lange und reden.

Mittwoch, 19.1.2011 St. Lucia

11.00 Uhr, Ankunft in der Rodney Bay auf St. Lucia. Wir sind total kaputt. Wir haben versucht 2 Stunden Schichten zu machen, aber eigentlich waren wir beide die ganze Fahrt über wach.

Das Einklarieren geht in St. Lucia wesentlich einfacher. Es gibt 1 Büro mit 3 Mann jeder bekommt ein Formular man zahlt 16 USD und alles ist erledigt. Wir Treffen Reini und Erika von der SY Nora, die beiden sind 5 h nach uns losgesegelt und 2 h vor uns eingetroffen, es wird Zeit, dass unser Rigg wieder in Ordnung kommt.

Dienstag, 18.1.2011 Barbardos – St. Lucia 105 sm

9.45 Uhr, Anker auf, Boen, Regenschauer, Sonne, Wind von 5 bis 25 kn wechseln sich ab. Vorsorglich haben wir das 2. Reff im Groß und warten was da sonst noch kommt.

18.15 Uhr, der Wind ist eingeschlafen wir machen nur noch 2 kn Fahrt und Gerhard, schafft das bei dieser Geschwindigkeit und den übermächtigen Wellen, die uns immer wieder querwerfen,nicht den Sturmvogel auf Kurs zu halten, also Groß runter und Motor an.

Wir haben nun natürlich keinen seitlichen Halt durch ein Segel und werden wie ein Korkstopfen von den Wellen hin und Her geworfen.

Nach 2 Stunden, es ist wieder stich dunkel, fängt der Wind wieder an zu blasen, doch bei dieser See und dem Wind nehmen wir Abstand davon das Groß wieder hochzuziehen, denn zum Setzten muss immer eine der Fallen gelöst werden, die den Mast hält. Also entschließen wir uns weiter zu motoren. Die See scheint sich aufzubäumen und nach uns zu greifen, wir haben zum ersten mal ein richtig flaues Gefühl im Magen. Der Sturmvogel wird wie wild hin und her geworfen, wir haben große Bedenken, ob alles hält. Die Wellen sind sehr hoch und ab und zu drohen die Wellen den Sturmvogel umzuwerfen, wir sind beide eingepickt, denn vor ein paar Tagen ist hier ein Einhandsegler verlorengegangen. Wir müssen uns gut festhalten, und dann stürzt auch schon ein Brecher direkt über uns zusammen, das Cockpit gleicht einem kleinen Wirlpool, das Wasser ist schnell abgelaufen und zum Glück sind die Scheiben unseres Cockpitaufbaus heile geblieben und es bleibt bei dem einen Einsteiger. Unser Sturmvogel passt trotz seines angeschlagenen Riggs doch gut auf uns auf. Solch eine wüste und bedrohliche See haben wir bisher noch nie gehabt.

Sämtliche Bücher fallen aus den Regalen und als Gerd sich für einen Moment hinlegt, wird er aus der Koje geschleudert und knallt gegen den Tisch. Zum Glück bleiben außer ein paar blauen Flecken keine sonstigen Schäden.

So geht das die ganze Nacht durch, ein paar andere anscheinend ebenso verrückte Segler überholen uns und machen uns Mut, dass wir nicht ganz alleine sind uns über Funk jemanden erreichen könnten.

Montag, 17.1.2011 Barbardos

Dienstag wollen wir nach Santa Lucia starten, das Wetten gibt ein Fenster frei, in dem es mit 10 bis 15 kn blasen soll, das können wir unserem Rigg zumuten. Zum Ausklarieren laufen wir durch die Stadt zum Hafen. Sabine kennt ja inzwischen das Büro und die zuständigen Herren, aber es gibt trotz des schönsten Lächelns von Sabine Schwierigkeiten, denn wo sind Stefan und Bienchen, die wir beim einklarieren dabei hatten? Die beiden haben zwar vor ein paar Tagen offiziell ausklariert aber man hat uns keine Kopie des Vorgangs gegeben, obwohl wir darum gebeten haben, wir können also nicht nachweisen, dass die beiden bereits in Curacao sind und in dem Immigration Büro den entsprechende Ausklarierungsvorgang der beiden zu finden, ist bei dieser Ordnung so gut wie unmöglich. Nachdem wir dann mehrfach das Büro und die wichtigen Beamten gewechselt haben lässt man uns doch endlich, aber mit einer sehr strengen und wichtigen Miene gehen und legt uns ans Herz, dass wir das beim nächste Mal richtig machen.

Sonntag, 16.1.2011 Barbardos

Brot backen, Bilge sauber machen usw. wir haben immer etwas zu tun.

Samstag, 15.1.2011 Barbardos

Wir fahren mit dem Dingi in die Stadt, nehmen alle Wasserkanister die wir verstauen können. Sabine unser 1. Offizier für Konservation und Kontakt zu fremden Kulturen, spricht einen Einheimischen an, der gerade sein Boot mit Wasser abspritzt und wie selbstverständlich dürfen wir unsere Kanister mit Frischwasser füllen (immerhin 80 l), so kommen wir ein paar Tage mit Zähneputzen und Waschen weiter.

Thoralf und Gundula kommen zu Besuch, wir sitzen lange und haben gute Gespräche, zum Schluss erzählen beide uns von Ihrer Leidenschaft dem Geocaching, eine Art moderner Schatzsuche. Bei diesem Sport bzw. dieser Tätigkeit, werden im Internet GPS-Daten von verborgenen und real zu suchenden Gegenständen (Büchern, die meist in Wasserdichten Tubberdosen versteckt liegen) angegeben und die Aufgabe besteht nun im auffinden dieser Dosen. Nachdem man den „Schatz“ gefunden hat trägt man sich in dem versteckten Buch ein und legt es wieder an den geheimen Ort zurück. Im Internett kann man sich dann auch als Finder registrieren. Hört sich irgendwie interessant an. Werden wir gegebenenfalls auch mal versuchen. Dieses Geocaching gibt es übrigens weltweit (siehe auch www.geocaching.de).

Freitag, 14.1.2011 Barbardos

Heute habe ich die Kraftstoffzufuhr des Generators so geändert, dass er auch vom Tagestank versorgt wird, funktioniert sehr gut und nachdem ich den Kraftstoffilter getauscht habe läuft der Generator wie das Lottchen. Die Ulani mit Philippe und Sandra ist heute nach Martinique ausgelaufen um dort den Bruder von Sandra mit seiner Frau zu treffen.

Donnerstag, 13.1.2011 Barbardos

Wir lernen die SY Wigwam mit Thoralf und Gundula kennen, die wir schon in Porto Mogan Gran Canaria gesehen haben. Thoralf ist Amateurfunker.

Abends sehen wir uns dann einen von den unmöglichen Ameraikanischen Thriller Filmen an. Wir haben einige Filme auf CD und alle wollen gesehen werden. Wir hoffen immer noch, dass eventuell doch was sehenswertes dabei ist und nicht nur diese verherrlichenden Selbstjustiz Filmen, in denen unerschrockene, alle Kampfkünste beherrschenden nationalbewusste Amerikaner auf die tolle Amerikanische Justiz pfeifen und das Recht und selbstverständlich alle möglichen Kanonen und Schnellfeuerwaffen selber in die Hand nehmen und für das RICHTIGE Recht sorgen. Toll, toll, toll. Was ist das für ein Land, sollten wir uns doch mal ansehen, oder???

Mittwoch, 12.1.2011 Barbardos

Gerd fährt mit den Dieselkanistern in die Fischerei Maria und versucht hier Diesel zu kaufen. Die netteste aller Frauen ca. 50, eine Schönheit ist was andres, Ihr muss irgend was über die Leber gelaufen sein, schickt Gerd mit den Kanistern von einer zur andren Zapfsäule und wieder zurück und mokiert sich darüber, dass er den absolut schrill genuschelten und fast geschrienen Dialekt oder was immer das ist, nicht versteht. Na ja, Gerd macht die Kanister voll während sie mit in die Hüften gestützten Fäusten dabeisteht und keinen Finger rührt. Nachdem Gerd dann das freundlichste Lächeln was er zu bieten hat aufsetzt, ist die Abrechnung und der Preis dann o.k.

Philipp, Sandra, Erika und Reini kommen zum Abendessen und wir sitzen lange zusammen.

Dienstag, 11.1.2011 Barbardos

Gerd hat heute die Windsteueranlage wieder fixiert, an der sich die hintere Befestigungsschelle um 190 cm gesenkt hatte. Die Toilette vorne ist undicht Gerd sucht verzweifelt den Fehler, nimmt alles noch mal auseinander und nach dem Zusammenschrauben ist dann alles wieder o.k.

Montag, 10.1.2011 Barbardos

Unser Biervorrat geht zu Ende, wir müssen einkaufen. Wir machen in Bridgetown einen Stadtbummel. Es herrscht ein sehr geschäftiges Treiben, viele Marktstände, viele Geschäften, 50 % das gleiche wie überall, Tourismusgeschäft. Die vielen Kreuzfahrtschiffe die in den Hafen einlaufen kommen nach Barbados und was immer man sich unter dem Karibisch klingenden Namen vorstellt, so richtig weiß ich nicht was man hier in Bridgetown eigentlich will. Die sehr freundlichen und hilfsbereiten Menschen ist eins, die sehr dreckige und eigentlich nicht sehenswerte Insel ist das andere. Der Tourismus aus England, wird zwar ab den Stränden von 3 – 4 Lokalen gut bedient, aber sonst gibt dieser Ort nicht sehr viel her. Vielleicht ist es an anderen Stellen der Insel besser.

Heute haben wir die SY Nora mit Erika und Reini kennengelernt, die uns zum Abendessen einladen. Wir stellen fest, dass die Schweitzer ein sehr lustiges und immer für Ideen aufgeschlossenes Volk sind, wir haben sehr viel Spaß und Gespräch.

Sonntag, 9.1.2011

Gerd hat mit seinen handwerklichen Tätigkeiten wieder begonnen. Ein ausgeschlagenes Kardangelenk der Steueranlage wurde gegen ein neues Teil, das wir in Las Palmas gekauft hatten  ausgetauscht.

Das Beiboot wurde in das Wasser gelassen und das Boot erst mal wieder etwas aufgeräumt. Sabine kümmert sich um den Flugrost an unseren Wischen und sonstigen Stahlteilen, schließlich soll unser Schiff glänzen. Am Unterwasserschiff sieht es aus wie in einer Pilzzuchtanlage, der komplette Rumpf ist bedeckt mit Seeanemonen die mindestens 6 bis 7 cm lang sind und uns sicherlich 1 kn Fahrt gekostet haben. Gerd fängt an mit einer Spachtel das Unterwasserschiff zu säubern, wird sicherlich eine Zeit dauern, bis alles wieder weg ist – jeden Tag ein Stückchen).

Samstag, 8. 1.2011 Ankunft in Barbardos/Bridgetown

In der Nacht bläst es noch mal ordentlich, so wie wir es gerne mit Gesundem Rigg und Segeln gehabt hätten. Um 3 Uhr sind wir an unserem Wegpunkt süd-westlich von Barbados angekommen und steuern nun nach einer Wende, die unsere Anspannung noch mal stark strapaziert, denn der Sturmvogel legt sich stark auf die Seite, aber das Rigg hält als wäre es nie kaputt gewesen, direkt die Carliste Bay an. Sabine nimmt per UKW Funk Kontakt mit dem Hafenmeister auf, der uns sagt, dass heute viel Verkehr ist und wir uns bis 7 Uhr gedulden sollen, also Motoren wir erst mal mit der Q-Flagge (gelbe Flagge) unter der SB Saling gesetzt in die Bucht.

6.20 Uhr, der Anker fällt ist in der in Carliste Bay, der Mast steht noch. Es ist ein irgendwie nicht zu beschreibendes Gefühl in mir Erleichterung, Freude, Erschöpfung, Traurigkeit usw. mischen sich zu einem Brei, der die Emotionen nicht raus lässt, ich werde damit wol noch ein paar Tage zu tun haben. Wir warten den Tag ab und stellen die Uhrzeit nochmals um 2 Stunden zurück.

7.15 Uhr, über Funk bekommen wir die Info, dass wir im Deep Water Habour einklarieren können und das wir vor der „Queen Mary 2“ an die Pier gehen sollen.

Bienchen und Sabine gehen dann sofort an Land, um die Formalitäten zu erledigen. Wir müssen uns in Geduld üben, denn die Beamten kommen erst um 10.00 Uhr in ihr Büro. Nachdem wir bei 3 unterschiedlichen Personen unsere Crewlisten und Formulare ausgefüllt haben, fahren beide mit dem Taxi in die Stadt, Bienchen möchte unbedingt heute noch nach Curacaou fliegen, bekommt aber erst für Übermorgen den 10.1.2011 einen freien Platz für beide.

14.00 Uhr Stefan und Bienchen klarieren aus unserem Boot aus. Sie wollen ins Hotel. Sie haben die Nase von dem ständigen Geschaukel gestrichen voll und wollen mal wieder ruhig schlafen und duschen solange man will. Wir können das gut Verstehen, doch wir können uns einen Hotelaufenthalt nicht leisten und das Boot alleine lassen kommt auch nicht in Frage.

In der Carliste Bay treffen wir die Ulani wieder und Philipp und Sandra fahren gemeinsam mit uns an Land, um uns mit Stefan und Bienchen (wir haben uns schließlich einige Stunden nicht gesehen) zu treffen und noch mal ein gemeinsames abschiedsessen zu haben.

Wir finden aber keine Restaurant dass uns zusagt und so landen wir schließlich im „Jamaikafood“, einem Fast Restaurant, und es schmeckt eigentlich nicht schlecht.

Gegen 10 Uhr verabschieden wir uns voneinander und eine Form der zwang´s Lebensgemeinschaft, die uns über 6 Wochen auf engstem Raum zusammengehalten hat geht zu ende. Wir waren sehr froh, dass uns die beiden begleitet haben und können uns auch im Nachhinein keine besseren Mittsegler vorstellen. Die beiden haben sehr viel Ruhe in die schwierigen Situationen gebracht, obwohl sie sicherlich lieber den geplanten Urlaub ab Anfang Januar angetreten hätten

Wir grüßen hiermit nochmal Bienchen und Stefan auf das herzlichste und wünschen Ihnen alles erdenklich Liebe und Gute und dass Sie nie mehr in Ihrem Leben solchen Situationen ausgesetzt werden.

Freitag, 7.1.2011

13.15 Uhr, noch 42,5 sm, wir sehen noch kein Land. Ich mache einen Spruch; was wir denn machen, wenn wir in 10 h immer noch kein Land sehen; das kommt überhaupt nicht gut an und nicht einer verzieht auch nur die Miene oder gibt einen Kommentar ab.

Wir sehen einige Schweinswale aus der Ferne gesehen. Duschen ist angesagt, was man auf dem Sturmvogel so Duschen nennt, wir wollen morgen doch einigermaßen gut riechen.

19.10 Uhr, noch 26 sm, seit einer Stunde ist  Land ist in Sicht, allerdings muss man sich schon anstrengen, aber es ist Land, oder doch nicht? Als es dunkel wird bestätigt sich jedoch die Theorie, dass es Land ist, denn die Lichter der Orte sind nun klar zu sehen.

Zum Abendessen gibt es leckeren Linseneintopf.

Donnerstag, 6.1.2011

0.05 Uhr, noch 147 sm . Wenig Wind – wir motoren zwischendurch .

Heute: Resteessen

Mittwoch, 5.1.2011

0.00 Uhr, noch 220 sm. Bienchen hat festgestellt, dass, wenn wir denn Barbados in 3 bis 4 Tagen erreichen sollten, unser Biervorrat reichen wird. Der Wind kommt für uns recht ungünstig direkt von hinten und dreht manchmal leicht, so dass wir immer sehr aufpassen müssen, dass das Groß nicht Wind von der falschen Seite fängt und das Segel umschlägt. Um nun eine sichereren Kurs zu fahren steuern wir einen neuen Wegpunkt vor der Südküste von Barbados an, natürlich mit ausreichendem Abstand zu dem gefährlichen vorgelagerten Riff. Nach dem neuen gewählten Kurs sind es nun noch 167 sm.

Dienstag, 4.01.2011

3.00 Uhr, noch 274 sm. Es ist sehr Böig und es regnet ab und zu wie verrückt, wir machen eine Fahrt von 2-4 kn. An Backbord hat uns heute Segelyacht überholt, die Glücklichen.

Zum Abendessen, das immer ein Highlight des Tages darstellt, gibt es heute Kottböller, Pilze und Kartoffen.

Montag, 3.01.2011

00 Uhr, Gerd kommt zu seiner Wache und wird mit einem Happy Birthday im Cockpit empfangen. Haben die doch tatsächlich alle Ihren verdienten Schlaf unterbrochen um mir zum Geburtstag zu Gratulieren.

3.14 Uhr, noch 331 sm Speed 2-3 kn. Wolken um uns herum, keine über uns und kein Wind.

Zu Ehren des Geburtstagskindes wird heute frisches Brot und Nußzopf gebacken und am Nachmittag, pünktlich um 15 Uhr zum Kaffee gegessen.

Sonntag, 2.01.2011

9.10 Uhr, noch 370 sm, unsere Nerven liegen blank, wir wollen jetzt endlich ankommen. Um die Laune zu verbessern wir für heute Abend Linsensuppe mit Würstchen und als Nachtisch Vanillepudding angesagt und siehe da, im Laufe des Tages bessert sich die Stimmung wieder.

Samstag, 1. Januar 2011

3.45 Uhr noch 426 sm Prost Neujahr – blöder Anfang

In der Naht haben uns wieder einige Skquols überfallen und unabhängig von dem Hoffen, dass alles hält, kommen wir so wenigstens etwas voran.

13.55 Uhr, nun müssen wir doch schon wieder Motoren, es ist zum verrückt werden, und dann meint Sabine auch noch, dass etwas in der Schraube sein könnte. Ich bin sehr schlecht drauf und gehe in den tollen, tiefe, dunkelblauen mit allen möglichen herumschwimmenden  Monstern gespikten Ozean um die Schraube zu kontrollieren, es ist nichts in der Schraube. Das ist für mich ein derart mulmiges Gefühl, mitten in diesem Ozean in das Wasser zu gehen, aber jemanden andern zu bitten diese, meine Aufgabe zu übernehmen ist nicht meine Art.

19.45 Uhr, wir besprechen die Situation, weil wir nicht ständig Motoren können und beschließen, die Segel zu bergen und den Sturmvogel heute Nacht  treiben zu lassen. Die See ist heute mal gnädig und hat kaum Dünung und so können wir uns alle von dem ständigen steuern etwas ausruhen.

 
Logbuch
Samstag, 29. Januar 2011

Freitag, 31.12.2010

5.20 Uhr, noch 495,8 sm. Heute ist die Toilette vorne verstopft, riesen Schweinerei, aber wir bekommen sie nicht frei. Die tollen Kroaten und Christian aus Griechenland haben den Borddurchlass kleiner als die zuführenden Schleuche gemacht und diese Verengung auch noch in ein Winkelstück gesetzt, Toll, und hier in diesem Trichter sammelt sich das Papier, bis es einen Stopfen bildet und nichts mehr durchlässt. Weiter hat Gerd festgestellt, dass sich an Windsteueranlage eine Schraube gelöst hat, die aber nicht so einfach zu erreichen ist. Gerd bindet die Windsteueranlage mit Leine so fest, dass wir zu mindestens die nächsten Tage damit klarkommen müssten.

Wir füllen 40 l von unseren Reservekanistern in den Tank und Motoren 4 Stunden. Unser Brauchwasser steht auf Reserve. Kein Wind, Silvester und wir sind alle etwas genervt. Silvesterstimmung kommt keine auf.

Donnerstag, 30.12.2010

13.30 Uhr noch 544,9 sm. Das Meer ist heute sehr ruhig, zu ruhig. Wir rechnen ständig wie lange wir noch bis Barbados brauchen. Stefan und Bienchen werden auf jeden Fall die erste Woche ihres geplanten Tauchurlaubs auf Curacao verpassen. Die Stimmung ist aber trotz all dieser Unwegbarkeiten und der Ungewissheit recht positiv, nur Gerd hängt stark durch und ist am grübeln.

Abends macht uns Bienchen Gestofte Bohnen und Kartoffeln

Mittwoch, 29.12.2010

0.15 Uhr noch 683,7 sm. Wir kommen unserem Ziel näher, aber immer noch sehr langsam. Die Wellen werden etwas weniger. Jeden Tag und vor allem nachts Skqualls. Heute wurden ein paar Sachen ausgewaschen, wurde langsam mal wieder Zeit.

Unser fängigster  Wobb haben wir heute komplett mit starkem Stahlvorfach uns 1,5 mm leine an einen größeren Fisch verloren, der gute Fisch wollte wohl nur gepierct und nicht gefangen werden.

Zu Abend gibt es Wurst, Käse und frisches Brot

Ein anderes Segelschiff ist heute in einem Abstand von ca. 8 sm an uns vorbeigezogen wie nichts, woran das nur liegt?

Dienstag, 28.12.2010

3.10 Uhr, noch 763,2 sm. Nachts überfallen uns ständig Skqualls (starke Winde die sich unter abregnenten Wolken bilden), die mit bis zu 35 kn Wind blasen und das nicht immer aus der gleichen Richtung. Wir halten alle immer die Luft an und hoffen, dass unser provisorisches Rigg hält. Es hält,, zerrt aber trotzdem heftig an den Nerven.

Um unser Boot zeigen uns 2 große schwarze Vögel mit gelben Schnäbeln wie man Fische fängt. Es ist ein beeindruckendes Schauspiel.

Spaghetti/Tomatensoße

Montag, 27.12.2010

6.10 Uhr, noch 841 sm sehr starke Dünung, das Steuerrad wird ständig von den Wellen umgeschlagen. Gerd hat Bauchschmerzen. Ich denke es sind die Nerven, die mit ihm spielen.

9.35 Uhr, einmal kurz nicht aufgepasst und der Wind hat das Groß erfasst und es umgeschlagen, der Baum hängt zwar noch am Bullenstander, aber durch den fehlenden Baumniederholer, bewegt sich bei einer solchen Halse alles was sich nur bewegen kann und selbst Sachen, die eigentlich fest sein müssten, zum Glück ist nichts weiter passiert

21.00 Uhr, es ist stichdunkle Nacht, Gerd beobachtet schon eine ganze Weile Lichter, vor allem ein grünes Licht, das darauf schließen lässt, dass uns ein größeres Schiff von SB nach BB passiert, auf dem Radar ist aber keine sonderliche Bewegung des Schiffes festzustellen. Wir haben das groß auf BB und können nicht beliebig nach BB ausweichen, weil wieder die Gefahr besteht, dass das Segel umschlägt und eine Wende ist auch nicht angebracht, weil wir sonst dem Schiff, wenn es uns denn von rechts nach links passieren würde, vor den Bug fahren. Und dann ist das riesige Teil schneller da als es wünschenswert ist und natürlich hat der Wind auch noch zu unseren Ungunsten gedreht. Alle Mann an Deck, es muss ein Ausweichmanöver gefahren werden, Motor an und halsen, das Groß wird dicht geholt und nach SB wieder aufgefiert, bei einer Wende währen wir zu dicht gekommen. Aufregende Sache. Die Geschichte ist ganz schön knapp, wir waren vielleicht 50 bis 100 m von dem riesigen Teil entfernt, sah aus wie ein 10 stöckiges Hotel mitten auf dem Atlantik. Eine Bohrinsel kann es eigentlich nicht gewesen sein, eventuell ein Kabelverlegeschiff oder so was ähnliches. Das Ding hat uns einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Heute gab es übrigens Siedewurst mit Brot.

Sonntag, 26.12.2010

8.35 Uhr noch 921 sm, Bewölkung und blauer Himmel im Wechsel, kein Wind, starke Dünung, es geht einfach nicht voran.

Samstag, 25.12.2010

8.45 Uhr noch 1000 sm. Die Nacht war eher ruhig und die See etwas gnädiger, aber heute Morgen ging das Gerolle wieder los. Die Dieselanzeige ist kurz vor der rot Reserve. Wasser wird langsam auch knapp von 3 Tanks ist in dem letzten nur noch ¾ Brauchwasser. Glück im angeln haben wir auch nicht, die Stimmung scheint sich über die Schleppschnur auf die Fische zu übertragen. Den vielen Stunden in denen wir nun die Köder hinter uns herziehen, haben uns allerdings schon zu alten Schlepphasen werden lassen, die allerdings nur davon zehren, was man hätte angeln können.

Zum Abendessen macht unsere Chefköchin Bienchen:  Gestofte Kartoffeln mit Frikadellen, ein Genuss.

Freitag, 24.12.2010

2.30 Uhr noch 1111 sm

Am Heiligabend haben wir dann auch mal geduscht, so wie es sich gehört. So eine rechte Weihnachtsstimmung kommt aber einfach nicht auf. Das Abendessen war Lomo (Scheinefilet) Oliven, Käse und frisches Brot. Ich denke dass keiner diese Weihnachten so schnell vergisst.

Donnerstag, 23.12.2010

Bienchen hat ihre Schicht verschlafen, Gerd hat sie mitgemacht, dafür hat Bienchen Sabines Schicht übernommen und Sabine dann ruhig weiterschlafen.

11.00 Uhr noch 1165 sm Speed 3-4 sonnig

18.30 Uhr Bienchen macht leckere Pasta mit Pilzsoße noch 1138 sm.

Mittwoch, 22.12.2010

7.25 Uhr noch 1275 sm. Gerhard unser Windpilot steuert bei gleichmäßigem Wind gut, bei jeder kleinsten Böe muss allerdings nachgesteuert werden. Alle konnten doch noch ein wenig schlafen, der Schreck sitzt noch in den Gliedern und die Müdigkeit ist groß. Wir bekommen von der SY Fira regelmäßige Informationen über Wetter usw., die sind mit uns losgefahren und ein Stück vor uns. Das Wetter soll die nächsten 5 Tage so bleiben. Beim Blick in den Mast stellen wir fest, dass 3-Farbenlaterne nur noch an den Kabeln zu hängen scheint, hoffentlich hält sie durch, aber Gerd nimmt vorsorglich die Sicherungen raus, dass es keinen Kurzschluss geben kann.

Vordere SB-Unterwant wurde nach der ganzen Aktion nur noch von Drähten gehalten, wären die auch noch gerissen, dann hätte der Mast um gelegen. Gerd hat die gerissene Unterwant durch ein Fall mit kleinem Flaschenzug ersetzt und genügend Spannung draufgegeben.

Das Bratkartoffel und Resteessen baut uns wieder etwas auf.

Dienstag, 21.12.2010

 Pos. 15°02´157N 036°11´253 W, 4 Uhr morgens, Ich habe Wache, ein kurzes rucken geht durch den Sturmvogel und als ich nach vorne sehe, ist keine Fock mehr, bzw. nur noch den Fockbaum, der etwas Tuch nach ober reckt zu sehen. Und dann sehe ich den Mast, der bei jeder Welle wie wild nach vorne und hinten schlägt, ein Gefühl wie in einem schlechten Horrorfilm, schwarz dunkle Nacht um uns, durch mein Rufen und das Poltern des Mastes sind die anderen inzwischen auch an Deck. Ich arbeite mich nach vorne zu dem Mast und bin erst mal verzweifelt, weil ich nicht weiß was ich machen soll. Irgendwie nehme ich dann zuerst eine der 3 freien Fallleinen, mit denen sonst Segel nach oben gezogen werden, mache sie vorne an der Ankerwinsch fest und setze sie dann mit der Winsch am Mast durch, der Mast, der sicherlich keine weitere Minute stehen geblieben wäre stabilisiert sich wieder und steht dann einigermaßen fest, dann nehme ich auch die beiden anderen Fallleinen und binde sie ebenfalls nach vorne, nachdem ich mit der Winsch auch diese Leinen dichtgeholt habe steht der Mast wieder. Der Sturmvogel bockt wie ein Rodeopferd und ich habe mühe mich festzuhalten aber jetzt ist der Genuabaum geborgen werden, denn der Wind drückt das vom Genuabaum gehaltene Tuch nach vorne, geht einfacher als ich dachte und schnell ist der Baum vorne vor dem Mast wieder verstaut. Zum Glück ist der Wind nicht allzu stark und ich kann nun das frei hängende riesige Tuch der Genua zur BB-Seite hin bergen und mit einer Leine fixieren. Sabine hatte unsere Gäste unter Deck geschickt, den Motor gestartet und versucht den Sturmvogel vor dem Wind zu halten, damit das noch hängende Groß den Mast nicht noch zusätzlich druck nach hinten gibt. Der Versuch das Großsegel vor dem Wind herunterzuholen scheitert und ist auch bei nur wenig achterlichem Wind so gut wie unmöglich, die Mastrutscher rühren sich keinen mm und außerdem habe ich bedenken in den Wind zu fahren, ich weiß nicht wie stabil der Mast nun steht. Also lassen wir das Groß gerade im ersten Reff, so wie es ist. Nach diesen Arbeiten fällt mir erst auf, dass die vordere SB-Unterwant unter der Saling gerissen, und der Baum Niederholer am Baum abgebrochen ist und nur knapp die Scheibe unseres Decksaufbaus verfehlt hat. Wir sitzen nun erst mal im Cockpit und wissen immer noch nicht so recht, was da eben passiert ist. Die 3 Stunden bis Sonnenaufgang ziehen sich wie Gummi. Stefan hilft mir die Genua seitlich etwas besser zu fixieren. Die ganze SB-Geländer ist verbogen. Was war hier eigentlich passiert? Wir hatten bei diesem Unglück, noch riesiges Glück, dass hätte ganz anders ausgehen können. So wie es ausschaut ist die obere Befestigungsschelle der Vorstag gebrochen und das Fall mit dem die Genua nach oben gezogen wird ist gerissen.

Ich habe nun natürlich nicht mehr so viel Vertrauen in den Mast und bei der nun anstehenden Aufgabe, den Sturmvogel die restlichen 1.500 sm bis Barbados zu navigieren, bleibt hoffentlich mein Nervenkostüm stabil.

Denn was uns noch erwartet wissen wir nicht und 1500 sm (2700 km) sind kein Papenstiel.

14.15 Uhr noch 1340 sm bei 10-20 kn Wind 3 -4 kn Speed. Alle sind sehr genervt, da wir jetzt mitsteuern müssen, unsere Windsteueranlage schafft das nicht allein. Wir wechseln uns stündlich ab.

20.00 Uhr Mondaufgang war wie, wenn ein Scheinwerfen auf einen gestellt wird. Ich war sehr erschrocken. Wir rollen wie verrückt an Schlafen nicht zu denken. Ich höre Gerd schnarchen evtl. kann er doch ein bißchen schlafen.

 
Logbuch
Freitag, 28. Januar 2011

Montag, 20.12.2010

2.55 Uhr noch 1480 sm Wind 10 kn NE und er frischt weiter auf, haben wir nun endlich den Pasat gefunden? Wir machen 4-5 kn Fahrt über Grund.

10.45 Uhr, wir biegen Richtung Westen ab. Endlich haben wir den Passat gefunden, die Fock auf erstes Reffund ausgebaumt, das Groß im ersten Reff platt vor die Wanten und ab geht die Post, endlich, so hatten wir uns das vorgestellt. 12 bis 18 kn Wind und 6 -7 kn Fahrt.

Wir werden nun ständig von Makrelen begleitet, die anscheinen die kleinere Fische, die sich unser Boot als schwimmendes Versteck ausgesucht haben jagen. In der Nacht müssen wir uns an die Geschwindigkeit erst noch gewöhnen, aber Gerhard unser Windpilot steuert geradewegs auf Barbados zu.

 

Sonntag, 19.12.2010

10.00 Uhr, 4. Advent,  noch 1509 sm 7 kn Wind aus NEE, 2 kn Fahrt über Grund, es geht einfach nicht voran.

Nachmittags besingen wir den „Wissmarer Adventskranz“ und essen ihn mit Appetit auf.

Abends gibt es Resteessen, Spezialitäten von Gerd.

Samstag, 18.12.2010

6.30 Uhr noch 1555 sm, Flaute – wir haben uns die ganze Nacht treiben lassen. Die Wellen rollen das Boot wie verrückt, wo bleibt nur dieser Pasat, gibt es den überhaupt noch?

7.45 Uhr Motor an – Gerd hat keinen Nerv mehr Wir fahren mehr Süd als West wir hoffen auf mehr Wind.

11.00 Uhr, helle Aufregung, hinter uns zappelt ein Fisch an einer Leine und dem Woppler, den wir gestern schon als vermisst gemeldet haben. Die Leine hängt noch unter dem Boot anscheinend an der Schraube fest. Wir holen die Leine mit dem Enterhaken hoch und haben Minuten später eine schöne Makrele von 50 cm dran. Steaks für 4 Personen gibt er nicht her und so kommt er abends einfach in die leckere Tomatenfischsoße, die mit Spagetti wunderbar schmeckt.

16.30 Uhr, Gerd macht Oelwechsel am Motor und wir lassen uns treiben. Nachittags haben wir dann nochmal eine etwas größeres Exemplar einer Makrele am Haken, aber beim einholen reißt er sich wieder los, wir haben das mit dem einholen einfach noch nicht richtig drauf, aber wenn wir uns die Haken betrachten, scheinen die Fische doch ganz schöne Kraft zu haben, die sind alle verbogen oder gar abgebrochen, wir werden uns größere Haken besorgen müssen.

 Spaghetti/Tomatenfischsoße

Freitag, 17.12.2010

11.05 Uhr, noch 1592 sm kaum Wind und kaum Fahrt. Letzte Nacht war an Schlafen nicht zu denken. Wechselnde Winde. Gerd war die ganze Nacht auf. Heute mussten wir eine Wende fahren, weil es uns zu stark wieder nach Norden treibt. Nach der Wende haben wir auf der Schleppangel keinen Zug mehr, wir hätten die Schleppangel vor der Wende wohl besser eingeholt. Der Köder ist weg, Entweder hat sich ein großer Fisch den Köder geholt oder bei der Wende, die wir bei dem wenigen Wind unter Motor fahren müssen, ist die Leine in die Schraube gekommen.

17.00 Uhr noch 1569 sm Speed 4-5 kn, es gibt Kartoffeln und Quark anschließend, anschließend versuchen wir unter verschärften Rollbewegungen Yum Yum zu spielen.

Donnerstag, 16.12.2010

2.45 Uhr, noch 1729 sm, Wind 9 -12 kn wir machen 3 - 5 kn Fahrt, wir können so leidlich segeln.

10.55 Uhr große Aufregung, auf der Backbordseite des Sturmvogel´s schwimmen mindestens 20 kleinere und größere Goldmakrelen mit uns, wobei die kleinen immerhin um die 60 cm lang sind. Wir brauchen nur die Angel in´s Wasser zu halten und schon sind die Fische wie wild auf unseren Köder. Für die Nicht-Angler muss gesagt werden, dass wir um die 5 kn (knapp 10 km/h) segeln und die Raubfische gehen erst ab einer bestimmten Geschwindigkeit auf Ihre Opfer. Ich lasse über meine Angelrute den ersten Woppler (Köder, der aussieht wie ein Fisch) in das Wasser und nach nicht mal 10 sec hat der erste angebissen und versucht in der Flucht sein Glück, um den Haken loszuwerden. Die Spule der Angel rollt rasend schnell Meter um Meter ab und ich versuche mit der Bremse an der Angel, das Abspulen etwas zu verlangsamen, klappt auch, nun muss ich aber die Angelrute festhalten ,dass der Fisch mir das Ding nicht aus der Hand reißt. In einem Abstand von 70 – 80 m springt die Makrele wie wild aus dem Wasser und versucht durch wildes Zappeln in der Luft den Haken abzuschütteln. Dieses Schauspiel dauert um die 15 Minuten, bis der Zug auf die Rute so langsam nachlässt und ich bei weniger Zug die Schnur wieder einrollen kann, eigentlich tut der Fisch mir ja leid, aber es überkommt einen irgend wie das Jagdfieber. Nach einer knappen halben Stunde habe ich die Makrele bis neben das Boot gearbeitet, sie ist gut und gerne einen Meter lang und wunderschön. Stefan versucht sie mit dem Kescher zu erwischen, mit einem letzten Zappeln schlägt die Makrele gegen den Kescher, schlägt sich dabei den Haken aus dem Maul und ist wieder frei, schade für uns, schön für den Fisch. Wir versuchen es natürlich noch einmal, die zweite Makrele ist auch wieder schnell am Haken, hat aber eine andere Taktik, sie stellt sich kraftlos und lässt sich flott hinter den Sturmvogel ziehen, veranstaltet dort aber ein wahres Rodeo, bei dem er einfach die Leine durchreißt und sich den losen Haken mitsamt Wobbler in die Seite pierct, der 2. Fisch ist also auch weg. Beim 3. Versuch klappt aber dann alles und wir haben schließlich einen 60 cm langen, fetten Fisch an Bord. Mit Resten unseres Fernet Branka (von Frank und Annette) wird die Makrele ruhiggestellt und schließlich artgerecht mit einem Stich hinter die Kiemen in den Kopf erlegt. Die Makrele wird dann sauber zerlegt, filetiert und wandert direkt in die Pfanne, einen frischeren und köstlicheren Fisch habe ich bisher noch nicht gegessen, nur wenn man bedenkt was ein Wobbler kostet( 10 bis 20 EUR) von denen wir 2 Stück benötigten, um einen Fisch zu fangen, ist zu überlegen, ob wir nicht lieber in ein Fischrestaurant gehen und uns den Fisch servieren lassen, nur solche Lokale haben wir im Atlantik bisher noch keine gesehen worden..

19.20 Uhr noch 1650 sm Fisch war lecker, aber etwas wenig für 4 Personen

Mittwoch, 15.12.2010

14.25 Uhr noch 1769 sm Wind 5 kn NE, Fahrt über Grund 1-2 kn. Seit gestern versuchen wir über Kurzwelle Wetterdaten zu bekommen. Zur besseren Erdung hat Gerd Alufolie in den Rumpf gelegt, Sabine und Stefan beschäftigen sich mit dem Pactor, aber er tut es nicht so wie wir es gerne hätten.

17.35, Uhr der Wind ist vollkommen eingeschlafen und wir Motoren. Zu Abend machen wir heute Brotzeit mit frisch gebackenem Brot

Dienstag, 14.12.2010

6.15 Uhr, der Wind scheint keine Lust mehr zu haben, noch 1847 sm, Fahrt 1-3 kn, bei 4 – 8 kn  Windaus SE. Es wird langsam hell – kaum noch Wellen – heute ist Duschtag.

19.05 Uhr noch 1815 sm Wind 12 kn SW Speed 3-4 kn, es gibt gestofte  Bohnen, mit Kartoffeln und Frikadellen. Die Frikadellen sind sehr geschmacksneutral und ich sehne mich nach den Frikadellen von Armin in Krofdorf.

Montag, 13.12.2010

11.05 Uhr noch 1903 sm Schmetterling 4-5 kn Fahrt bei nur noch 5-12 kn Wind, der Wind lässt nach. Gerd hat heute ordentliche Schweinerei beim Rühreikochen gemacht, denn bei dem achterlichen Wind rollt der Sturmvogel immer noch wie wild und es ist nicht einfach sich festzuhalten und gleichzeitig zu kochen.

Ein Buckelwal kommt von hinten auf uns zu scheint uns rammen zu wollen und die Aufregung kommt in Sekunden zum kochen, aber 3 m vor unserem Heck dreht er ab. Anscheinend hat er ein Weibchen gesucht und wir haben Ihm nicht gefallen.

Da wir heute wieder mal keinen Fisch gefangen haben gibt es Spaghetti und Pesto und Tunfisch aus der Dose, auch ein sehr leckeres Einhandessen, wenn man vorher die Spagetti geschnitten hat.

Sonntag, 12.12.2010

3.00 Uhr noch 2063 sm Speed 4 -7 Wind 10-22 kn

10.20 Uhr noch 2025 sm Kuchen und Brot backen wird zum Kunststück, da das Schiff durch die Wellen sehr rollt.

13.25 Uhr noch 2010 sm wir umrunden Santo Antao eine Insel like Märklinlandschaft bizarre Berglandschaft und wunderschönes sattes grün

20.00 Uhr die fliegenden  Fisch kommen direkt in das Boot gesprungen, sind aber nicht zu essen und stinken furchtbar. So kann es gerne weiter gehen,  wir Segeln mit 5-6 kn Speed und haben noch noch 1966 sm

Samstag, 11.12-2010 Kapverden Sal/Palmeira – Barbados 2136 sm

Morgens wartet bereits das Taxi, das Carlos für uns organisiert hat, es fährt uns in eine kleine Privatklinik, die nette Ärztin erzählt uns eigentlich nichts anderes, als das was und Carlos schon gesagt hat. Um Entzündungen entgegenzuwirken verschreibt sie allerdings noch ein paar Medikamente, sie hat keine Bedenken, dass wir auf große Fahrt gehen. Als wir aus der Apotheke kommen, fährt zufällig das Taxi vorbei, dass uns schon in den kleinen Ort gebracht hat und er nimmt uns wieder mit zurück, er will kein Geld haben, weil er die Strecke sowieso zu fahren hatte. Schnell geht Sabine noch zur Polizei um den Ausreisestempel zu bekommen. Kurz bleiben wir noch an der Pinte hängen, an der sich die Segler immer treffen und verabschieden uns von Carlos, seiner Frau und den anderen und dann geht es auf den Sturmvogel, um uns für die Abfahrt fertig zu machen.

14.45 Uhr Anker auf und mit 18 kn Wind und 7 kn Speed 287° Kurs gefahren. Das ist richtiges Segeln, wie wir das die Tage vorher auch gerne gehabt hätten. Zum Glück hatten wir morgens am Ankerplatz noch Schnitzel gebacken, die wir jetzt nur noch warm machen mussten, denn Kochen wäre nicht gegangen.

Freitag, 10.12.2010

Die Dünung hat wieder zugenommen, der Sturmvogel rollt die ganze Nacht – an Schlaf ist nicht zu denken. Wir freuen uns auf die ruhige Bucht auf Sal / Kapverden. Um 12.40 Uhr fällt der Anker. Frank von der Tralafiti holt Bienchen und Sabine mit seinem Dingi ab, um einzuklarieren und um Carlos von TO Stützpunkt zu besuchen und  ihn nach der ärztliche Versorgung auf Sal zu fragen und gegebenenfalls direkt einen Termin mit einem Arzt zu machen. Carlos holt Sabine sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück, auf der Insel gäbe es keinen Arzt – Sabine soll warme Kamillieteebeutel  drauflegen, dann wird’s schon wieder.

17.00 Uhr Sundowner Treffen vieler Bootseigner und Carlos.  Und Carlos hat uns jetzt doch eine Adresse für einen Arzt genannt und sogar schon ein Taxi für den nächsten Tag besorgt. Toller Typ.

Donnerstag, 9.12.2010

4.40 Uhr, die Stimmung steigt, anscheinend haben wir endlich den Passatgürtel erreicht, Wind 10-17 kn SE Speed 4-6 kn leichter Regen, so kann es weitergehen. Sonnenaufgang 7.45 Uhr, um 9 Uhr sinkt die Stimmung wieder, doch nicht der Passatwind, denn wir müssen uns wieder mit 4-10 kn Wind und einer Fahrt von 2-4 kn zufriedengeben, aber zum Glück hat die Dünung  stark abgenommen und das Rollen hält sich in Grenzen. Wir erklären den heutigen Tag zum Dusch-, Wasch- und Putztag.

Mittwoch, 8.12.2010

Leichter Wind – angeln ohne Erfolg – ruhige See

Dienstag, 7.12.2010

Wir fürchten, dass wir die Kapverden doch noch anlaufen müssen , nicht nur wegen des Ekzem von Sabine, sondern auch um Sprit zu tanken, denn heute ist wieder kein Wind und wir haben uns für das Motoren entschieden. Um 19.00 Uhr sind es noch 230 sm bis nach Sal / Kapverden. Kein Anglerglück. Also gibt es Quark mit Pellkartoffeln

 Montag, 6.12.2010

3.15 Uhr, der Wind ist vollkommen eingeschlafen und wir motoren.

Wir  heben nun öfter die Angel draußen, aber irgend wie finden wir nicht den Richtigen Köder, oder wir segeln zu schnell für die langsamen Fische oder zu langsam für die schnellen Fische oder das Meer ist leergefischt.

Ab und zu springen ein paar fliegende Fische über das Wasser.

Nachmittags sehen wir noch einige Delphine und zwei Schweinswal, die unseren Kurs kreuzen.  

Sonntag, 5.12.2010

Der angesagte Wind ist nicht eingetroffen, hoffentlich ist er noch auf dem Weg, wir haben 5 kn Wind aus SW und machen nur noch 1-2 kn Fahrt, das Meer sieht aus ist wie der Dudenhofener See, die Luft ist drückend schwül. Wir haben uns entschlossen die Nacht zu Motoren. Um 11 Uhr frischt es etwas auf, aber eigentlich nicht der Rede wert, 8 kn Wind, durch die Strömung die südlich fließt machen wir  4 kn Fahrt. Heute ist Gerd am kochen, es gibt Kotelett mit Bratkartoffel, lecker, aber sehr schwierig zu essen bei dem Rollen im Schiff.

Samstag, 4.12.2010

Heute fangen die Mädels an und werden sportlich, 50 Kniebeugen werden unter größter Anstrengung hinter dem Steuerrad gestemmt, damit der Fuß schön schlank bleibt und die Schenkel fest. Über Funk haben wir Kontakt mit der Tralafiti, die uns bereits knapp 50 sm abgenommen hat und auf dem Weg zu den Kap Verden ist. Ein neuer Versuch mit unseren Backmischungen bringt großen Erfolg, der Teig geht gut und das Brot ist fast so gut wie von Norbert und Peter. Der Sonnenuntergang ist um 18,45 Uhr. Die Dünung hat stark abgenommen, die See wird immer flacher, aber auch der Wind lässt nach und wir machen nur noch 2 – 3 kn Fahrt.

Freitag, 3.12.2010

Nach 48 Stunden haben wir 230 sm geschafft – eigentlich ganz gut. Es ist heute kalt und bewölkt. Ab heute Abend gehen wir Wache, ab 18.00 Uhr wechseln wir alle 3 Stunden bis 9 Uhr morgens. Der Wechsel ist immer Gerd –Bienchen-Sabine-Stefan. Mal sehen wie das so klappt. Sonst alles o.k.

Donnerstag, 2.12.2010

Wie soll es anders sein, der 2. Tag auf See und Sabine hat in der Leiste eine dicke entzündliche Schwellung, sie holt sich aus unserer reichhaltigen Bordapotheke ein Antibiotika und versucht mit einer Salbe dem Problem Herr zu werden, mal sehen wie das weitergeht.

Die See ist etwas gütlicher geworden und wir machen gute Fahrt. Sabine macht sich an das Abendessen, eine nicht so ganz einfache Aufgabe bei dem Geschaukel, aber sie ist ja mitlererweile Spezialist für Backofengerichte und so freuen wir uns auf das Orangenhähnchen, das sehr vorzüglich schmeckt, allerdings ist das Essen selber nicht so ganz einfach, weil man sich in der Regel mit einer Hand immer irgend wo festhalten muss. Beim Spülen saust dann unsere allerbeste Thermoskanne vom Tisch und selbst ein Archäologe hätte Jahre gebraucht, um die ganzen einzelnen Scherben wieder richtig zusammenzukleben. Ab morgen gibt es halt gebrühten Kaffee.

Mittwoch, 01.12.2010 Puerto Mogan – Karibik 2900 sm

10 Uhr, wir bauen das Dingi zusammen und verstauen es auf dem Vorschiff, anschließend wird noch mal Wasser gebunkert. Judit und Ulrich aus Oberstdorf die wir hier in Mogan kennengelernt haben bringen uns noch Ihren letzten Gin, denn für sie ist heute der letzte Urlaubstag und sie müssen wieder in Ihre Hütte nach Oberstdorf, übrigens haben wir mit den beiden vereinbart, dass wir nach unserer Tour für 3 Jahre die Hütte übernehmen, während die Beiden mit dem Sturmvogel auf große Fahrt gehen wollen. Solltet Ihr Euch alle merken „Neumayr-Hütte / Kranzegg“.

11.00 Uhr, wir tanken noch mal voll und legen anschließend ab. Eigentlich wollten wir segeln, aber bis 14 Uhr ist an segeln nicht zu denken, der Wind kommt immer noch aus Süden, soll aber entsprechend der Vorhersagen im Laufe des Vormittags auf Nord drehen.

14.00 Uhr, endlich können die Segel hoch. Bienchen ist es flau im Magen, hoffentlich legt sich das.

17.00 Uhr, Fock und Besan sind oben, wir machen 5 kn Fahrt, aber wir haben es mit sehr hoher kabbeliger Dünung zu tun, der Sturm vom Vortag lässt grüßen und da die Wellen nun dem Wind entgegenstehen entsteht ein sehr unangenehmes Rollen, Stampfen und Gieren,

Essen ist fällt aus, jeder nimmt nur ein Brot und ein Stück Käse oder Wurst in die Hand, gut das wir uns gestern noch mal was gegönnt haben.

Dienstag, 30.11.2010 Puerto Mogan

Morgen soll es dann endlich losgehen, einige andere Segler aus unserer Nachbarschaft machen auch die Boote fertig und tauschen mit uns die Mail Adressen aus um unterwegs Positions-Meldungen durchgeben zu können. Die Resteinkäufe werden gemacht und mit Frank und Christel von der Tralafiti gibt es den Abschiedstrunk. Abends gehen wir dann noch mal in einem sehr schön Lokal essen, wer weiß wann wir mal wieder was Vernünftiges zu essen bekommen.

Montag, 29.11.2010 Puerto Mogan

Wir hoffen, dass das jetzige Tief das letzte ist bevor wir ablegen können. Der Wind fegt mit 48 kn über die Marina und es schüttet wie aus Eimern. Unser Kuchenbuden (Zelt für unser Cockpit) ist schnell aufgebaut und schützt uns vor dem Unmut der Natur.

Sonntag, 28.11.2010 Puerto Mogan

Heute ist erster Advent, wir haben leider nur Teelichter, aber die tun es auch. Eine richtige Weihnachtsstimmung will aber nicht aufkommen.

Samstag, 27.11.2010 Puerto Mogan

So langsam werden wir ungeduldig, wir wollen los, aber das Wetter lässt es einfach nicht zu, der Wind kommt ständig aus Süden und genau da wollen wir ja hin. Nach allem was wir gelesen haben ist das total untypisch, denn Ende November soll der Wind EIGENTLICH sehr beständig aus Norden blasen. Wir kaufen noch verschiedene Kleinigkeiten für die Überfahrt ein und schrubben die Sturmvogel.

Freitag, 26.11.2010 Puerto Mogan

Heute ist Markttag in Mogan, wir hatten uns mehr davon erhofft, wie auf allen Märkten in den Touristen Zentren abgehalten werden gibt es hier T-Shirts, Taschen Geld Börsen, Gürtel, haufenweise billigen Modeschmuck, aber eigentlich nichts, was diese schöne Gegend irgendwie interpretieren kann. Der einzige Gemüsestand hat nur vergammeltes Zeug zu weit überhöhtem Preis, schade, wir hätten uns hier gerne mit Früchten, Salat und Gemüse eingedeckt.

Am Abend versuchen wir unser Yum Yum wieder etwas näher zu bringen und Bienchen hat hier irgendwie eine sehr geschickte Hand.

Sonntag, 19.12.2010

 
Logbuch
Sonntag, 28. November 2010

Donnerstag, 25.11.2010 Puerto Mogan

Heute müssen wir uns von Platz 144 auf Platz 3 verlegen, der Platz ist noch enger und eigentlich für Boote unter 12 m gedacht, es ist schon recht windig, aber das Anlegemanöver klappt unter Mitthilfe eines Nachbarn, der die Sturmvogel mit seinem Schlauchboot gegen den Wind in die Lücke drückt. Gerd war während des Anlegemanövers wieder nicht ansprechbar, hat aber die Sturmvogel souverän in die enge Lücke manövriert. Nachdem wir glücklich in der Box liegen, schläft der Wind natürlich wieder ein. Wir finden hier an dem neuen Platz viele deutsche Segler, die ebenfalls das Sturmtief abwarten wollen, um nächste Woche in die Karibik zu segeln. Ich denke wir werden einige auf unserem Weg wieder treffen.

Mittwoch, 24.11.2010 Puerto Mogan

Wir verlängern die Liegezeit im Hafen um 1 Woche. An Lossegeln ist nicht zu denken. Vorhersage 9 bis 10 Bft., da werden wir wahrscheinlich auch viel Spaß in der Marina haben.

Dienstag, 23.11.2010 Puerto Mogan

11.00 Uhr, wir gehen anker auf und Motoren in die Marina, der uns zugewiesene Platz liegt natürlich mal wieder sehr eng gleich an der Pier, aber das Anlegen mit Heck gelingt wie seit Jahren trainiert, allerdings stolpert Sabine über die Besan Schot und schlägt der Länge nach mit der Brust auf dem Heck auf, sie hat Prellung in der Brust, die ist halt mal nicht groß genug, um als Puffer zu wirken, hoffentlich hat sie sich nichts schlimmeres getan. Gerd holt noch 2 Gasflaschen und gibt dann den Wagen wieder ab und. Die dreckige Wäsche wird in die Wäscherei gebracht. Bienchen und Stefan kümmern sich heute um das Abendessen, besorgen Gambas und noch ein paar Zutaten und kochen abends eine tolle, sehr leckere Gambassuppe. Beim Blick auf das Wetter stellen wir fest, dass das mit dem geplanten morgigen Ablegen wohl nichts wird, es ist Sturm angekündigt, der sich aus Süden auf die Kanaren zuschiebt, es sind Windgeschwindigkeiten über 9 Bft. Angesagt, werden wir wohl noch abwarten müssen.

Montag, 22.11.2010 Puerto Mogan

Wir benötigen noch ein paar Ersatzteile, denn Gerd ist beim setzen des Genua-Baums die Nock (Befestigung des Baums an der Mastschiene) gebrochen die es in Mogan nicht gibt, außerdem brauchen wir noch Gas. Gerd fährt mit einen Mietwagen nach Las Palmas und bringt auch noch einige andere Lebensmittel mit, bei denen wir uns irgend wie verkalkuliert haben. Bei Gas hatte er leider keinen Erfolg und wir werden auf Camping GAZ ausweichen, das es „angeblich“ weltweit geben soll. Für morgen buchen wir einen Platz in der Marina, um noch mal Wasser aufzufüllen usw. haben geplant am Mittwoch abzulegen und endlich Richtung Karibik zu segeln.

Sonntag, 21.11.2010 Puerto Mogan

Wir machen um 11 einen ersten Landgang, suchen den Trans Ocean Stützpunkt und erkundigen uns nach für uns wichtigen Sachen (Einkaufen, wo ist das Bier am günstigsten, wo gibt es einen Arzt der sich mit Rücken auskennt usw.). Die kleine Kneipe in der der TO Stützpunkt seinen Stander hängen hat erinnert uns sehr stark an die gute alte Kaschemme, natürlich trinken wir hier auf den Wirten unseres Vertrauens, den lieben Onkel „E“, ein leckeres Bier.

Samstag, 20.11.2010 Bahia de Arinaga – Puerto Mogan 23 sm

10.45 Uhr, anker auf und Segel hoch, es ist bewölkt und der Wind säuselt mit 3 Bft, die letzte Stunde müssen wir Motoren um noch bei Tageslicht anzukommen.

17.45 Uhr, der Anker fällt in der Bucht vor Puerto Mogan, die Bucht ist gegen Winde aus dem 1 (N bis O) und 4 (W bis N) Quadranten gut geschützt.

Freitag, 19.11.2010 Las Palmas – Bahia de Arinaga 21 sm

Heute wollen wir Anker auf gehen und verschenken vorher noch unseren alten Herd, den unser Nachbar „Peter“ (Fuzzy) verkaufen wollte aber in der kurzen Zeit nicht erfolgreich gewesen ist. Die alten Batterie, die durch das falsche Einstellen des Ladegerätes in Kroatien, bereits nach einem Jahr den Geist aufgegeben haben (war bereits der zweiten Satz Batterien der defekt ist), bringen wir zu unserem speziellen Freund, dem Tankwart, der sie gerne annimmt.

11.45 Uhr Anker auf wenig Wind.

17.00 Uhr, die Damen fangen an zu Kochen

18.00 Uhr, der Anker fällt in der Bahia de Arinaga. Dicke Wolken hängen in den Bergen, kein Mensch in der Bucht. Kein Wunder der Schwell stand die ganze Nacht in die Bucht, aber wir konnten alle gut schlafen. Sabine und Stefan gefällt es bis jetzt gut, keine der beiden zeigt irgend welche Anzeichen von Seekrankheit, lediglich Stefan hat etwas Rücken, hat sich beim Laden der Batterien wohl verhoben.

Donnerstag, 18.11.2010 Las Palmas

Heute steht der Großeinkauf für Lebensmittel an (90 Aufbackbrötchen, 80 Eier, 15 kg Kartoffel, 20 kg Zwiebel, 20 Pack Speckwürfel, usw.). Wir haben uns einen Leihwagen organisiert, ohne den wäre das Einkaufen eine vielen Dinge eine Unternehmung von min. 1 Woche gewesen. Logistische Herausforderung.

 
Logbuch
Sonntag, 21. November 2010

Mittwoch, 17.11.2010 Las Palmas

Morgens schicken wir die Männer zum Getränke holen 200 Dosen Bier 50 Flaschen Wasser usw. Sabine und Sabine bewachen das Dingi und die Sturmvogel. Natürlich backen wir Kuchen und räumen auch noch auf.

Dienstag, 16.11.2010 Las Palmas

Die beiden haben die erste Nacht gut überstanden. Beim Frühstücken kommen wir wieder Besuch von SY Seawych, Peter, dessen Herz nur noch 30 % hat ? der aber raucht wie ein Schlot (Marke Van Andern), gibt uns noch einige Tipps für die Karibik und St. Martin, Peter hat was von Fuzzy.

Nachmittags machen wir einen ausgedehnten Stadtbummel und suchen eine Autovermietung um morgen einkaufen zu können. Wir laden Vodafon noch mal für 2 Wochen ohne Limit auf, so dass wir die letzten Tage nochmals richtig ins Internet können. Abends macht Gerd Kotelett und Bratkartoffeln.

Montag, 15.11.2010 Las Palmas

Unser alter Herd spinnt, Brot und Kuchenbacken sind Glücksache aber notwendig, wir können kein Brot mitnehmen und es 3 bis 4 Wochen lagern. Also schaffen wir uns noch einen neuen Herd an und testen nach dem 3 stündigen Einbau natürlich sofort die Funktion. Tolles Brot und unsere Gäste können nun kommen.

Um 17:300 Uhr rufen Sabine (2) und Stefan an und Gerd holt sie mit dem Dingi vom 200 m entfernten Strand ab. Wir klönen erst mal und bekommen noch Besuch von Frank und Sophie die ein paar Boote entfernt vor Anker liegen und die wir schon in Santri Petri, unterhalb von Cadiz getroffen haben. Er war damals mit 2 zusammen gebundenen Kajaks Wasser holen (Sandra wird sich erinnern).

Der Abend ist redselig geprägt und nachdem wir Stefan und Sabine 2 (Bine) die Kojen gezeigt und die Toilette erklärt haben, verschwinden wir um 2 Uhr in der KJoje.

Sonntag, 14.11.2010 Las Palmas

16.00 Uhr Altstadtbummel ca. 8 km Marsch – alle Geschäft zu.

Samstag, 13.11.2010 Überfahrt Gran Canaria/Las Palmas

Wir kommen zu gut voran und müssen gegen 5.00 Uhr zurückkreuzen, damit wir erst bei Tageslicht in den Hafen segeln können. Um 8.15 Uhr erreichen wir den Hafen und erfahren um 10.00 Uhr, dass wir leider keinen Platz mehr bekommen können. Wir sollen uns in die benachbarte Ankerbucht verziehen, ist aber o.k. Die ganze Marina ist mit ARC-Teilnehmern voll besetzt, alle haben das Flaggen ABC gesetzt und bilden so eine schöne Kulisse für unseren Ankerliegeplatz.

Wir machen einen Landgang in Richtung Handelshafen zum Shopping Center, hier ist anscheinend gerade ein größeres Fest in Gange und wir holen uns an einem Alemannin Bratwurst Stand eine Bratwurst „deutscher Art“ für 5 EUR (haben wir erst begriffen als die nette Dame uns die Rechnung macht), mehr Masse als Klasse, aber sättigend. 2 Große Bier kosten allerdings nur 3 EUR, andere Länder andere Sitten. Um 18.30 Uhr soll die ARC-Schicki-Micki-Party beginnen, doch wir sind pünktlich an Bord, Gerd ist müde, also keine Party – wir werden doch älter??!!!

Freitag, 12.11.2010 Morre Jable – Überfahrt nach Gran Canaria 60sm

11:00 Uhr wir Motoren zur Tankstelle und bunkern Diesel, höchstwahrscheinlich der letzte Tank-Gang vor der Überfahrt, außerdem dürfen wir noch mal am Steg festmachen und füllen unsere Wassertanks auf. Die Überfahrt nach Gran Canaria ist für heute Nacht geplant, damit wir bei Tageslicht ankommen und nicht in der Nacht wie blind im Hafen herumirren. Um  15.45 Uhr müssen wir bereits ablegen, da die Box von einem anderen Segler reserviert wurde und der läuft gerade in die Marina ein.  Mit 15 kn Wind und 5,6 kn Fahrt kommen wir heute schneller voran, als wir geplant hatten, von den Bergen vor Morre Jable kommen Böen bis 25 kn runter und wir gehen in ds erste Reff. Weiter draußen beruhigt sich der Wind wieder etwas und wir haben ziemlich beständig 15 kn Wind. Wir lassen das Reff eingebunden, um nicht zu schnell zu sei, ist schon verrückt, wenn wir gerne Wind hätten, ist Flaute, und wenn wir genügend Zeit einrechnen, drückt uns der Wind nur so vor sich her. Die See hat etwa 3 m, wir machen gute Fahrt von 5 bis 6 kn  3 m und unsere Sturmvogel hat anscheinend unheimlich gefallen am extremen Rollen gefunden, an Schlaf ist wieder nicht zu denken.

Donnerstag, 11.11.2010 Gran Tarajal – Morro Jable 18 sm

11.00 Uhr, wir gehen Anker auf uns Segeln nach Morro Jable, schönes Segelwetter. Wir machen im Hafen neben Regensburgern fest, werden aber um 19 Uhr, es ist schon dunkel, von unserem Platz vertrieben und müssen an der Pier festmachen, das ist im dunkeln nicht ganz einfach, den die Pier und die davor liegende Rampe sind so gut wie nicht zu sehen, nur die Taschenlampe des Mariniero ist unser Orientierungspunkt, aber wir machen das als hätten wir nie was anderes getan. Es steht einiges an Wind an und wir müssen bei der Leinenlänge den Tiden-Hub mit einrechnen, auch das an und von Bord gehen gestaltet sich manchmal etwas schwierig.

 
Logbuch
Sonntag, 21. November 2010

Mittwoch, 10.11.2010 Rosario – Gran Tarajal 23 sm

Wir können fast die ganze Strecke segeln. Sehr karger Küstenabschnitt

17.30 Uhr Landgang und Tapasessen

Dienstag, 9.11.2010 Arrecife – Rosario/Fuerteventura 33 sm

9.05 Uhr Anker auf – leichter Nieselregen, bewölkt, Wind 7 kn.

9.40 Uhr alle Segel oben Wind 9 kn, Fahrt 4,5 kn.

16.00 Uhr der Ankern fällt in Rosario, ist hier nichts berühmtes.

Montag, 8.11.2010 Arrecife

Unser Paket, auf das wir warten ist immer noch nicht bei Römers angekommen. Wir werden heute versuchen den erforderlichen Solarregler in Arrecife.Und was soll ich sagen, genau der Regler den ich haben wollte, liegt in dem Solarladen unter dem Tresen. Sollten die restlichen Sachen nicht bis zum Abend ankommen werden wir morgen Anker auf gehen. Sabine räumt Schiff schon mal auf.

Abends laden wir die ganze Klicke in die alte Stammkneipe vom „Best Heinz“ ein haben noch einen netten Abend mit vielen Themen, hauptsächlich ging es natürlich um Krofdorf und allen Originalen, derer wir uns dort glücklich schätzen.

Sonntag, 7.11.2010 Arrecife

9.14 Uhr Dirk, Wilma, Werner und Volker holen Gerd zu einer Wanderung auf die Vulkankrater Caldera Blanca und Timan Faya ab, wir fahren bis zum Parkplatz in Caldera und laufen dann durch einen schmalen Trampelpfad durch Lavafelder zum Caldera Blanca Gigantische Gegend, unglaublich, unbeschreiblich, muss man gesehen haben, aber ich möchte nicht hier gewesen sein, als die Vulkane aktiv waren. Auch die Größe der Vulkantrichter, in die wir hinabsehen können sind nicht zu beschreiben und auch mit der Kamera nicht festzuhalten. Am Kraterrand des Timan Faya wartet ein alter Freund schon auf Werner, ein großer Kolkrabe nimmt Werner´s Käsehäppchen gerne an hüpft und fliegt eine ganze Zeit um uns herum. Werner ist anscheinend öfter hier oben.

Nach der Wanderung nehmen wir in einer kleinen Bodega ein leckeres Mittagessen mit Kichererbsen, Wurst und fettem Speck. Die Auswirkungen der Kichererbsen begleiten mich allerdings bis spät in die Nacht.

Sabine war mit den Frauen auf einen Markt und macht eine Inselrundfahrt durch die Lavaströme und an die andere Seite der Küste. Tolle Strände und ein Hotel besichtigt „Vulkanhotel“ ein Traum.

Samstag, 6.11.2010 Arrecife

10.00 Uh, wir müssen heute dringend mit der Familie Skypen, kommen aber nicht in das Internet, also schnell in die Stadt zu Vodafon, ca. 1 h angestanden und dann die Auskunft bekommen, dass an diesem Morgen Vodafon grundsätzliche Probleme hatte und ein einloggen nicht möglich war. Ich habe dann im Laden noch mal versucht in das Internett zu kommen und alles ging perfekt, Aufregung umsonst und Talke mit der Familie möglich.

Freitag, 5.11.2010 Arrecife

Marietta und Werner, Wilma und Dirk haben uns heute Abend zum Sparrib Essen in schöner Strandbar eingeladen. Volker und Klaus mit Ihren Frauen und Werner`s Schwester sind mit von der Partie und wir haben einen netten Abend mit wunderbarem Essen, Bier und den bekannten Klängen unserer heimischen Mundart.

Donnerstag, 4.11.2010 Arrecife

Heute ist einkaufen bei Lidl angesagt und natürlich lassen wir uns einen Besuch in dem berühmten Schwedischen Möbelhaus Ikea nicht entgehen, um uns nach dem Rundgang mit einem sättigenden Hod Dog und einer Cola zu verwöhnen. Ja uns geht es gut, nur die Zeitumstellung macht uns doch sehr zu schaffen und wir sind nur müde, das ist eben das Los des Fahrtenseglkers.

Mittwoch, 3.11.2010 Arrecife

Sabine legt heute bei Marietta einen Waschtag ein und Werner, Dirk, Volker, Wilma und Klaus machen mit Gerd einen kleinen Segeltörn vor Arrecife. Klaus, ein Freund von Römer´s, ist Angler und wird uns heute zeigen wie ein Tunfisch gefangen wird, aber auch nach mehreren Richtungswechseln und unterschiedlichen Geschwindigkeiten ist nicht der kleinste Fisch an der Angel, nur die Angelschnur hat sich irgend wie am Ruder der Windsteueranlage verheddert. Nach dem der Anker wieder im Hafenbecken gefallen ist, nehmen wir einen Anleger und anschließend setze ich alle mit dem Dingi wieder an der Pier ab, Klaus sitzt bei dieser Aktion direkt vorne im Dingi und sorgt mit seinem etwas höheren Gewicht, natürlich auch durch das enorme Gewicht der Angelrute, für etwas Ungleichgewicht im Schlauchboot, der Außenborder erreicht mit der Schraube gerade eben so noch das Wasser und Klaus sitzt ca. 10 cm im Wasser, ein Bild für die Götter.

 
Logbuch
Sonntag, 21. November 2010

Dienstag, 2.11.2010 Arrecife

Auch heute wieder den ganzen Tag auf dem Boot bei 30 kn Wind. Nachdem wir 2 x leicht aufgesetzt haben, suchen wir uns lieber einen neuen Ankerplatz am Handelshafen und liegen hier auch sehr gut.

Montag, 1.11.2010 Arrecife

In der Nacht fängt es an windig zu werden. Wir können mal wieder nicht vom Boot. Gerd schließt unseren Pactor an und räumt seine Werkstatt auf.

Sonntag, 31.10.2010 Arrecife

Werner Römer holt uns um 10:30 ab und wir werden mit einem wunderbaren Frühstück auf der Terrasse von Marietta und Werner verwöhnt, die Anstrengung der letzten  Tage ist bei Rührei, Marmelade und selbstgebackenem Brot von Marietta schnell vergessen. Nach dem gemütlichem Frühstück kutschieren die Römer`s uns über die wunderschöne Insel, die den Anschein hat als wären die letzten paar Tausend Jahre spurlos an der Landschaft vorbeigegangen, es ist alle sehr wild und vereinzelte Grünpflanzen wiedersetzen sich einfach den schlechten Bedingungen und wachsen Farbenfroh vor sich hin. Der Weinanbau auf Lanzarote ist der Hammer, in keinen Gruben mit Durchmessern von 4 – 5 m und 1 – 2 m Tiefe wachsen die einzelnen Weinreben. Diese Reben zu ernten muss eine Wahnsinnsanstrengung sein, denn wenn man in die Gruben gehen will, rutschen die feinen schwarzen Lavasteinchen immer wieder unter den Füßen weg. Eine solch wilde Landschaft habe ich vorher noch nie gesehen. Die Insel besteht praktisch  nur aus Vulkanen, Lavafeldern und dem schwarzen Gestein. Wir gehen auf einen Markt in Tequise und besuchen die Wellenreiter in der Bucht von Rada de Penedo und lassen uns abends tolles Essen in einem netten Lokal in einem Bürgerhaus schmecken und versuchen natürlich von den Lanzarote Wein, der eigentlich nicht außerhalb Lanzarote vermarktet wird, der Wein schmeckt sehr gut und ist recht bekömmlich, schade dass Werner fahren musste, sonst hätten wir sicherlich noch ein, zwei Karaffen weggeputzt..

Samstag, 30.10.2010 Überfahrt – Lanzarote Arrecife

2.30 Uhr Gerd liegt in der Koje um 5 ist Wachwechsel.

13.50 Uhr mit 3,6 kn Fahrt segeln wir die letzten 7,3 sm

17.15 Uhr beim Einlaufen in den Hafen haben wir natürlich 15-20 kn Wind und 6 kn Speed, das glaubt kein Mensch. So wären wir in 4 Tagen hier gewesen. Wir suchen einen Ankerplatz und setzen leicht auf, der Adrenalin-Spiegel geht in Millisekunden hoch (ob das für das Herz von Gerd gut ist?), doch wir kommen schnell wieder frei und nach 3maligem Versuch hält der Anker endlich und wir sind angekommen und können uns bei Marietta melden, die uns gleich für den nächsten Tag zum Frühstück einläd.

20.00 Uhr Landgang schon mal die Uhr um 1 Std zurückgestellt auf Lanzarotetime und in der Nacht müssen wir dann durch die Umstellung auf die Winterzeit, noch mal eine Stunde zurückstellen, das macht uns alles gar nichts und wir schlafen selig bis zu nächsten Morgen 9 Uhr aktuelle Zeit.

Freitag, 29.10.2010 Überfahrt

2.30 Uhr Wachwechsel, Gerd geht in die Koje, noch 155 sm.

4.00 Uhr 10 kn Wind 5 kn Fahrt noch 149 sm. Falls es so weiter geht kommen wir doch noch am Samstag an lt. GPS noch 30-32 Std. Die Wettervorhersage zunehmend Wind. An den Wachrhythmus haben wir uns inzwischen ganz gut gewöhnt und die Launen sind auch wieder etwas besser, die Geräusche des Wassers, sind sehr angenehm und fördern das Wohlbefinden eher, als das es als störend empfunden wird. Wir haben nun kaum noch Seegang und gleiten übers Wasser.

5.30 Uhr Warum der Wind aus SE 10-11 kn kommt weiß kein Mensch – Vorhersage ist NE – aber das stellt für uns auch noch kein Problem dar und wir kommen im Am-Wind Kurs gut voran.

7.00 Uhr Wind kommt aus S, genau von dort wo wir hin möchten, wir müssen Aufkreuzen, allerdings ist das bei nur 3-6 kn Wind, doch eher mühsam. Gerd hat die Schnauze voll und geht in die Koje.

8.20 Uhr Motor an, mit Segel geht nichts mehr.

14.00 Uhr Motor aus – alle Segel hoch. Gerd hatte heute Waschtag er duftet. Noch 110 sm. Neuer Versuch einen Fisch zu fangen, leider wieder ohne Erfolg.

20.30 Uhr, die Genua und das Besansegel sind oben, nur 2,5 -3,5 kn Speed, noch ca. noch 30 Std.

21.00 Uhr, Sabine startet den Motor, rollt die Genua ein und weckt Gerd aufgeregt nach 5 Minuten, sie nimmt an mitten auf dem Meer (2.000 m Tiefe) auf eine Sandbank gelaufen zu sein, die Sturmvogel ließ sich nicht mehr steuern, das Problem war schnell behoben, -wenn der Motor im Leerlauf Drehzahl macht und der Gang nicht eingelegt ist, kann man ein Schiff nicht steuern. Prima?!!! -.Bei 5,5 kn Fahrt hätten wir noch 16 Std.

Donnerstag, 28.10.2010 Überfahrt

1.30 Uhr Wachwechsel, Sabine geht schlafen. Das Segeln ist jetzt sehr angenehm.

15.30 Uhr Delfine begleiten uns über ½ h wir segeln mit 5 kn Speed. Wir testen unser Sateliten-Telefon und sprechen kurz mit unseren Eltern. Noch 193 sm

20.14 Sabine geht schlafen – Gerd geht Wache und liest unser Logbuch

Mittwoch, 27.10.2010 Überfahrt

00.47 Uhr Wind 9 -13 kn NE Speed 4-5 kn noch 339,4 sm

3.00 Uhr Gerd geht schlafen

7.00 Uhr Wachwechsel, Sabine geht schlafen noch 310 sm 4kn Speed und 10 kn Wind

12.00 Uhr segeln nur noch mit Fock (nicht mehr ausgebaumt) jetzt wesentlich angenehmer wir haben Halbzeit noch 291,2 sm

20.00 Uhr Sonnenuntergang Gerd geht schlafen

Dienstag, 26.10.2010 Überfahrt

1.35 Uhr Gerd ist wieder an Deck und Sabine geht schlafen noch 428 sm

5.00 Uhr Wachwechsel.

12.30 Uhr Motor an, nur noch 2 - 4 knWind und noch 390 sm, nur noch leichter Seegang, ab und zu überholt uns noch mal eine größere Atlantikwelle und bringt die Sturmvogel ins Rollen. Gerd ist schlecht gelaunt, er hat Probleme einem Auge und, und, und…Seit gestern kein Schiff mehr gesehen. Sabine hat 4 Std gut geschlafen. Der Sonnenaufgang war heute um 9.00 Uhr und sofort wurde es warm – kurze Hose und T-Shirt. Abends um 20.00 Uhr geht die Sonne unter und auf der anderen Seite kommt der Mond rund und rot hoch. Die Nacht ist durch unser bewusst sein um die Größe dieses Meeres und die Wolkendecke, die keinen Blick auf Sterne und Mond freigeben, schon sehr Bedrohlich für uns.

13.00 Uhr Gerd kann seinen Hintern einfach nicht ruhig halten und muss immer etwas tun, die Angel wird zum x-ten mal rausgeholt um uns mit frischem Fisch zu versorgen. Wird aber wieder nichts mit Fisch.

17.00 Uhr bis 19.00 Uhr, wir lassen den  Motor mitgelaufen, kaum Wind. Dann wird die Fock wieder ausgebaumt.

Montag, 25.10.2010 Überfahrt

6.30 Uhr noch 333 sm, Gerd versucht zu schlafen. Ich denke er hat keine Chance, es steht starker Seegang an und die Segel schlagen.

10 Uhr, Gerd baumt die Genua aus um das Segel zu schonen und mehr Segelfläche zu haben.

19.00 Uhr wir fühlen uns nicht besonders gut, haben nur Minuten geschlafen, nur „Gerhard“, unsere Windsteueranlage, ist so frisch wie immer und steuert und mit 4-5 kn Fahrt dem Ziel entgegen. Noch 229 sm bis zum 1. Wegpunkt.

22.15 Uhr Gerd versucht zu schlafen, bei 12 kn Wind und 5 kn Fahrt, rollt dies Sturmvogel nicht ganz so stark.

 
Logbuch
Montag, 1. November 2010

Montag, 25.10.2010 Überfahrt

3.00 Uhr, der Wind mit angenehmen 15-20 kn, gibt uns einen Speed von um die 6 kn, so kann es von uns aus weiter gehen. Wir haben bereits 60 sm geschafft. Kein kreuzen, relative gleichmäßiger Wind von schräg hinten, ein ganz neues Gefühl. Im Bereich um Gibraltar missen wir stark aufpassen, hier sind doch einige größere Pötte unterwegs und die sind sehr schnell da. Die ganze Nacht ist nicht an Schlafen zu denken. Wir ruhen abwechselnd.

Sonntag, 24.10.2010 Cadiz – Überfahrt nach Lanzarote (600 sm)

Wir duschen noch mal, holen Brot, Frühstücken, Skypen ein letztes mal vor dem Start mit Gertrud und nachdem die Räder verstaut und der Schlüssel abgegeben ist, geht´s los.

12.10 Uhr, wir legen ab und Motoren bis kurz vor die Bucht.

13.00 Uhr, alle Segel sind oben, wir machen gute Fahrt mit 6 kn.

17.10 Uhr, das Groß wird geborgen, wir wollen und in der Nach keinen Stress machen, denn es ist etwas stärkerer Wind angesagt. Gerd ist immer noch ein wenig in sih gekehrt und übernimmt gerne das Abendessen, Es gibt Kotelett mit Bratkartoffeln, eine echte Aufgabe bei den heftigen Schiffsbewegungen.

Die letzten Tage vor unserer Abfahrt war starkwind in dieser Gegend und der hat einiges an Wellen für uns zurückgelassen, 3 bis 4 m und sehr kabbelig.

 

Samstag, 23.10.2010 Cadiz

Der Abschied von Becci und Thomas steht an, Gerd hat wieder einen dicken Klos im Hals und spricht wenig. Wir fahren die beiden zum Flughafen und verabschieden beide herzlich, kurz und knapp. Gerd kann sich nicht länger aufhalten, zu viel Herzeleid. Wir fahren zurück nach Cadiz, besuchen schweigend einen Flohmarkt und kaufen für die nächsten Tage ein, wir wollen, wenn das Wetter passt, so schnell wie möglich nach Lanzarote aufbrechen, wir werden dann ca. 5 bis 6 Tage unterwegs sein. Abends schauen wir uns noch den Wetterbericht an und entscheiden, am Sonntag abzulegen und den Bug Richtung Südwest auszurichten.

Freitag, 22.10.2010 Cadiz

Wir haben heute und morgen noch unseren Mietwagen und möchten gerne eine Sherry und Brandy Bodega in Jerez besuchen um mal zu sehen, wie der Sherry, der meistens von Engländern konsumiert wird und Brandy, der meistens von Gerd konsumiert wird, hergestellt wird und warum das eine so und das andere so gut auf dem Gaumen schmeckt. Es war sehr interessant, gelernt haben wir, dass ein wichtiges bei der Geschmacksfindung die Eichenfässer sind und das Sherry vom Wortstamm Cerez abstammt. Abends gehen wir dem Wunsch von Thomas nach und machen uns auf den Weg in die Altstadt von Cadiz, leider haben wir uns das falsche Lokal ausgesucht, die Paella war sehr geschmacksneutral, Bofrost Paellas sind um Klassen besser. Auf dem Nachhauseweg sind wir dann noch in ein Flamenco-Lokal geraten, lauter Einheimische die kräftig mitgemacht haben und immer mal mit einem lauten Ole die vorgetragenen Texte kommentiert haben. Das Lokal hatte etwas von der guten alten Kaschemme zu Erhards Zeiten.

Donnerstag, 21.10.2010 Cadiz

Nach einem frühen Frühstück, heißt ja so, weil es früh eingenommen wird, um 9 Uhr fahren wir Richtung Gibraltar (wir brauchen wieder Asbach und den gibt es dort recht günstig), muss man mal gesehen haben, die 180 km sind schnell gefahren und wir können Thomas und Becci sogar Englisches Wetter zeigen, direkt über Gibraltar (England) hängt eine Riesige Wolke, die sich auch nicht verzieht und wirft ständig Schatten und trübes Wetter in den wusseligen Touristenort, der Schatten endet unmittelbar an der Grenze zu Spanien und hier scheint die Sonne  wie man es gerne hat. Wie soll es anders sein, die Damen durchstöbern jedes Geschäft und die Herren stehen vor den Geschäften schmiere. Nach dem wir die einen oder anderen nützlichen (Asbach und Zigaretten) oder auch unnützen Dinge (fällt mir jetzt nicht ein) gekauft haben, marschieren wir wieder zurück zum Auto und fahren nach Ronda in die Berge. Wir fahren durch wunderschöne Passstraßen mit ausblicken, die begeister und finden am Ende das Städtchen Ronda mit seiner Schlucht, die die Alt- und Neustadt trennt und die nur durch eine Brücke verbunden ist. Die Aussicht ist wirklich toll und auch die Straßen und Gässchen sind ein Augenschmaus, wir hätten uns gerne noch die erste Stierkampfarena Spaniens, im Zentrum der Neuen Stadt von innen angesehen, aber der Preis für die Besichtigung war einfach unverschämt. Nach dem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt fahren wir wieder zurück nach Cadiz und kommen erschlagen und müde an, der Abend wird heute nicht so lange, die letzten fallen um 23 Uhr in die Koje.

Mittwoch, 20.10.2010 Rota – Cadiz (6,5 sm)

12.00 Uhr, wir segeln zurück nach Cadiz, Thomas versucht sich heute wieder mal beim Angeln, er hat sich eine todsichere Methode ausgedacht, bei der die Fische einfach anbeißen müssen, nach langen 4 h müssen wir aber leider in die Marina um noch einen Platz zu bekommen und seine Methode wirkt erst nachdem die Fische  4 ½ h überzeugt wurden anzubeisen, schade wurde halt heute wieder nichts.

15.00 Uhr, wir legen im Club Nautico an. Gerd fährt mit dem Fahrrad in die Stadt um das per Internett bestellte Auto anzuholen ( bei Bestellung über Internett kostet das Auto nicht mal die Häfte von dem, was man zahlt, wenn man direkt im Büro bucht, außerdem bekommt man ein größeres  Auto, wenn die bestellt Größe nicht da ist). Wir wollen morgen mit dem Wagen einen Ausflug nach Gibraltar und Ronda machen.

Abends kocht uns Sabine ein leckeres Essen auf der Sturmvogel.

Anschließend Yum Yum und Diskussionsabend bis in den frühen Morgen, die Flasche Brandy ist leer.

Dienstag, 19.10.2010 Rota

Die beiden Gäste ziehen heute alleine los und machen mit dem Rad eine Erkundungstour durch die Stadt und die Umgebung. Sabine ist wieder an den Gardinen (eine never ending story), aber das wird schon, wozu haben wir auch sonst die Nähmaschine mitgenommen.

Gerd ist heute für das Abendessen zuständig, es werden Röstkartoffel und Schnitzel Wiener Art gereicht, dazu gibt es ein leckeres Lidl Bier aus der Dose mit festlichem Dekor und als Nachtisch wird Twix gereicht, die Mannschaft ist begeistert. Als Gesellschaftsspiel wurde heute mal Yum Yum vorgeschlagen, wollen halt alle mal mit einem der noch amtierenden Meister spielen und sich beweisen, junge Leute, kann man verstehen.

Montag, 18.10.2010 Rota

Heute ist Ruhetag mit gemütlichem Frühstücken, Duschen, Chillen, Strand. Gerd verlegt das neue Antennenkabel für das Kurzwellengerät und erzeugt einen kurzen Stromausfall. Das Massekabel zum Hauptmasseanschluss war nicht richtig festgezogen und hatte keinen guten Kontakt, aber nach einer Stunde ist alles wieder o.k. Am Abend gehen wir in das Städtchen essen, wir finden in einer Seitenstraße eine kleine Restaurant und Essen sehr gut und recht preiswert. Anschließend ist Diskussionsabend mit verschiedenen Themen, das Bier fließt in Strömen.

Sonntag, 17.10.2010 Cadiz – Rota (6,5 sm)

Schon früh, 9 Uhr sind Becci und Thomas mit den beiden Fahrrädern unterwegs in die Stadt um Brot zu holen. Gerd macht Rührei und wir haben ein gemütliches Frühstück..

14.00 Uhr, wir legen ab und machen einen verlängerten Törn mit aufkreuzen zurück nach Rota. Hier hat es uns gut gefallen und die beiden Gäste wollen gerne mal an den Strand zum Baden und da sind wir in Rota genau richtig.

16.00 Uhr, wir legen in Rota in unserer schon bekannten Box an und die beiden Gäste gehen erst mal zum Strand. Das Badevergnügen ist allerdings kurz, denn die Temperaturen sind nicht mehr so wie im August.

Abends sind wir dann in der kleinen Stadt unterwegs und machen vor dem Essen auf der Sturmvogel einen kleinen Stadtbummel.

Samstag, 16.10.2010 Cadiz

12.00 Uhr, die Verabschiedung von Knut und Sandra geht uns richtig an die Nieren, bei Sabine und Sandra ist große Trauer, Sandra hat sich die 3 ½ Wochen auf der Sturmvogel gut eingelebt und wäre wohl gerne noch länger an Bord geblieben

Zurück zum Alltag, Gerd geht mit den beiden neuen Gästen einen Stadtbummel machen, nach einigen Geschäften bleiben Beccis Gedanken offenbar an einem Trenchcoat hängen, der dann nach einigem überlegen einfach mitgenommen werden muss. Steht Ihr sehr gut. Becci meint anschließend, dass die Männer nur am Lästern sind und Ihr die Kaufentscheidung nicht gerade erleichtert haben.

20.00 Uhr, zum Sun Downer kommen die Deutschen Alex und Melanie vom Nachbarboot zu Besuch, es wird eine lange Nacht.

Freitag, 15.10.2010 Rota – Cadiz (6,5 sm)

13.00 Uhr, Gerd geht zum Busbahnhof um Becci und Thomas, die mit dem Bus von Jeres gekommen sind abzuholen. Sandra und Sabine machen noch einen letzten Einkaufsbummel in der schönen kleinen Stadt.

13.45 Uhr, nach einem kleinen Imbiss für die Neuankömmlinge Thomas und Becci legen wir ab und segeln Richtung Cadiz. Thomas und Becci sind noch etwas unsicher, ob sie das Segeln überhaupt vertragen, aber alles ging gut.

15.45 Uhr, wir legen im Club America in Cadiz an und geben den beiden neuen erst mal Zeit sich in der Sturmvogel häuslich einzurichten.

17.00 Uhr, Knut und Gerd fahren in die Stadt und holen den Mietwagen für Knut und Sandra, anschließend wird bei Lidl eingekauft, was bei den eingekauften Mengen mit dm Auto erheblich einfacher ist.

20.00 Uhr, wir gehen zum Essen in die Stadt, aber leider noch zu früh. Die meisten und besten Lokale öffnen erst um 21.00 Uhr. Der gemeine Spanier geht spät Essen. Nach langem Suchen finden wir in einer Seitenstraße ein kleines Restaurant. Wir sprechen kein spanisch und die beiden alten Knaben, die das Lokal bewirtschaften, sprechen keiner englisch, französisch oder gar deutsch. Wir versuchen den Schilderungen des einen Spaniers, der sehr bildlich und gestenreich spricht und einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt, zu folgen und bestellen dann das geschilderte. Leider ist für Becci und Sandra nicht das Richtige dabei. Also bestellen wir noch Polo (Hähnchen) für Sandra, allerdings wird das hier leicht medium serviert, kurz um das Hähnchen ist nicht durch, also Reklamation auf spanisch. Sandra bekommt nach einiger Zeit ihren Teller wieder, leider ist ihr der Appetit vergangen. Den anderen hat die gebrachte Platte, bestehend aus Fisch, Gulasch usw. recht lecker geschmeckt, die Geschmäcker sind halt verschieden. Nach dem Essen sind wir dann auf dem längsten möglichen Weg zurück zum Sturmvogel, denn hier musste ja noch der Absacker genommen werden.

Donnerstag, 14.10.2010 Rota

Heute war langes ausschlafen angesagt und jeder hat sich daran gehalten. Ansonsten haben wir uns mit Lesen – Bilder übertragen – Logbuch schreibendie Zeit vertrieben. Sandra ist ungehalten, der spanisch Kurs auf CD ist doch recht schwierig in MP3 umzuwandeln, bzw. das umwandeln war o.k. aber die Reihenfolge war nicht hinzubekommen. Abends steht natürlich wieder Yum Yum an, langsam wird Knut zum Meister.

Mittwoch, 13.10.2010 Nachfahrt nach Rota

0.00 Uhr, Knut, der die zweite Wache hatte geht schlafen.

2.00 Uhr Gerd geht schlafen Sandra und Sabine machen die blödeste Wache, die sogenannte „Hundewache“, die beiden konnten vor Aufregung vorher nicht schlafen und sind jetzt auf sich alleine gestellt. Um 6.00 Uhr erscheint Knut zu seinem Dienst und Gerd klettert um 7.00 Uhr aus seiner Kojen. Ab jetzt schlafen Sandra und Sabine bis 10.00 Uhr. Es war eine sehr anstrengende Nacht, da viele Boote und Bohrinseln auf der Kurslinie lagen und sehr aufgepasst werden musste, aber alles bestens, das Anstrengendste war das aufhalten der immer schwerer werdenden Augenlieder.

11.00 Uhr, wir treffen in Rota ein und bekommen einen Steg, den aber anscheinend die vielen Möwen für sich beanspruchten, außer ein paar Krächtslaute und ein paar Flecken „Möwenschiss“ ließen sie uns aber gewähren und verzogen sich so langsam.

13.00 Uhr, Gerd muß wieder mal tauchen, anscheinen haben wir uns beim einlaufen in die Marina unter Motor eine dünne Angelschnur um die Welle gewickelt, die aber so fest saß, das ein einfaches loswickeln nicht möglich war, er musste mit dem Messer ran, hat aber alles wieder gerichtet.

15.30 Uhr, noch müde von der Nacht machen wir einen Einkaufsbummel im „Seltersweg“ von Rota, wir finden ein kleines Kaffe und sind erstaunt über den niedrigen Preis, für ein paar leckere Kuchenstücke und jeweils einen Kaffee zahlten wir keine 5 EUR. Langsam wurde es kalt und wir mussten mit unseren kurzen Hosen zurück zum Schiff, um uns wärmer anzuziehen.

 

Dienstag, 12.10.2010 Mazagon – Rota (50 sm) – Nachtfahrt

Heute ist eine Nachfahrt angesagt, die Damen wehren sich zwar ein wenig, aber was sein muss, muss sein.

15.00 Uhr, wir legen ab, es ist – sonnig und ein angenehmer etwas schwacher Wind drückt uns Richtung Rota, wir haben ja Zeit.

20.00 Uhr, die Dunkelheit bricht so langsam herein und es werden die Schwimmwesten angelegt (nachts immer).

Das Essen ist im Ofen und wir haben eine angenehme Fahrt, der Wachwechsel klappt hervorragend und alles ist bestens.

Montag, 11.10.2010 Chipiona – Mazagon (27 sm)

Das Gepäck, das nach Chipiona gebracht werden sollte ist immer noch nicht angekommen und beim Telefoniert sagt man Knut, dass es zuerst zurück nach Madrid gebracht werden soll, da für Chipiona eine anderes Auslieferungs-Büro zuständig ist, Knut ist sauer und faltet die Dame am Telefon ordentlich zusammen. Wir gehen dann erst mal Duschen um uns abzukühlen, funktioniert sehr gut, denn die Duschen sind kalt und geben nur einen rationierten Strahl frei.

11.30 Uhr, wir legen ab und machen uns auf den Weg nach Mazagon. Die See ist recht flach und wir machen bei nur 12 kn Wind 6 kn Speed, Knut hat den Sturmvogel voll im Griff. 10 sm vor Mazagon kommen wir in ein Feld mit lauter Bojen, von denen wir zuerst annehmen dass es sich um Markierungsbojen der Fischer handelt, bis wir herausfinden, dass wir in ein militärisches Übungsgebiet geraten sind und die Bojen das weite „Zielgebiet“ in einzelne Planquadrate aufteilt, um die Treffer feststellen zu können. Zum Glück ist heute das Übungsschießen ausgefallen.

19.00 Uhr, wir legen an und machen in der sehr ansprechenden Fußgängerzone einen Stadtbummel, natürlich versäumen wir nicht das obligatorische Tap-Essen, sehr lecker. So klein wie die Stadt ist, Vodafon Läden sind verbreiteter  als Mc Donald und wir werden morgen versuchen den alten Chip zu verlängern.

Sonntag, 10.10.2010 Cadiz – Chipiona (22 sm)

Heute Nacht ist bei dem starken Wind, eins der beiden Dingi-Ruder über Bord gegangen und ist zumindest in der Marina nicht mehr zu finden, so müssen wir eben den Atlantik absuchen oder ein neues kaufen, ich denke wir kaufen eher ein neues, das Suchen würde wahrscheinlich zu langwierig.

11.00 Uhr, wir legen bei 15 kn Wind ab, kreuzen aus der Bucht und machen uns auf den Weg nach Chipiona. Eigentlich ein ganz schöner Törn, der Himmel ist etwas bewölkt, aber wir wollen Knut zumindest ein bisschen Segelerlebnis bieten.

18.30 Uhr, wir legen an und bauen gleich unser Cockpitzelt auf, zum Glück, denn kaum ist es aufgebaut ergießt sich ein Wolkenbruchartiger Regen über uns. In unserer trockenen Plicht sitzen wir bei unserem Anleger mit ein paar Oliven, Käse und Paprikawurst und haben es gemütlich.

Beim Versuch mit zuhause zu skypen steigt unser Vodafon Stik aus, Leer, wir haben wahrscheinlich zu oft den „Windguru“ bemüht und nach dem Wetter gesehen.

Samstag, 09.10.2010 Cadiz

Der Starkwind lässt den Sturmvogel die ganze Nacht in der Box tanzen der zusätzliche Regen gibt uns jedoch ein Gefühl der Geborgenheit in unserer Old Lady und sorgt zusätzlich dafür, dass das verschmutzte Deck mal wieder sauber wird. Am Morgen wäre an ein Ablegen nicht zu denken und langsam schleicht sich wieder etwas bessere Stimmung ein. Knuts Gepäck ist noch nicht geliefert und er versucht telefonisch nachzuhören wo es ist und wann es voraussichtlich geliefert wird, das Gepäck ist gefunden und liegt im Moment in Sevilla, wann es zur Marina gebracht wird kann allerdings nicht genau angegeben werden, denn es ist Samstag und das Wochenende steht bevor -?, in Spanien läuft das eben etwas anders. Gerd und Knut fahren mit dem Rad in die Stadt und besorgen einige notwendige Klamotten, anschließend wird eine Ablagefläche für leicht verderbliches Gemüse und Obst konstruiert und aus Netzen wie eine Hängematte gebaut und getestet, die Mädels nörgeln daran herum und sind überzeugt, dass aus dieser Konstruktion bei kleinstem Seegang alles wieder rauspurzelt, nun wir werden sehen.

Freitag, 08.10.2010 Cadiz

Eigentlich wollten wir heute los, doch beim durchsehen des Wetters, schiebt sich am Mittwoch oberhalb von Lanzarote ein kreisrunder Wirbel mit sehr hohen Luftgeschwindigkeiten und einem Loch in der Mitte in dem keine Luftgeschwindigkeiten zu sehen sind, was bedeutet das? Das ist doch alles nicht wahr!!! Wir verschieben den Start des Törns auf den nächsten Morgen und schuen noch mal die Wettervorhersage, die mitlererweile bis Donnerstag geht und die Befürchtungen bestätigt. Da kommt ein Hurrikan aus dem Atlantik, zieht oberhalb von Lanzarote her und wandert dann die Afrikanische Küste bis Gibraltar, wo er sich verläuft. Wenn wir also starten würden, würden wir auf jeden Fall den Weg des Hurkan ein malkreuzen.

Der geplante Törn nach Lanzarote fällt aus. Wir sind alle sehr enttäuscht. Gerd ist für einen halben Tag nicht mehr ansprechbar. Knut muss seinen Rückflug ändern und Thomas und Becci die nach Lanzarote kommen wollten, müssen, wenn sie uns besuchen wollen ebenfalls umbuchen. So ein Mist!!!

Wir geben Knuts Auto ab, machen Frühstück mit Rührei, anschließend Stadtbummel und spielen Yum Yum.

Donnerstag, 07.10.2010 Cadiz/Sevilla

Wir stehen um 7.30 Uhr auf um mit dem Bus um 8.45 nach Sevilla zu fahren denn heute ist Donnerstag und es soll dort einen schönen Flohmarkt geben, der sehr empfohlen wird. Gerd läuft vor um schon das Ticket zu kaufen, wird aber abgewiesen da der Bus schon voll ist. Wir gehen zum benachbarten Bahnhof und bekommen gerade noch den Zug um 8.55. Die Fahrt ist schön und entspannt und wir Erreichen gegen 9.30 Sevilla. Mit dem Bus kommen wir in die Westlichen Teil der Stadt und finden auch schnell den Flohmarkt, der wirklich alles bietet, allderdings sollte man in den Gedränge auf seine Taschen achten. Ter Tag ist dann gefüllt mit dem Besuch der Kathedrale, Lachs und Kaviar Tapas essen (versehentlich) und natürlich unzähligen Besuchen von Schuh und Stoffgeschäften. Gegen Abend fahren wir mit dem Bus zum Flughafen und warten auf Knut. Knut kommt pünktlich, allerdings ohne Gepäck (wird eine längere Geschichte). Knut holt seinen Wagen ab und wir werden von Ihm sehr bequem nach Cadiz zur Sturmvogel gebracht. Nach einem kleinen Snack und dem typischen Absacker fallen wir alle müde in die Kojen.

Mittwoch, 06.10.2010 Cadiz

Tanken. Waschen und Duschen. Motor- und Generatorkontrolle. Sandra hat uns zum Essen eingeladen.

Dienstag, 05.10.2010 Cadiz

Rettungsinsel wieder abgeholt – Einkaufsbummel – Strafzettel für Mietwagen bekommen – Vodafonstick aufgeladen

Montag, 04.10.2010 Cadiz

Frühstücken – Rent a car – Rettungsinsel zum Warten gebracht – Einkaufen Lidl – Sybille und Christian haben uns Sun Downer eingeladen, um uns noch ein paar Ratschläge zu geben

Sonntag, 03.10.2010 Cadiz

Gerd sucht die Station bei der wir die Rettungsinsel warten lassen können – Wachplan für die Überfahrt nach Lanzarote vorbereitet – Bilder sortiert – Besuch von Sybille und Christian (SY Sudeki), die beiden kommen nach 11 Jahren zurück von ihrer Weltreise und wollen in Faro ihr Boot überwintern lassen.

Samstag, 02.10.2010 Sancti Petri – Cadiz (17 sm)

Die Liegeplätze kosten ab 1. Oktober nur noch die Hälfte.

10.30 Uhr abgelegt kein Wind sonnig

12.45 Uhr Gerd hat heute mit seiner Angel den ersten großen Fang gemacht. Aber leider war in der von ihm gefangenen Plastiktüte kein Fisch drin.

13.00 Uhr segeln 5 kn Wind

14.30 Uhr Einfahrt Cadiz Hafen Amerika

Landgang – Quatschen bis morgens

Freitag, 01.10.2010 Sancti Petri

Schöner Liegeplatz – Gerd geht auf den Mast und befestigt die Umlenkrollen für die Lasy Jacks höher.  Die hatten die Umlenkrollen so tief gesetzt, dass das Groß nicht richtig aufgefangen wurde und sich das Segel immer wieder in den Leinen verfangen hat. Ansonsten ist – Lesen – Backen – Kochen – Putzen – Spielen - Essen

Donnerstag, 30.09.2010 Barbate – Sancti Petri (25 sm)

Eigentlich wollten heute bis Cadiz, aber bei der Routenplanung wird uns klar, dass die Strecke 42 sm mit Strömung gegen uns und wenig Wind nicht in einem Tag zu schaffen ist. Wir planen um nach Sancti Petri.

11.15 Uhr abgelegt – kaum Wind – motoren

14.30 Uhr Fock und Besan und Motor 6kn Wind noch 12 sm

15.30 Uhr Motor aus – alle Segel oben 4 kn Speed. Sandra wollte Hörbuch hören, aber da es jetzt so schön ruhig ist verzichtet sie darauf.

16.40 Uhr Motor an, um in den Hafen zu fahren. Erstmal an einem Steg festgemacht. Von dort wurden wir zu einer Boje geschickt. Sabine musste mit dem Mariniero an Land fahren um die Formalitäten zu erledigen. Kosten für Boje 13.30 €

Mittwoch, 29.09.2010 Alcaidesa – Barbate (33 sm)

8.00 Uhr, 3 h vor Hochwasser, wir legen ab – leider steht noch Westwind, sollte eigentlich heute Morgen um 5.00 Uhr auf E drehen und mit 15 kn blasen. Wir biegen in die Straße von Gibraltar ein, sollen auf Anraten einiger Segler, dicht unter Land segeln, was ist dicht unter Land? Obwohl wir mit dem ablaufenden Wasser  (Ebbe und Flut) um diese Uhrzeit eigentlich Richtung Westen Strömung haben sollten, steht uns Strom von 1,5 kn gegen an. Ich gehe mehr Richtung Land. Etwa ½ - 1 sm parallel zur Küste ist ein Streifen kabbeliges Wasser, ca 10 m breit, sehr auffälligwir segeln durch und haben dahinter Strömung mit uns, toll, jetzt weis ich was er mit dicht unter Land gemeint hat.

12.00 Uhr wir passieren den südlichsten Festlandpunkt Europas – Tarifia.

13.45 Uhr Kaffeezeit, die Fock ist ausgebaumt Wind 5 kn Speed 2 kn noch 8 sm bis Barbate

17.00 Uhr Ankunft. Neben uns legt eine Holzketch an. Einige sehr wortkarge Spanier, man ist auch sehr reserviert als ich beim Anlegen helfe, nimmt aber die Hilfe an. Kurz nach der Ankunft werden dann einige Seesäcke von Bord gebracht und am Abend ist die Polizei an Bord. Wo die wohl herkommen? Was wohl in den Seesäcken war? Marokko ist nicht weit, wir haben gehört, dass hier viel Geschäft mit Rauschgift ist.

19.00 Uhr Wir gehen in die Stadt, eine Geisterstadt – an der Promenade sind die Cafes und Restaurant geschlossen. Hier scheint nur im Juli und August etwas los zu sein, wenn hier überhaupt was los ist. Das Einzige, was schön anzusehen ist, sind die Einheimischen, sie bevölkern die Straßen mit Kind und Kegel. Ansonsten bietet der Ort nichts. Komische Gegend, ganz anders als alles was wir bisher in Spanien gesehen haben.

Dienstag, 28.09.2010 Alcaidesa

Wir müssen unseren Proviant auffüllen, haben nur 2 Fahrräder, wollen aber alle 3 sehen welche Leckeren Sachen wir unbedingt an Bord haben sollten und so machen wir eine Fahrrad Staffel, einer ist immer am Laufen, die beiden anderen fahren jeweils einige 100 m, einer lässt dann sein Rad stehen und läuft selber weiter, der letzte laufende nimmt das stehende Rad holt den voraus Laufenden und den ersten ein und lässt dann nach wieder einigen 100 m das Rad wieder stehen und so weiter. Die spanischen 3 km bis zum Supermarkt Lidl sind allerdings etwas weiter wie unsere Deutschen 3 km, kurz um, der Weg ist brecht weit. Der Einkauf ist immer eine tolle Sache, Preise vergleichen, man hätte gerne, verzichtet aber, zu teuer usw. am Ende ist der Wagen aber immer voll und immer mit mindestens 50 % Sonderangeboten, hab ich früher nie gemacht, hab immer gekauft was ich brauchte bzw. haben wollte, hab nie auf den Preis, natürlich mit Einschränkung, gesehen. Neue Erfahrung, Gute Erfahrung? Wie auch immer, auch hier ist der Wagen voll und ich belade das Fahrrad. Sandra und Sabine wollen mit dem Bus fahren, sie klappen das eine Rad zusammen und die paaaaar Einkaufe, die ich nicht auf mein  Rad packen konnte. Das ist mir zu blöd, ich fahre los, hab anscheinend fasst alle Einkäufe auf meinem Rad, auch ne ganz schön lange Strecke, bin aber bald wieder zuhause auf der Sturmvogel, Sabine und Sandra kommen nach 20 Minuten mit dem kleinen Rest. Alles wird fachmännisch, seemännisch verstaut. Die Schweizer Philipp und Sandra von der Segelyacht Ulani, die wir in Fuengirola kennen gelernt haben besuchen uns und wir haben einen sehr typischen Sun Downer auf der Sturmvogel. Die beiden werden wir sicherlich noch öfters treffen, die beiden wollen auch in die Karibik.

Montag, 27.09.2010 Alcaidesa

Gibraltar und Affenfelsen muss natürlich besichtigt werden. Wir lassen uns mit der Seilbahn (Schweizer Fabrikat) auf den Affenfelsen bringen, sehen uns die Affen an, bzw. lassen uns von den Affen ansehen und machen dann zu Fuß den Abstieg, vorbei an dem Sockel des Herkules, ein wunderschöner Weg, wenn man von den 4 h Abstieg absieht. Wir können Marokko sehen und die Straße von Gibraltar mit den unzähligen Handelsschiffen, die Bucht mit ihren vielen ankernden und wartenden Schiffen liegt direkt vor uns im blauen Meer. Zurück in der Stadt Gibraltar gehen die Damen der Schöpfung in jedes Geschäft, das mit Schuhen und Stoffen auch nur entfernt was zu tun hat und es gibt fast nur solche Geschäfte, gekauft wird nichts, lediglich eine Flasche Asbach, die hat aber nicht mit Schuhen und Stoffen zu tun, die hat mit meiner Sehnsucht an Zuhause zu tun, der schwarze vom E fehlt mir immer mehr.

Sonntag, 26.09.2010 La Duquesa – Alcaidesa (La Linea bei Gibraltar)

In der Nacht ist der kleine Radarreflektor aufs Deck gefallen, wurde von den Kroaten nur mit Klebeband befestigt. Ist nicht so tragisch, da wir sowieso in Kilada eine bessere große (wird meistens nur von Engländern gefahren) haben anbringen lassen. Vor Gibralta haben wir 30 kn Wind und sehr böig bis 40 kn. Wir kämpfen uns bis zum Cap de Gata vor und Motoren dann in die geschützte Bucht von Gibraltar. Wir legen in der vollkommen neuen Marina direkt hinter der Flugzeug Start und Landebahn von Gibraltar an und sind froh um das Cap rum u sein. Die Marina ist auf Spanischen Boden und so sind die Formalitäten mit Ein- und Ausklarieren nicht erforderlich Abends machen wir einen kleinen Stadtbummel und sehen uns in einer typischen Tapas Bar Stierkampf im Fernsehen an. Später auf der Sturmvogel, Night Cup und anschließend in die Kojen

Samstag, 25.09.2010 Marina Marbella – La Duquesa (25 sm)

Kreuzen bei 15 -25 kn Wind – Sandra hat sich daran gewöhnt. Ihre Angst ist verflogen.

Freitag, 24.09.2010 Fuengirola – Marina Puerto Deportivo Maritimo Marbella (20 sm)

Wir legen um 11 Uhr ab, es ist sonnig – leichter Wind und Sandra ist begeistert von der Technik des Segelns bis zu dem Moment, in dem der Wind innrehalb von 2 Minuten von 5 auf 20 kn ansteigt. Die Schwimmwesten werden ausgepackt und es ist ziemlich Schräglage. Gerd hat gestern gesagt, segeln ist easy, Gedanken muss man sich erst machen, wenn tagsüber gesagt wird, dass die Schwimmwesten angelegt werden sollen. Nach einer halben Stunde heftigen Windes, schläft er wieder ein, wie er gekommen ist, nur noch 10 kn Wind und nach einer weiter Stunde nur noch leichtes wehen. Motoren wir halt zur Marina Puerto Deportivo Maritimo Marbella. Diese Marina ist wesentlich günstiger und bietet alles was benötigt wird. Abends Stadtbummel und Tapas-essen Sandra wird verdonnert Fisch zu essen.

Donnerstag, 23.09.2010 Fuengirola

Eine Besichtigung Malagas wollten wir nicht versäumen. Wir fahren mit dem Zug nach Malaga und besichtigen bei strömendem Regen die Markthalle. Der Regen lässt nach und wir besichtigen die Kathedrale und führen Sandra in das Tapas essen ein. Abends wird der Spargel, den wir in der Markthalle günstig (wesentlich billiger wie zuhause) erstanden haben mit einer leckeren Sous Hollandeis, die Sandra zubereitet, gegessen.

Mittwoch, 22.09.2010 Fuengirola

Leider ist heute schon der Abreisetag unserer Freunde aus Wißmar und Ankunftstag für Sandra. Morgens machen die Mädels noch einen ausgedehnten Stadtbummel, anschließend fahren Volker, Werni und Sabine mit dem Zug zum Flughafen um den bestellten Mietwagen abzuholen, nach 1 ½ Std. wird Europcar endlich gefunden und dank eines Temperamentausbruch von Volker werden auch die Formalitäten direkt am Schalter abgewickelt und der bestellte Wagen zu Verfügung gestellt. Volker und Werni fahren zurück nach Fuengirola und Sabine wartet noch 2 Std bis Sandra endlich durch den Ausgang kommt, um dann gerade noch rechtzeitig den Zug zurück nach Fuengirola zu bekommen. Bettina, Sabine Werni und Volker bringen inzwischen Ihre Sachen zu Ihrem Hotel, in dem sie noch eine Woche Landurlaub machen und kommen abends noch mal zurück um mit uns gemeinsam im Restaurant „Kudamm“ deutsch zu essen. Solche großen Schnitzel habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Wie immer ist dann der Abschied schwer, die 4 fahren in ihr Hotel und Sandra, Sabine und ich gehen Nachhause auf die Sturmvogel. War eine schöne und lustige Woche für uns.

Dienstag, 21.09.2010 Jose Banus – Fuengirola (25 sm)

Das Abgeben der Schlüssel tat sich schwer an (wie erwartet), der Schlüssel musste nicht an der Tankstelle abgegeben werden, in der wir ihn erhalten hatten, sondern im Marina-Büro und dazu war ein Marsch von ca. 2 km notwendig. Heute kommt der Wind??? natürlich von vorne und die Bootsmannschaft kam nicht zur Ruhe, es wurde gekreuzt, was die Winschen und Muskeln hergaben, es wurde ein langer Törn. Abends um 18.00 Uhr legen wir an und gönnen uns ein gutes Essen bei einem kleinen Italiener, danach kleiner Absacker auf dem Boot und alle fallen in die Kojen.

Montag,20.09.2010 Marina Marbella – Jose Banus (Marbella) (7 sm)

Noch vor dem Aufstehen der Gäste und Sabine zog Gerd mit dem Klapprad los um eine neue Gasflasche zu besorgen. Der freundliche Mariniero hat ihm auf spanisch erklärt wo man eventuell Gas bekommen kann und was soll ich sagen, nach 1 ½ h kam er mit einer neuen Flasche einschließlich neuem Gasregler zurück. An bestimmten Plätzen in der Stadt stehen LKW mit Gasflaschen und tauschen alt gegen neu, allerdings half alles reden in Deutsch, Italienisch, Griechisch und Suaheli nichts (Gerd war in diesem speziellen Fall der Spanischen Sprache nicht mächtig) und er musste die Flasche ebenfalls kaufen, auch mit dem mit gebrachten Gasregler konnte der Gasverkäufer nichts anfangen und verwies an ein Geschäft direkt um die Ecke, ca, 4 km entfernt, und hier verkaufte mir der nette Verkäufer, der ebenfalls fließend Spanisch sprach gerne einen dieser neuen speziellen Regler. Na, ja hauptsächlich wieder Gas zum kochen und Kuchenbacken. Die EU ist im Bereich Gasflaschen eben noch nicht so gut organisiert. Vor dem Ablegen installiert unser Bootselektriker Werni den neuen 220 V Schalter für den Wasser Boiler und wir sind glücklich, Gerd kommt halt aus der mechanischen Ecke und hat es nicht so mit der Elektrik. Bei 12 kn Wind legen wir dann endlich ab und haben einen schönen Segeltag. Abends laufen wir dann in die Nobelmarina von Marbella ein und uns verschlägt es fast die Sprache als wir den Preis von 109,00 € für eine Nacht hören, nach einer kurzen Beratung entscheiden wir, dass wir trotzdem für diese Nacht bleiben, denn wer hat denn schon mal an einer Pier gelegen, an dem direkt nebenan eine Motoryacht für ca. 20. Millionen und davor ein roter Ferrari, leider ohne Schlüssel, steht. Der alte Macho von Mariniero (Bootsboy) hat unsere Damen sehr verärgert, denn zum zuwerfen der Festmacherleine hat er ausdrücklich einen Herrn verlangt, na ja die Damen hatten ja auch genug mit der Muringleine (vordere Festmacherleine die mitten im Hafenbecken verankert ist) zu tun, alle drei waren mit vollem Körpereinsatz dabei und die Anweisung „nicht loslassen“ wurde wörtlich genommen, Bettina folgte den Anweisungen und ließ nicht los, zum Schluss hing sie mit den Händen die Leine haltend während Sabine und Sabine Ihre Beine nicht losließen in der Luft und konnte erst wieder durch den Einsatz des männlichen Geschlechtes geborgen werden, tolle Szene, ging aber sonst alles perfekt. Die Key-Card die wir beim Einchecken bekamen, gab uns nicht die Möglichkeit die ca. 1 km entfernte  Dusche zu benutzen, aber den Schlagbaum durch den wir den Ferrari gerne mal gefahren hätten, war damit leicht zu bedienen. Nach ca. 1 Std suchen haben wir dann von dem sehr, sehr, sehr netten Mariniero, für einen Pfand von 75 EUR doch noch den Duschschlüssel bekommen, ließen wegen der großen Entfernung aber das Duschen ausfallen und haben lieber weiter gestunken, man ist ja unter sich. Die Restaurant waren super teuer und hatten auch kein Rippchen mit Kraut oder Schnitzel, sondern meisten nur Schalentiere und so haben unsere Bootsfrauen, nach eingehender Beratung, Pellkartoffeln und Quark zubereitet, mit allen nur erdenklichen Gewürzen, was das Boot eben so hergibt, hat sehr lecker geschmeckt. Unsere Smutje-Damen Team, hat sich nicht an das alte Sprichwort, viele Köche verderben den Brei, gehalten, wahrscheinlich sind mit Köche auch nur  Männer gemeint. Lediglich dürfte das Nachkochen etwas schwierig werden, denn keiner weiß. Unbestritten bleibt, dass Gericht war genial und reichlich. Die Marina war die bisher teuerste und schlechteste in der wir übernachtet haben. (Ausnahme Olympic Marina bei Athen / Griechenland).

Beim anschließenden Yum Yum Turnier ging die gute Stimmung in der schlechten Marina weiter und kam zum Höhepunkt als Volki auf Kiemenatmung umstellen musste um die miserablen Vorlage seines Teamkollegen Werni auszugleichen.

 
Logbuch
Donnerstag, 30. September 2010

Sonntag, 19.09.2010 Marina Marbella

Nach dem Frühstücken machen wir einen ausgedehnten Landgang mit Stadtbummel und Strand. Am Abend geht beim Spaghettiauflauf leider das Gas aus und Gerd improvisier mit seinem kleinen Tronja (Spirituskocher) aus dem Auflauf ein Spagetti Pfannengericht, schmeckte alles etwas gewöhnungsbedürftig aber es sättigte. Anschließend kam die größte und schwierigste Aufgabe des Urlaubs, wie wir meinten, den Wißmarern Jum Jum beibringen. Aber unsere Gäste haben das schneller gelernt wie wir kalkuliert hatten und wir gingen „Teilweise“ absolut unter. Der Abend endet sehr vergnüglich.

Samstag, 18.09.2010 Fuengirola – Marina Marbella

12.00 Uhr, wir legen ab und die Crew zieht bei 12 kn Wind sofort alle Segel hoch. Endlich können wir mal etwas segeln, der Wind kommt zwar wie immer daher wo wir hinwollen, aber durch aufkreuzen sind wir um 18 Uhr da wo wir hinwollen. Fuengirola hat 2 Marinas, in der haben wir kein Glück und man verweist uns an die andere Marina und so verziehen wir uns in die 2. Marina, in der wir recht freundlich empfangen werden und auch einen schönen Platz bekommen. Abends laufen wir in die Altstadt von Marbella. Die Altstadt ist zwar sehr nett mit Ihren schmalen Gässchen, den Bars und den Restaurants, aber wir vermissen etwas die schönen und reichen, die sich angeblich hier tummeln sollen. Wir genügen uns schließlich selbst und haben einen netten Abend

Freitag, 17.09.2010 Fuengirola

Leider hat man das Wetter aus Wißmar mit nach Spanien gebracht, es hat die letzte Nacht wie doll geblitzt, gedonnert und geregnet, was soll das werden? Tagsüber begleiten uns Schauer und Wolken, es ist kein Wind zum Segeln und wir machen einen Landgang zum Castello von Fuengirola, an dem gestern Abend ein Fest gefeiert wurde (Kirmes). Sabine und Betina lassen sich nicht davon abhalten im Meer schwimmen und Sandburgen zu bauen. Direkt an unserem Hafen gibt es einige kleine Lokale und wir lassen uns den Sangria und die Tapas schmecken. Den Gutenachtschluck nehmen wir sehr spät auf der Sturmvogel. Wir reden viel und haben großen Spaß miteinander.

Donnerstag, 16.09.2010 Benalmandena – Fuengirola (6 sm)

Wir wollen unseren Gästen natürlich was biete und was gibt es am Morgen besseres, als ein deftiges Frühstück mit Rührei. Anschließend marschieren wir zu LIEDL und machen Großeinkauf (eventuell bekommen wir ja einen Einkaufsgutschein, wenn wir LIEDL in Großbuchstaben und fett auf unserer Homepage darstellen). Wir schieben unsere zwei bis zum Rand gefüllten Wagen durch die Kasse und haben Mühe unsre Lebensmittel, vor allem natürlich Bier und feinsten spanischen Rot- und Weißwein, müsste eigentlich für die Woche ausreichen.

13.00 Uhr, wir legen ab und machen einen kleinen Probeschlag nach Fuengirola. Die Crew hält sich gut und ist eigentlich für größere Aufgaben bestimmt.

14.30 Uhr, wir legen perfekt an, nehmen einen kurzen Anleger (Anleger = Drink nach dem Anlegen) und machen einen Landgang in die Altstadt, jedes Labbegeschäft (Labbegeschäft = Geschäft in dem man Schals, Kleider und sonstige Stoffsachen kaufen kann)) wird von den Damen begutachtet, aber man kann nichts passendes finden. Vom vielen warten vor den Geschäften geschwächt, lassen sich die Herren in einer kleinen Tapas-Bar nieder und machen was sie von zu Hause gewohnt sind und können, Biertrinken. Die Damen bestellen sich einen Liter Sangria und testen die ersten Tapas an.

20.00 Uhr, wir sind zurück auf dem Schiff und genießen unseren Sun downer (Sun downer = Drink während des Sonnenuntergangs). Unsere Gäste haben Urlaubsbilder mitgebracht, die wir uns in der schönen Abendstimmung ansehen.

Mittwoch, 15.09.2010 Benalmandena

Gerd ist heute noch mal auf den Mast und hat auf der BB Seite die noch fehlende Abweiserleine zwischen Maststufen und Wanten gebunden, damit sich das Großfall nicht in den Stufen verhängen kann. Die von dem österreichischen Griechen gebundenen Konstruktion hatte rein keine Funktion und das Fall hat sich in kritischen Situationen, wenn alles mal wieder schnell gehen muss, immer wieder in den Maststufen verfangen.

19.00 Uhr wir erwarten Betina, Werni, Sabine und Volki und genau jetz werden wir aufgefordert unser Boot um einen Platz zu verlegen, ist zwar kein großes Ding, aber wir waren halt schon herausgeputzt um den Besuch zu empfangen und die schmodderige Muringleine hinterlässt immer Spritzer auf den Sonntagsklamotten.

19.30 Uhr Endlich sind sie da, Betina, Werner, Sabine und Volker. Wir nehmen erst mal einen kleinen Imbiss auf dem Boot und reichen gekühltes Cervesa, anschließend ist Landgang angesagt mit dem Ziel später noch mal in der Table Dance Bar vorbeizusehen, in der abends immer eine junge Dame mit einem recht unruhigem Unterleib zu gängigen Rhythmen auf einem Tisch Tanzt. Ein Leckerbissen für die Herren. Leider fällt der Tanz heute Abend aus.

Dienstag, 14.09.2010 Benalmandena

Heute ist Putztag angesagt, damit unsere Gäste aus Wissmar nicht schlecht von uns denken, Wasser wird aufgefüllt und wir warten und freuen uns auf den Besuch, den wir Morgen aus unserer Heimat erwarten.

Montag, 13.09.2010 Velez Malaga – Benalmandena (20 sm)

10.00 Uhr wir legen ab und müssen schon wieder motoren, allerdings haben wir strömung mit uns und laufen bei sonnigem Wetter 6 kn.

12.00 Uhr, es werden alle Segel in der Hoffnung gesetzt, dass wir das stück bis Benalmadena in der Kreuz segeln können, wir haben 10 kn Wind.

13.30 Uhr unsere Wünsche sind wieder mal zunichte, es ist kein Vorwärtskommen und der Motor muss wieder an.

 16.00 Uhr wir legen in Benalmadena am Wartekai an und sind von dem Hafen begeistert. Die Anlage ist eine kleine Stadt für sich mit wunderschönen Appartement Wohnungen, die im afrikanischen Stiel ineinander fließen und mit ihren pastellfarben Farben sehr gelungen sind. Es gibt jede Menge Geschäfte Restaurants, Tapas-Bar, Zubehörläden usw., es gibt eigentlich nichts was es nicht gibt. Man fühlt sich wie in tausend und eine Nacht. Allerdings sind die Preise auch gepfeffert, so dass wir zum Lebensmittel Nachbunkern mit den Fahrrädern in die Stadt fahren und uns dort mit dem nötigsten wieder eindecken. Unsere Fahrräder haben sich schon bezahlt gemacht. 1 Tag Fahrrad ausleihen kostet 10,00 Euro. Seit langer Zeit gibt es heute Abend wieder mal Fleisch, panierte Kotelette a la Gertrud mit Bratkartoffel und Röstzwiebel.